
Mehr Regen, mehr Reserven: Gorg Blau und Cúber füllen sich spürbar
Die Regen- und Schneefälle der letzten Wochen haben die Stauseen Gorg Blau und Cúber deutlich aufgefüllt. Emaya meldet nun durchschnittlich 62,43 Prozent Füllstand – gute Nachrichten für Palma und die Insel.
Mehr Regen, mehr Reserven: Gorg Blau und Cúber füllen sich spürbar
Weekendregen und Schneefall in der Tramuntana haben die Wasserstände weiter steigen lassen
Am frühen Morgen, wenn der Kaffee an der Plaça Mayor noch dampft und der Wind vom Tramuntanahang ein paar feuchte Wolken über Palma schickt, lässt sich eine kleine Erleichterung spüren: Die beiden großen Trinkwasserstauseen, Gorg Blau und Cúber, haben in den letzten Wochen deutlich zugelegt.
Das städtische Versorgungsunternehmen Emaya veröffentlichte die aktuellsten Messwerte: Im Durchschnitt liegen die beiden Talsperren nun bei 62,43 Prozent ihrer Kapazität. Konkret meldet Emaya für den Gorg Blau 68,5 Prozent und für den Cúber 52,81 Prozent.
Die jüngsten Niederschläge am vergangenen Wochenende sowie die Schneefälle Ende Januar haben den Aufwärtstrend noch einmal verstärkt. Bereits am 29. Januar hatte Emaya einen Durchschnittswert von 60,33 Prozent angegeben; damals standen der Gorg Blau bei 66,81 Prozent und der Cúber bei rund 50,06 Prozent. Binnen weniger Tage waren die Pegel damit spürbar angestiegen.
Für Mallorca sind das keine rein technischen Zahlen. Wer in den Dörfern rund um Escorca unterwegs ist, hört derzeit mehr als nur Vogelstimmen: Gespräche über volle Reservoirs mischen sich unter den normalen Alltagslärm. Bauern, Gärtner und die kleinen Bars an der Landstraße haben registriert, dass die Landschaft wieder saftiger wirkt.
Gorg Blau und Cúber liegen an den Hängen des Puig Major im Tramuntana-Gebirge und versorgen Palma seit 1971 mit Trinkwasser. Der Gorg Blau hat eine Wasserfläche von etwa 60 Hektar, der Cúber liegt nur knapp dahinter mit ungefähr 59 Hektar. Beide Talsperren gehören zur Gemeinde Escorca und sind wichtige Puffer für die Inselversorgung.
Warum das für Mallorca wichtig ist? Volle Stauseen bedeuten zunächst Stabilität in der Trinkwasserversorgung von Palma und seiner Metropolregion. Außerdem reduzieren sie kurzfristig den Druck, bei Trockenperioden sofort zu strenge Einschränkungen verhängen zu müssen. Für Gärtner und Landwirte ist jede zusätzliche Regen- oder Schneeschicht in den Bergen ein kleiner Segen, weil sie Grundwasserstände und lokale Quellzuflüsse stützt.
Allerdings heißt das nicht, dass der Wassersparplan ad acta gelegt werden kann. Die Insel bleibt klimatisch anfällig, und die Versorgungssicherheit nimmt beständig Bedeutung zu. Einfache Maßnahmen im Alltag helfen: Regenwasser sammeln, tropfende Wasserhähne reparieren und bewusster gießen können in Summe viel bewirken.
Am Horizont der Tramuntana zeigen sich inzwischen wieder grünere Hänge, auf dem Passeig del Born reden Menschen beim Spaziergang über das Wetter und die gute Nachricht. Es ist keine endgültige Entwarnung, aber ein willkommener Zwischenschritt: die Speicher füllen sich, und das spürt man — nicht nur in Zahlen, sondern auch in der Atmosphäre der Insel.
Blick nach vorn: Sollte sich die nasse Phase fortsetzen, festigt sich die Lage weiter. Bis dahin bleibt es sinnvoll, die lokalen Wasservorräte klug zu nutzen und kleine Gewohnheiten anzupassen, damit Mallorca von diesen Regen- und Schneefällen langfristig profitiert.
Häufige Fragen
Wie voll sind die Stauseen auf Mallorca aktuell?
Hat der Regen auf Mallorca die Wassersituation wirklich verbessert?
Kann man auf Mallorca im Frühjahr schon gut baden?
Wann ist die beste Reisezeit für Mallorca, wenn es nicht zu heiß sein soll?
Was sollte man für eine Reise nach Mallorca bei wechselhaftem Wetter einpacken?
Wo liegen Gorg Blau und Cúber auf Mallorca?
Warum sind die Stauseen Gorg Blau und Cúber für Mallorca so wichtig?
Gilt auf Mallorca trotz voller Stauseen noch Wassersparen?
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