
„Phantom der Oper“ erstmals live im Auditorium: Palma bekommt ein großes Musical
„Phantom der Oper“ erstmals live im Auditorium: Palma bekommt ein großes Musical
Vom 27. Februar bis 8. März zieht Andrew Lloyd Webbers Klassiker ins Auditorium Palma ein. Eine große Produktion, internationale Besetzung und ein Kulturereignis, das der Stadt während der Vorsaison Leben einhaucht.
„Phantom der Oper“ erstmals live im Auditorium: Palma bekommt ein großes Musical
Vom 27. Februar bis 8. März – West-End-Glanz trifft mediterrane Bühne
Wenn man an einem späten Februarabend die Passeig Mallorca entlangschlendert, riecht man oft schon vom Hafen her die Mischung aus Kaffee, Meer und nassem Asphalt. Diesmal mischt sich auch ein Hauch von Lampenfieber dazu: Vom 27. Februar bis zum 8. März steht im Auditorium Palma Andrew Lloyd Webbers Musicalklassiker „Das Phantom der Oper“ auf dem Spielplan – zum ersten Mal in dieser Produktion in Palma.
Die Besetzung bringt bekannte Gesichter mit: Daniel Diges schlüpft in die Rolle des Erik, das rätselhafte Phantom, und Ana San Martín verkörpert Christine Daaé. Rubén López steht als Rivale bereit. Die Musik, die viele noch aus dem Radio oder aus Filmausschnitten kennen, wird in der Halle live erklingen – Balladen und dramatische Nummern, die die Stimmung einer alten Pariser Oper nach Mallorca tragen.
Wer hier wohnt, spürt die kleine, aber feine Aufregung. Vor dem Auditorio sieht man am Nachmittag Menschen mit Programmheften, Paare im mittleren Alter, Studentengruppen, die sich unterhalten, und ein paar Touristinnen, die sich vom Abendprogramm überraschen lassen. Die Cafés in der Umgebung füllen sich früher als sonst; Kellner tragen Tabletts durch die Gassen, Taxifahrer planen Schichten rund um die Vorstellungen.
Warum das gut ist für die Insel? Ein Stück dieser Größenordnung zieht Publikum an, das normalerweise vielleicht noch nicht an Palma als Musical-Station gedacht hätte. Hotels und Restaurants profitieren von zusätzlichen Abenden in der Vorsaison, Künstlerinnen und Techniker finden temporäre Arbeit, und Lokalpatinnen können ein großes, professionell produziertes Stück vor ihrer Haustür erleben, ohne nach Barcelona oder Madrid fahren zu müssen.
Die Geschichte selbst hat eine lange Reise hinter sich: Ursprünglich basiert das Werk auf einer frühen französischen Vorlage, später machte es Andrew Lloyd Webber zu einem weltweiten Bühnenerfolg. Statistiken zur weltweiten Reichweite nennen hohe Zuschauerzahlen und viele Städte, in denen das Musical gastierte – ein Hinweis darauf, wie sehr das Stück Publikumserwartungen trifft. Auf der Bühne in Palma wird die Produktion die bekannten Motive aufnehmen und sie in eine Atmosphäre übersetzen, die hier am Mittelmeer eine eigene Färbung bekommen dürfte.
Für Musikerinnen und Schauspieler aus der Region ist das Aufeinandertreffen mit einer internationalen Inszenierung oft nützlich: Workshops und Begegnungen am Rande, technische Kooperationen im Backstage-Bereich und das einfache Beobachten einer großen Produktion liefern Lernstoff, der sonst nur schwer zugänglich ist. Außerdem bringt es jungen Theaterfans neue Impulse: Wenn Kinder und Jugendliche nach einer Show in der Calle de Sant Miquel nachspielen, dann ist das ein kleines kulturelles Echo, das bleibt.
Praktisch gilt: Wer Karten will, sollte nicht zu lange zögern, denn ein bekanntes Musical füllt Säle schnell. Vor dem Auditorio lohnt sich das frühe Dasein: Sonnenuntergang über der Kathedrale, das letzte Tram unter dem Passeig, der Klang von Stimmen, die noch einmal die Melodien summen. Die Vorstellung ist ein Anlass, die Stadt abends zu erleben, ein Stück Kultur als gemeinsamer Treffpunkt.
Und wer noch unschlüssig ist: Ein Abend mit großem Orchester, kräftigen Stimmen und einer opulenten Szene kann überraschend viel Freude bringen – auch denen, die sonst selten zum Musical gehen. Für Palma ist es ein kleines kulturelles Fest in der Vorsaison, ein Moment, in dem die Insel zeigt, dass sie mehr bietet als Sonne und Strand: Sie hat Bühnen, Menschen mit Hunger nach Musik und Räume, in denen Geschichten laut und lebendig erzählt werden.
Nach dem Vorhang fällt das Leben auf Mallorca weiter: Die Straßenlaternen leuchten, Taxis rollen ab, und irgendwo in einem Lokal wird noch lange über die Szene diskutiert. Das ist der schönste Teil solcher Abende – das Gespräch, die Auseinandersetzung, das Weiterträllern der Melodien auf dem Heimweg.
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