Voller Strand mit Sonnenschirmen und Badenden auf Mallorca, Symbol für das Tourismus-Allzeithoch 2025.

Neues Tourismus-Allzeithoch für die Balearen — Mallorca vorn

Neues Tourismus-Allzeithoch für die Balearen — Mallorca vorn

Mehr als 19 Millionen Besucher kamen 2025 auf die Balearen, Mallorca bleibt mit 13,5 Millionen Gästen Spitzenreiter. Für die Inseln bedeutet das volle Strände, volle Märkte — und Chancen für die lokale Wirtschaft.

Balearen knacken 19-Millionen-Marke — Mallorca bleibt Zugpferd

Die Zahlen für 2025 liegen jetzt auf dem Tisch: Mehr als 19 Millionen Menschen haben vergangenes Jahr die Balearen besucht. Mallorca führt die Statistik an mit rund 13,5 Millionen Gästen, ein Plus von etwa 1,35 Prozent gegenüber 2024. Die kleine Nachbarinsel Menorca verzeichnet den stärksten Zuwachs: Plus 5,89 Prozent. Wachsende Anteile kommen aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland und Großbritannien; weniger Reisende kamen vom spanischen Festland.

Ein Morgenbild aus Palma: Sprache, Markt, Meer

Wer an einem Februarmorgen über den Mercat de l'Olivar schlendert, hört es sofort: Spanisch mischt sich mit Deutsch und Englisch. Auf dem Passeig des Born klirren Tassen, aus einem Café an der Plaça Major ruft die Servicekraft die Tagesempfehlung auf Mallorquí — und an der Playa de Palma riecht man die erste Brise Salzwasser, als stünde der Sommer schon an der Tür. Solche kleinen Szenen sagen mehr als Prozentzahlen: Tourismus ist hier nicht nur Statistik, sondern hör-, riech- und schmeckbar im Alltag.

Warum das gut für Mallorca ist

Volle Fähren, ausgebuchte Ferienwohnungen und laufende Hotelküchen bedeuten Arbeit für Köche, Zimmermädchen, Busfahrer und lokale Handwerker. Für viele Familienbetriebe auf der Insel, vom Fischrestaurant in Port de Sóller bis zur kleinen Bäckerei in Inca, ist diese Nachfrage das Rückgrat des Jahres. Mehr internationale Gäste öffnen zudem Märkte für regional produzierte Weine, Olivenöle und Kunsthandwerk: Wenn Besucher aus Großbritannien und Deutschland an den Wochenmarkt kommen, landet mallorquinischer Käse öfter im Koffer als noch vor ein paar Jahren.

Positive Wirkung spüren — und bewahren

Ein erhöhtes Gästeaufkommen ist kein Freifahrtschein für Übernutzung. Vielmehr bietet es die Chance, Qualität und Diversität zu stärken: Hotels, die auch im Frühjahr öffnen; Veranstalter, die maßgeschneiderte Ausflüge ins Serra-de-Tramuntana-Gebirge anbieten; kleine Produzenten, die ihre Produkte direkt auf Märkten und in Kooperativen verkaufen. Für Einheimische heißt das: stabile Einkommen und mehr Angebot vor der Tür — vom Yoga-Studio in Santa Catalina bis zum Bootsverleih in Port d'Alcúdia.

Auskünfte und Ausblick

Die Zahlen zeigen ein insgesamt gesundes Wachstum. Für die Inseln bedeutet das Planungsspielraum: bessere Verbindungen zwischen Ortschaften, Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und in saisonverlängernde Angebote sind jetzt realistischer. Ganz praktisch heißt das: mehr Busverbindungen am Abend, stärkere Bewerbung kultureller Events in der Nebensaison und eine bessere Vernetzung von Landwirten mit Restaurants.

Ein kleiner Aufruf an Gäste und Gastgeber

Wenn Sie das nächste Mal kommen: Probieren Sie die Pa amb oli beim Marktstand an der Plaça del Mercat; nehmen Sie den Bus statt das Auto auf einer kurzen Strecke; bleiben Sie einen Tag länger in einem Dorf und zahlen Sie damit direkt in die lokale Wirtschaft ein. Das sind einfache Gesten, die dem Erfolg der Inseln eine nachhaltige Basis geben.

Fazit: Mehr als 19 Millionen Besucher 2025 zeigen, dass die Balearen weiter attraktiv sind — und Mallorca fest an der Spitze bleibt. Die Herausforderung ist, diese Nachfrage so zu nutzen, dass sie Einkommen schafft, lokale Angebote stärkt und das Gefühl bewahrt, das viele hier suchen: das echte Inselleben, das man morgens auf dem Markt hören kann.

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