
Ánima Beach neu verpachtet: Chance für einen Strand-Klassiker in Palma
Die bekannte Beach-Bar Ánima Beach am Stadtstrand von Palma wird neu verpachtet. 1.200 m², 18 Jahre Konzession, Jahresgebühr 80.000 € plus 4 % Umsatzbeteiligung – und eine einmalige Gelegenheit, einen Treffpunkt für Einheimische und Gäste zu gestalten.
Neue Chance für einen Klassiker am Stadtstrand
Wer morgens am Stadtstrand von Palma spaziert, kennt das Bild: Jogger mit Kopfhörern, Hunde, die im Sand Schlitten fahren, und die ersten Kaffee-Gäste, die sich ihren Platz an der Promenade sichern. Mittendrin steht die Beach-Bar Ánima Beach – ein Ort, der immer wieder Leben, Stimmen und Salzluft anzieht. Jetzt wird der Platz neu verpachtet, und das bedeutet: frische Ideen für einen vertrauten Ort.
Was angeboten wird
Verpachtet wird das Gebäude inklusive Außenterrasse – zusammen etwas mehr als 1.200 Quadratmeter. Das ist Platz genug für Tische, Liegen, ein kleines Bühnchen oder auch Sportangebote am Strand. Die Konzession ist laut Ausschreibung auf maximal 18 Jahre angelegt. Erwartet wird ein klassischer Café- und Restaurantbetrieb, doch ausdrücklich erwünscht sind Ergänzungen: kulturelle Abende, Sport- oder Familienprogramme, alles, was den öffentlichen Raum belebt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Das Kleingedruckte in Zahlen: Jahresgebühr 80.000 Euro plus 4 % Umsatzbeteiligung. Keine Sommerträume ohne Kalkulation – aber für eine Lage mit Meerblick und starker Laufkundschaft sind die Bedingungen für viele Betreiber realistisch.
Warum das für Palma zählt
Der Abschnitt am Stadtstrand ist Schnittstelle zwischen Einheimischen und Besucherinnen, zwischen Frühaufstehern und Abendgesellschaften. Ein gut geführtes Ánima Beach kann mehr sein als eine Strandbar: ein Treffpunkt, an dem Nachbarn sich wiedersehen, Musiker kurze Sets spielen und Touristen echte mallorquinische Atmosphäre erleben. Die Hafenbehörde betont, dass der Standort belebt werden soll – mit besseren Öffnungszeiten, sauberer Ausstattung und Angeboten, die über Kaffee und Tapas hinausgehen. Eine Übersicht über die wichtigsten Kriterien zur Strandvergabe finden Sie hier.
Ich kenne die Ecke gut: Im Sommer knistert die Promenade spätestens ab 18 Uhr, Stimmen werden lauter, Kinder spielen, an manchen Abenden strömt der Duft von gegrilltem Fisch herüber. Im Herbst hingegen legt sich eine milde Ruhe über die Palmenpromenade; die Luft riecht salziger, die Bänke füllen sich mit Leuten, die den Sonnenuntergang abwarten. Ein Betreiber mit Sinn für Timing kann daraus eine feste Größe machen.
Das sollten Bewerber mitbringen
Praktisch heißt das: ein ausgereiftes Gastronomiekonzept, klare Zahlen, Nachweise zur finanziellen Leistungsfähigkeit und eine Vorstellung, wie der Platz tagsüber wie abends genutzt werden kann. Wichtige Themen werden Nachhaltigkeit, Lärmschutz und Zugänglichkeit sein – also sinnvolle Maßnahmen gegen Müll und Lärm sowie barrierefreie Zugänge für Anwohner und Gäste. Auch die aktuellen Vorgaben zur Reduktion von Liegen sind zu beachten und finden sich in den Regelungen, die unter anderem hier diskutiert werden.
Ein paar konkrete Tipps: Kooperationen mit lokalen Lieferanten und Fischern, saisonale Speisekarten, Abfallvermeidung und ein schlüssiges Beleuchtungskonzept für laue Abende. Pflanzkübel mit heimischen Pflanzen, Sonnensegel statt schwerer Konstruktionen und flexible Mobiliarlösungen schaffen Atmosphäre ohne großen Aufwand. Und: frühzeitig den Dialog mit Nachbarn suchen – das zahlt sich aus, wenn die ersten Gäste bis spät sitzen.
Ideen, die hier funktionieren könnten
Ánima Beach bietet Raum für hybride Konzepte: morgens Kaffee und Arbeitsplätze für Remote-Arbeiter, mittags familienfreundliches Essen, abends kleine Konzerte oder Filmabende unter Sternen. Sportangebote wie Yoga bei Sonnenaufgang oder Beach-Volleyball-Turniere bringen Publikum zu Zeiten, in denen normalerweise Ruhe herrscht. Pop-up-Märkte mit lokalen Handwerkern oder kulinarischen Partnern würden die Verbindung zur Nachbarschaft stärken.
Wichtig bleibt: Rücksicht auf Anwohner. Musik darf Atmosphäre schaffen, aber nicht die Nachbarschaft überrollen. Technische Lösungen – gute Lautsprecherausrichtung, festgelegte Endzeiten für laute Angebote, gedämpfte Wegebeleuchtung – sind oft wirkungsvoller als pauschale Verbote.
Bewerbungs-Checkliste und Ausblick
Für angehende Betreiber heißt es: Akte in Ordnung bringen, Businessplan, hygienische Konzepte, Personalkalkulation und Finanzierungsnachweise bereithalten. Und: einmal vor Ort sitzen – um 19 Uhr ist die beste Lehrstunde. Beobachten, wie die Plätze belegt werden, wo die Laufwege sind, wann die Nachbarschaft kritisch reagiert.
Palma braucht Orte mit Gesicht. Ánima Beach hat dieses Gesicht schon – jetzt liegt es an den Bewerbern, das Profil zu schärfen und den Platz zu einem Treffpunkt zu machen, der Einheimische wie Gäste gleichermaßen willkommen heißt.
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