
Fomento de Turismo wird 120: Verdienstorden für die, die Mallorcas Tourismus prägten
Beim Festakt im CaixaForum Palma ehrte der Inselverband Fomento de Turismo Menschen und Betriebe, die Mallorcas Tourismus über Jahrzehnte mitgestaltet haben. Eine warme Feier, die Vergangenheit und Zukunft verband.
Fomento de Turismo wird 120: Verdienstorden für die, die Mallorcas Tourismus prägten
Feier im CaixaForum – Anerkennung für Unternehmer, Köche und Gastgeber
Am Montagabend füllte sich das CaixaForum in Palmas Altstadt mit einem Gemisch aus Applaus, gedämpftem Stimmengewirr und dem leisen Klappern von Besteck aus einer Bar um die Ecke. Draußen roch es nach feuchtem Stein und Espresso, drinnen standen Menschen, die in verschiedenen Jahrzehnten an Mallorcas Tourismus mitgebaut haben. Anlass war der 120. Geburtstag des Inselverbands Fomento de Turismo – eines Verbandes, der in der Branche als eine der ältesten Institutionen ihrer Art gilt.
Bei dem feierlichen Akt wurden mehrere Persönlichkeiten und Unternehmen ausgezeichnet. Die höchsten Ehrungen gingen an drei bekannte Namen: Bernardo Quetglas, der mit Reiseangeboten und mit Hotelprojekten einen Teil des heutigen Angebots geprägt hat; Juan Vich, Initiator zahlreicher Hotelprojekte auf der Insel; und Antonio Ferrer, dessen Arbeit in der lokalen Küche durch die Initiierung der Mostra de Cuina Mallorquina die gastronomische Szene enger mit der Inseltradition verknüpft hat.
Daneben standen Anerkennungen an Betriebe und Institutionen, die lange Bestand haben: Ein Hotel an der Playa de Palma wurde als Referenzbetrieb hervorgehoben, weil es über Jahrzehnte Gäste empfangen hat und so zur Prägung eines Strandes beigetragen hat, den viele mit Mallorca verbinden. Das traditionsreiche Fotostudio Casa Planas erhielt eine Ehrung für seine umfangreiche fotografische Dokumentation der Inselgeschichte, die oft als visuelle Erinnerung an Wandel und Kontinuität dient.
Weiterhin erhielt eine lokale Unternehmensgruppe Anerkennung für ihren Einsatz, bei neuen Projekten respektvoll mit dem kulturellen Erbe umzugehen. Und eine langjährige Mitarbeiterin des Internationalen Pressezentrums des Verbandes wurde für mehr als zwei Jahrzehnte Engagement gewürdigt – für jemanden, der hinter den Kulissen arbeitet, ist so eine öffentliche Geste nicht selbstverständlich.
Unter den Gästen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft; auch der balearische Tourismusminister Jaume Bauzà nahm am Abend teil. In seinen Ansprachen skizzierte er – ohne lange Formalien – die Verbindung zwischen Erinnerung und Verantwortung: Wer die Geschichte kennt, kann beim Planen besser unterscheiden, was erhalten werden soll und wo Neues möglich ist. Diese Betrachtungen sind auch im Kontext des aktuellen Tourismusgeschehens von Bedeutung.
Das Publikum wirkte froh, wieder zusammenzukommen: Händedrucke, kurze Umarmungen, Gespräche über eigene Erinnerungen an längst geschlossene Hotels oder an Gerichte, die man als Kind auf Familienurlauben entdeckte. Solche Szenen machen deutlich, dass Tourismus auf Mallorca nicht nur aus Zahlen besteht, sondern aus Alltagserinnerungen, Nachbarschaftsbeziehungen und gelebter Gastronomie.
Warum das wichtig ist: Eine Insel mit Jahrhunderte alten Institutionen braucht Orte, an denen Leistungen sichtbar gemacht werden. Auszeichnungen sind nicht nur Trophäen, sie sind auch Orientierungspunkte – für junge Unternehmerinnen, für Handwerkerinnen, für Köche, die sich an Traditionen abarbeiten und daraus Neues formen wollen. Sie zeigen, dass Kontinuität und Qualität geschätzt werden. Ein Beispiel für solche Qualitätsbemühungen findet sich in den neuesten Tourismusbuchungen.
Als kleine Inspiration für die kommenden Jahre: Mehr Initiativen, die Erfahrungsträger und Nachwuchs zusammenbringen, würden helfen. Denkbar sind Mentorenprogramme für Hoteliers in der Gründungsphase, gemeinsame Projekte zwischen etablierten Köchen und jungen Talenten oder Fotoarchive, die für Schulen geöffnet werden, damit lokale Geschichte im Unterricht sichtbarer wird. So könnten auch lokale Netzwerke beachtet werden, wie sie in dem Artikel „Im Takt der Nacht“ angesprochen werden.
Der Abend im CaixaForum war ein freundlicher, gelegentlich humorvoller Blick zurück und ein leiser Anstoß nach vorn. Auf dem Nachhauseweg, entlang enger Gassen, hörte man das Echo des Applauses noch in einer Bar, wo Gäste den Tag ausklingen ließen. Wenn Preise dazu beitragen, dass Erinnerung nicht in Vergessenheit gerät, dann war dieser Abend mehr als nur Feiern: Er war eine Einladung, gemeinsam an der nächsten Seite der Inselgeschichte zu arbeiten.
Ausblick: Wer Interesse hat, sich einzubringen, findet Anknüpfungspunkte in lokalen Netzwerken – von Handwerkskammern bis zu Gastronomievereinen. Kleine Partnerschaften zwischen Alt und Neu können viel bewegen. Und wenn bei einem Glas vor einem der alten Lokale auf der Plaça das Gespräch über vergangene Sommer beginnt, dann ist das für Mallorca ein gutes Zeichen.
Häufige Fragen
Warum wurde der Tourismusverband Fomento de Turismo auf Mallorca ausgezeichnet?
Welche Persönlichkeiten wurden in Palma für ihre Verdienste um Mallorcas Tourismus geehrt?
Wie entwickelt sich das Wetter auf Mallorca im Herbst und Winter?
Lohnt sich ein Mallorca-Urlaub auch außerhalb der Badezeit?
Was kann man in Palmas Altstadt rund um das CaixaForum machen?
Warum gilt ein Hotel an der Playa de Palma als wichtig für die Inselgeschichte?
Was ist die Mostra de Cuina Mallorquina und warum ist sie wichtig?
Wie kann man sich auf Mallorca in lokale Tourismus- und Gastronomienetzwerke einbringen?
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