
Palma bekommt einen Park zum Ankommen: Tirador wird grüner — und ein Café kommt dazu
Palma bekommt einen Park zum Ankommen: Tirador wird grüner — und ein Café kommt dazu
Ein neues Grünprojekt in Es Fortí/Camí de Jesús verwandelt die alte Voltadora in einen Stadtpark mit Erlebniswald, Brücken zum Canodromo und einer kleinen Bar. Gute Nachricht für Anwohner und kurze Wege ins Grüne.
Palma bekommt einen Park zum Ankommen: Tirador wird grüner — und ein Café kommt dazu
Vom alten Rennoval zur Nachbarschaftsoase: Waldpflege, Denkmalpflege und eine Bar im Grünen
Wer in Es Fortí oder in der Gegend um Camí de Jesús morgens den Hund ausführt, hat ihn vielleicht schon gesehen: ein verwildertes Areal mit Überresten einer alten Radrennbahn, ein Stück Stadt, das auf eine zweite Chance wartet. Jetzt hat die Stadt zusammen mit Nachbarschaftsvereinen und Fachleuten einen klaren Plan: Aus dem Gelände wird ein kommunaler Park mit zwei klar getrennten Bereichen, Verbindungsbrücken und sogar einer kleinen Bar samt Toiletten — alles Teil des Sanierungsprojekts „La Falca Verde“.
Das Projekt will zwei Zonen schaffen: einen Bereich rund um die ehemalige Bahn, der als Erlebniswald gedacht ist, und einen renaturierten Waldteil. Im Bahnbereich soll die historische Spur der „Voltadora“, der alten Radrennbahn, sichtbar bleiben. Das dazugehörige Chalet oder der Pavillon, von dem aus früher Zuschauer die Rennen verfolgt haben, soll in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild mit Säulen und Struktur wiederhergestellt werden — allerdings ohne Zäune, wie es in den Plänen vorgesehen ist.
Bei einer Ortsbesichtigung, an der Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, das Projektteam sowie Mitglieder des Nachbarschaftsvereins teilnahmen, erläuterten Fachleute Details des Ausführungsplans. Die Rücksicht auf lokale Wertschätzung fällt auf: Nicht alles wird neu überpflastert oder betoniert, vielmehr soll der bewaldete Bereich erhalten und gepflegt werden. Das ist eine vorsichtige, fast altmodische Art, Stadtraum zu reparieren: nicht großflächig ersetzen, sondern nachbessern und zugänglich machen.
Praktisch wird es auch: Geplant sind zwei Fußgängerbrücken, die den neuen Tirador-Park mit dem angrenzenden Park Canodromo (ehemalige Hunderennbahn) verbinden. Für Eltern ist wichtig, dass ein Spielbereich für Kinder vorgesehen ist; Kulturinteressierte freuen sich über einen Raum für soziokulturelle Aktivitäten, in dem Nachbarschaftsvereine und städtische Angebote Platz finden sollen. Und ja — im renaturierten Teil ist eine kleine Bar mit Toiletten eingeplant, ein Ort, an dem man nach dem Spaziergang kurz sitzen kann. Eine solche Mischung aus Erholung, Kultur und ein bisschen Service macht städtische Parks in Palma zu Treffpunkten, nicht nur zu grünen Flächen.
Weniger idyllisch, aber real: Während der Begehung war Polizeipräsenz nötig, weil sich in dem Gebäude Menschen aufhalten. Das Thema Wohnungslosigkeit und Besetzungen gehört in Stadterneuerungsprojekten leider oft mit dazu. Gut ist, dass die Beteiligten das nicht ausblenden, sondern die Situation zur Kenntnis nehmen und planen, wie ein sicherer, offener Raum entstehen kann.
Für die Nachbarschaft liegt der Nutzen auf der Hand. Wer nur drei Minuten vom Zentrum entfernt wohnt, gewinnt nicht nur Grün, sondern auch Möglichkeiten für Nachbarschaftsleben: Konzerte unter Bäumen, Tanzabende, ein Vormittagscafé für Senioren, Kindergeburtstage oder Workshops, die lokale Schulen mit einbeziehen. Solche kleinen Alltagsmomente — das Lachen von Kindern auf dem Spielplatz, das Klacken von Kaffeetassen auf dem Bar-Tresen, das Rascheln der Kiefern — machen ein Viertel lebenswert.
Was das Projekt außerdem sympathisch macht: Es entstand in einem partizipativen Prozess, an dem auch Denkmalschutzorganisationen beteiligt waren. Einige der damals eingebrachten Vorschläge fanden Eingang in den Ausführungsplan, etwa die Schonung des Baumbestands und der Erhalt der historischen Identität des Geländes. Das ist nicht nur nett fürs Auge, sondern nützlich für das Mikroklima der Stadt — mehr Schatten, weniger Hitzeinseln im Sommer.
Ein Blick nach vorne: Damit der Park wirklich ein Gewinn für alle wird, ist Pflege wichtiger als pompöse Eröffnungstage. Praktische Ideen könnten sein: regelmäßige Pflanztage mit Schulen, ein einfacher Pachtvertrag für die Bar mit sozialer Komponente (Jobchancen für Anwohner), eine wechselnde Wochenendnutzung der soziokulturellen Fläche für lokale Initiativen und dezente Beleuchtung, die nachts Rücksicht auf Tiere und Nachbarn nimmt. Solche kleinen Schritte halten den Ort lebendig ohne ihn zu überfrachten.
Am Ende ist es vor allem das Naheliegende, das zählt: Mehr Grün, kurze Wege, gemeinsame Nutzung. Wer an einem Freitagabend über den Camí de Jesús geht und die Stimmen aus dem Casal de Barri hört, wird merken, dass ein Park wie dieser die Zutaten für nachbarschaftliche Mischung liefert. Nicht laut, nicht spektakulär, aber nützlich — und genau das ist gute Stadtplanung für Palma.
Ausblick: Wenn die Bäume gepflegt werden, das Pavillon seine Säulen zurückbekommt und die Brücken die Wege kurz halten, kann der neue Tirador-Park ein Ort werden, an dem man gern eine Pause einlegt. Für Anwohner, für Schüler aus der Umgebung, für jemanden, der gerade einen Kaffee braucht — und ja, auch für Besucher, die Palma ein bisschen grüner erleben wollen.
Häufige Fragen
Welche Reisezeit empfiehlt sich für Palma, um den Tirador-Park entspannt zu erleben?
Was bietet der neue Tirador-Park konkret für Besucher?
Wie kommt man am besten von Palma-Stadtzentrum zum Tirador-Park?
Welche nachhaltigen Ansätze verfolgt das Projekt Tirador?
Welche Möglichkeiten für Veranstaltungen oder gemeinschaftliche Aktivitäten entstehen im Park?
Wie wird Sicherheit und Nutzung durch verschiedene Gruppen berücksichtigt?
Welche Rolle spielen Denkmalschutz und historische Elemente im Projekt Tirador?
Was bedeutet die Verbindung zwischen Tirador-Park und Canodromo-Park für Palma?
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