Nächtlicher Zug und wartender EMT-Nachtbus auf Mallorca zu Weihnachten.

Nachtfahren an Weihnachten: Mehr Züge und Busse sollen für sichere Heimwege sorgen

Zum Heiligen Abend und an Silvester gibt es auf Mallorca zusätzliche Nachtverbindungen: Züge zwischen Palma und Sa Pobla/Manacor fahren bis 5 Uhr, der EMT-Nachtbus N1 hält alle 15 Minuten. Das Ziel: sichere Heimfahrten und weniger Alkoholfahrten im Auto.

Nachtfahren an Weihnachten: Mehr Züge und Busse sollen für sichere Heimwege sorgen

Nachtfahren an Weihnachten: Mehr Züge und Busse sollen für sichere Heimwege sorgen

Wie tragen die zusätzlichen Nachtverbindungen zur Sicherheit bei?

Wenn die Kirchenglocken in Palma verklingen und die Lichterketten in der Passeig des Born langsam erlöschen, beginnt für manche der Weg nach Hause erst richtig. In diesen Nächten setzt die Insel auf mehr öffentliche Verbindungen: Auf Mallorca fahren an Heiligabend und in der Silvesternacht zusätzliche Züge und Busse, damit Menschen sicher heimkommen – ohne auf das eigene Auto angewiesen zu sein.

Die Züge zwischen Palma und Sa Pobla sowie zwischen Palma und Manacor sind in den Nächten besonders lang unterwegs. Statt früh Feierabend zu machen, rollen die Züge nach Mitternacht weiter und halten planmäßig bis etwa 5:00 Uhr morgens. Für die Tage 25. und 26. Dezember gilt danach wieder der gewohnte Feiertagsfahrplan, sodass Pendler und Ausflügler am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht vor verschlossenen Stationstüren stehen.

Auch der städtische Nachtverkehr der EMT wird enger getaktet. Die Linie N1, die entlang der beliebten Küstenabschnitte von Portopí bis Porta des Camp verkehrt, fährt in der Nacht alle 15 Minuten und startet ihren durchgehenden Rhythmus ab etwa 1:15 Uhr. Das gibt jenen, die in Restaurants, Bars oder bei Familienfeiern Zeit verloren haben, ausreichend Gelegenheiten für die Rückfahrt. In der Silvesternacht kommt noch ein weiterer Sonderverkehr hinzu: Ein spezieller Nachtbus verbindet s’Arenal mit der Plaça de la Reina und verkehrt stündlich bis in den frühen Morgen hinein, bis etwa 7:10 Uhr.

Hinter diesen zusätzlichen Kursen steht mehr als nur ein logistisches Detail: Es ist ein praktischer Beitrag zur Verkehrssicherheit. Auf Mallorcas Straßen sind die engen Gassen in Innenstädten und die kurvigen Verbindungsstraßen in den Dörfern schon an normalen Wochenenden Herausforderung genug. Wenn an Festtagen Alkohol im Spiel ist, steigt das Risiko. Durch erweiterte Angebote wollen die Verkehrsbetriebe ein einfaches Angebot schaffen, damit Menschen ohne Stress, ohne Parkplatzsuche und ohne Gefahr nach Hause kommen.

Ich habe an einer dieser Nächte Leute beobachtet, wie sie am Hafen von Palma aus den letzten Zug nach Sa Pobla erreichen wollten: Eine Gruppe junger Erwachsener, zwei ältere Ehepaare nach einem späten Essen im Santa Catalina, eine alleinerziehende Mutter, die ihren Laptop in der Tasche hatte und müde aber erleichtert aussah, weil die Verbindung passte. Die Stimmung war gedämpft, aber freundlich; Taxistände blieben leerer als sonst, weil viele die Nachtverbindungen nutzten.

Für alle, die die zusätzlichen Verbindungen nutzen wollen, ein paar praktische Hinweise: Plant eure Rückfahrt grob im Voraus, prüft die Abfahrtszeiten an den Haltestellen oder auf den offiziellen Anzeigetafeln und denkt an die letzte „Meile“ vom Bus- oder Bahnhof zu eurer Tür. Manchmal lohnt es sich, den Fußweg ein Stück zusammen mit anderen zu gehen oder einen Treffpunkt wie die Plaça Major oder den Passeig Mallorca zu wählen. Und wer spät ankommt, sollte eine Tasche mit einer Ersatzjacke oder einem kleinen Erste-Hilfe-Set dabeihaben – die Nächte können in der Tramuntana frischer werden als gedacht.

Solche zusätzlichen Takte sind kein Allheilmittel, aber sie sind ein praktischer Schritt: weniger Autos, weniger Stress für die Anwohner, weniger Parkplatzchaos und – im besten Fall – weniger Unfälle. Wer zu Fuß durch die beleuchteten Straßen geht und sieht, wie die Busse fahren und die Züge ankommen, merkt schnell: Die Insel versucht, Sicherheit und Lebensfreude zu verbinden.

Und wenn die nächste Feier naht: Überlegt kurz, ob ihr das Auto stehen lasst. Nutzt die zusätzlichen Nachtverbindungen, fragt bei der Familie nach einer Mitfahrgelegenheit oder plant einen Treffpunkt. Ein einfacher Takt, eine 15-minütige Bussektion oder ein später Zug kann den Unterschied machen zwischen einer sorgenfreien Heimkehr und einer riskanten Fahrt. Frohe Weihnachten und eine sichere Rückkehr – die Insel fährt mit euch mit.

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