
Zurück im Regal: Die Doppelkorb-Heißluftfritteuse bei Lidl – was Mallorcas Käufer wissen sollten
Ab 22. September bietet Lidl auf Mallorca wieder die Doppelkorb-Heißluftfritteuse an. Gute Ausstattung, begrenzte Stückzahlen – und eine Frage, die hier oft zu hören ist: Muss man wirklich morgens in der Schlange stehen?
Neuer Aktionsstart, alte Szenen: Warum alle hinschauen
Am Sonntag, 22. September legt Lidl auf der Insel wieder die beliebte Heißluftfritteuse mit zwei getrennten Garbereichen ins Regal. Das Angebot läuft bis zum 28. September, Preis: 74,99 Euro. Schon die Ankündigung weckt morgendliche Mobilmachung: vor manchen Läden in Palma, Son Ferriol oder an touristischen Hotspots hört man an Aktionstagen das typische Rascheln von Einkaufstaschen, das Klappern von Einkaufswagen und manchmal das entfernte Krächzen der Möwen über den Parkplätzen.
Was das Gerät wirklich bietet
Kurz gefasst: zwei Körbe mit je etwa 4,35 Litern – zusammen rund 8,7 Liter. Die Nennleistung liegt bei 2.600 W, dazu ein Touchscreen und ein retro-cremefarbenes Gehäuse, das sich angenehm in viele Küchen einfügt. 11 voreingestellte Programme (von Vorheizen über Pommes, Hähnchen, Steak bis Kuchen und Auftauen) machen das Gerät vielseitig – für Familien oder Leute, die gern vorkochen, ist das praktisch. Und ja: im Vergleich zum klassischen Frittieren in Öl spart man Fett, was an warmen Abenden auf Mallorca vielen entgegenkommt. Weitere Informationen dazu findet man in unserem Artikel Frito Mallorquín: Das bodenständige Herz der Insel.
Die unbequeme Frage: Warum bilden sich Warteschlangen?
Die Antwort ist simpel, aber vielschichtig: limitierte Stückzahlen plus hohe Sichtbarkeit. Lidl-Aktionen sind auf der Insel seit Jahren ein Selbstläufer. Die Kombination aus niedrigem Preis, praktischer Größe und ansprechendem Design sorgt dafür, dass nicht nur Einheimische, sondern auch Feriengäste aufspringen. Vor Filialen sieht man dann Menschen, die sich morgens vor Öffnung aufstellen – an sonnigen Tagen mit Cappuccino in einer Thermoskanne oder aufgeregten Whatsapp-Gruppen, die nach „wer hat noch eine?“ fragen. Siehe auch unseren Artikel über Wenn die Supermarktkasse weh tut.
Kritischer Blick: Was in der Diskussion oft fehlt
Die Bilder von Schlangen sind zwar harmlos, legen aber auch Probleme frei, die seltener erwähnt werden: Parkdruck in Wohngebieten, zusätzliche Belastung mancher Filialen, und die Tatsache, dass viele Aktionskäufe impulsiv sind. Kaufst du die Fritteuse, weil sie günstiger ist, aber du sie selten nutzt? Diese Frage betrifft nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Ressourcen – Herstellung, Transport und am Ende möglicherweise ein Gerät im Keller oder auf dem Flohmarkt. Auch die Diskussion über nachhaltigen Konsum wird selten geführt. Wie im Artikel Wenn die Kühltheke das Menü stiehlt erwähnt, können übermäßige Käufe die Angebote von Supermärkten unter Druck setzen.
Außerdem: Aktionsware bringt zusätzlichen Andrang an Tagen, an denen ohnehin viel los ist – Samstage, Sonntage nach dem Strand. Das wirkt sich auf ältere Anwohner und Leute aus, die regulär einkaufen müssen. Ebenso selten diskutiert wird die Stromfrage: 2.600 W sind kein Spielzeug. Wer jeden Abend lange frittiert, sollte den Verbrauch im Blick behalten, gerade wenn man in einer Mietwohnung mit begrenzten Leitungen kocht.
Konkrete Chancen und Lösungen für Mallorca
Statt sich nur über Schlangen zu ärgern, lassen sich praktische Wege finden, die allen helfen. Einige Vorschläge aus dem Alltag der Insel:
1. Digital vorplanen: App und Prospekt prüfen – Filialen geben manchmal Hinweise auf begrenzte Mengen oder Nachlieferungen. Ein Anruf beim Markt kann klären, ob nachgelegt wird.
2. Treff- und Tauschbörsen nutzen: Lokale Nachbarschaftsgruppen (Online- oder Nachbarschaftsplattformen) können helfen: Wer zwei kauft, um Freunden ein Gerät mitzubringen, oder Geräte tauscht, vermeidet unnötige Anschaffungen.
3. Bewusster Konsum: Fragen Sie sich vorher: Brauche ich zwei Körbe wirklich? Reichen Alternativen — kleinere Heißluftfritteuse, Backofen oder sogar gemeinsames Nutzen mit der Familie — aus?
4. Händlerdialog: Auf kommunaler Ebene ließe sich mit Handelsketten über geregelte Ausgabemodalitäten sprechen — etwa Coupon-Systeme, begrenzte Reservierungen oder gestaffelte Ausgabestunden für besonders gefragte Aktionsware.
Praktische Tipps für Käufer auf der Insel
Wer sich trotzdem aufmacht: nimm eine Einkaufstasche mit, plane Parkzeit ein (Son Ferriol ist an Aktionstagen eng), und komm früh – an manchen Filialen bilden sich Schlangen schon um 8:00 Uhr. Verlass dich nicht ausschließlich auf Nachlieferungen, manche Märkte legen zwar mittags nach, andere nicht. Und: prüfe Rückgabebedingungen und Garantie, bevor du den Kassenbon wegwirfst.
Fazit: Die Doppelkorb-Heißluftfritteuse ist ein solides Angebot: funktional, schön designt und zum moderaten Preis. Gleichzeitig ist die Aktion ein kleines Spiegelbild größerer Fragen auf Mallorca – wie wir einkaufen, welche Prioritäten wir setzen und wie Handel und Gemeinde besser zusammenarbeiten könnten. Wer sie braucht, freut sich; wer nur der Schnäppchenjagd folgt, sollte kurz innehalten und überlegen, ob das Gerät wirklich in die Küche gehört oder auf den nächsten Secondhand-Markt wartet. Siehe auch unseren Artikel über Festessen ohne Stress.
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