Nebel in Palma: Hafen verschwindet im Dunst – Sonne kehrt zurück

Nebel-Frühstück in Palma: Hafen verschwindet, doch die Sonne kommt zurück

Nebel-Frühstück in Palma: Hafen verschwindet, doch die Sonne kommt zurück

Am Montagmorgen hüllte dichter Nebel die Bucht von Palma ein, Schiffe waren kaum zu sehen. Nachmittags klart es auf — frühlingshafte Tage mit bis zu 22 °C stehen an, trotz nächtlichem Bodenfrost an einigen Stellen.

Nebel-Frühstück in Palma: Hafen verschwindet, doch die Sonne kommt zurück

Morgendunst legt sich über die Bucht, in der Nacht gab es stellenweise Bodenfrost

Wer am Montag früh am Passeig Mallorca oder am Moll Vell unterwegs war, nahm erst die Glocken von La Lonja und dann nur noch schemenhafte Silhouetten wahr: dichter Nebel hatte die ganze Bucht verschluckt, eine Stimmung wie in einem alten Seehafenfotoband. Fischer bochten noch in langsamen Schlägen mit ihren Booten, Möwen riefen, und aus den Cafés strömte der Duft von starkem Café con leche — alles wie gewohnt, aber weichgezeichnet durch den Dunst.

Der staatliche Wetterdienst AEMET veröffentlichte am Morgen eine Aufnahme, die zeigt, wie Fähren und Schiffe kaum mehr sichtbar waren. Solche Nebellagen entstehen bei klarer, kalter Luft in Bodennähe und feuchter Luft über dem Meer; sie sitzen gern in der Bucht von Palma, wenn die kalte Luft in der Nacht absinkt und am Morgen noch nicht weggezogen ist.

Auf der Insel traten die Dunstfelder nicht nur in Palma auf: vereinzelt sah man morgens ähnliche Schwaden in Tälern und Ebenen. Eine offizielle Nebelwarnung wurde nicht ausgegeben; die Warnstufe Gelb wird hier normalerweise eingeschaltet, wenn Sichtweiten unter etwa 400 Metern erwartet werden. Für Autofahrer hieß das: Acht geben beim Auffahren auf die Straße von Palma nach Llucmajor oder beim Verlassen der Stadt Richtung Hafen — langsam fahren, Licht an, Abstand halten.

Der Vormittag brachte noch ein anderes Detail: erneut registrierten Messstellen Bodenfrost. Am Kloster Lluc ging das Thermometer in Bodennähe auf rund 1 °C zurück, ebenso an der Universität von Palma; in Orten wie Campos, Calvià und Binissalem lagen die Werte bei etwa 3 °C. Das merkt man, wenn die Autoscheiben an windstillen Plätzen matt bleiben und die Gärten einen frostigen Hauch zeigen.

Gute Nachricht für alle, die keine langen Winterjacken mehr sehen wollen: die Nebelschwaden lösen sich im Verlauf des Vormittags weitgehend auf. Es baut sich sonniges, trockenes Wetter auf, und die Tageshöchstwerte klettern lokal bis auf circa 22 °C. Spaziergänge an der Promenade, ein später Cappuccino in Santa Catalina oder eine Runde auf dem Rad entlang der Bucht werden angenehmer sein als die kalten Morgenstunden.

Für die Hafenwirtschaft und Passagiere ist das Kurzspiel aus Dunst und Sonne oft kein Drama: Fähren verkehrten bei eingeschränkter Sicht langsamer, Lotsen und Hafenbehörde beobachten solche Lagen genau. Wer mit dem Boot unterwegs ist, lässt in solchen Stunden gern die Motoren schnaufen und genießt das langsame Entschwinden des Nebels — manchmal ist die Sicht, wenn sie kommt, besonders klar und sauber.

Die kommenden Tage bleiben freundlich. Die Insel bekommt einen ruhigen, frühlingshaften Takt: tagsüber trocken und mild, nachts stellenweise noch kühl. Das ist gut für Märkte und Terrassen, aber auch für die letzten Mandelblüten an geschützten Hängen — ein kleines Zwischenkonzert der Natur vor dem endgültigen Frühling.

Praktischer Tipp zum Schluss: Morgendliche Nebel können lokal sehr unterschiedlich ausfallen. Wer früh los muss, schaut kurz vor Fahrtantritt auf die AEMET-Karten oder prüft lokale Webcams; am späten Vormittag lohnt sich ein zweiter Blick — oft öffnet die Insel dann ein sonniges Gesicht, und die Sicht aufs Meer ist so klar wie nach einem guten Regenguss.

So wirkt Mallorca an einem solchen Tag: im Morgendunst geheimnisvoll, zur Mittagszeit schon wieder hell und einladend — ein kleines Schauspiel aus Nebel, Frost und Sonne, das viele hier gern mit einem Spaziergang oder einem Espresso belohnen.

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