PSOE proposes partial tunnelling of Ma-20 in Palma - feasibility study launched

PSOE will Teile der Ma-20 vergraben: Mehr als Tunnels?

PSOE will Teile der Ma-20 vergraben: Mehr als Tunnels?

Der Inselrat hat eine Machbarkeitsstudie beschlossen: Die PSOE schlägt vor, Palma entlang der Vía de Cintura (Ma-20 über längere Abschnitte zu untertunneln und über den Röhren begrünte Verbindungen zwischen Son Gotleu, Nou Llevant und La Soledat zu schaffen. Ein Reality-Check.

PSOE will Teile der Ma-20 vergraben: Mehr als Tunnels?

Ringautobahn, begrünte Dächer und Nachbarschaftsbrücken – der Inselrat hat eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht

Leitfrage: Kann das Untertunneln ganzer Abschnitte der Vía de Cintura (Ma-20) tatsächlich Stadtteile verbinden, ohne Verkehrsprobleme an anderer Stelle zu verschärfen?

Gestern stimmte der Inselrat mit großer Mehrheit für eine Machbarkeitsstudie zu einem Vorschlag der PSOE: Längere Abschnitte der Ma-20 sollen unter die Erde verlegt werden. Auf den geplanten Tunnelabschnitten sollen begrünte Flächen, Parks, Fuß- und Radwege entstehen, die die Viertel Son Gotleu, Nou Llevant und La Soledat besser miteinander verbinden sollen. Das sind die Grunddaten, mehr nicht – der Rest liegt jetzt in der Analyse.

Kritische Analyse: Die Idee hat Charme. Straßen in Tunnel zu verlagern und oben Grün zu schaffen klingt wie ein sofortiges Heilmittel gegen Lärm, Abgase und Zerschneidung. Die Kehrseite bleibt aber bisher unzureichend besprochen: Woher kommen die Umleitungsrouten während der Bauarbeiten? Wie lange müssten Hauptverkehrsachsen eingeschränkt werden, und wer zahlt die Zusatzkosten für Infrastruktur, Belüftung und Sicherheitsanlagen von Tunneln? Eine Machbarkeitsstudie kann diese Fragen klären, aber in der öffentlichen Debatte standen bisher vor allem die Bildideen – mehr Park, weniger Straße.

Was im Diskurs fehlt: Drei Punkte. Erstens: konkrete Szenarien für die Bauphasen. Ein mehrjähriger Tunnelbau in einer lebendigen Stadt wie Palma wird die tägliche Mobilität spürbar verändern. Zweitens: eine Kosten-Nutzen-Betrachtung, die nicht nur ästhetische Gewinne misst, sondern auch Auswirkungen auf Pendelzeiten, Emissionen während der Bauphase und die lokale Wirtschaft. Drittens: ein klares Beteiligungsverfahren für die Anwohnerinnen und Anwohner aus Son Gotleu, Nou Llevant und La Soledat. Planung ohne echte Nachbarschaftsbeteiligung endet oft in Kompromissen, die weder den Verkehr noch den sozialen Zusammenhalt verbessern.

Alltagsbild aus Palma: An einem Dienstagmorgen am Rande der Ma-20 höre ich zuerst das vertraute Dröhnen der Lkw, dann das Piepen eines Busses, der an der Haltestelle hält. Auf einem Kiosk neben der Fahrbahn rufen Verkäuferinnen „bona dia“, der Kaffee dampft, und Radfahrer versuchen, zwischen parkenden Autos und der Schnellstraße hinwegzukommen. Für viele Menschen vor Ort ist die Ringautobahn keine abstrakte Planung: Sie ist Lärm in den Fenstern, Staub auf den Balkonen und ein Hindernis auf dem Schulweg der Kinder.

Konkrete Lösungsansätze, die die Studie berücksichtigen sollte:

1) Phasenbautrategie mit klaren Ausweichrouten: Bauabschnitte zeitlich staffeln, damit nicht mehrere Knotenpunkte gleichzeitig leiden. Provisorische Umleitungen müssen mit Verkehrsmanagement und zusätzlichen Busspuren verknüpft werden, damit der Autoverkehr nicht in die Innenstädte ausweicht.

2) Verkehrliche Kompensation: Parallelinvestitionen in ÖPNV (Taktverdichtung, neue Buslinien, Haltestellenoptimierung) und sichere Radverbindungen schaffen Anreize, das Auto zu meiden – besonders während der Bauzeit.

3) Lärmschutz, Luftmessstellen und Gesundheitsschutz: Langfristige Messprogramme rund um die Ma-20 schon in der Bauphase installieren, um Effekte auf Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu finanzieren.

4) Soziale Maßnahmen: Unterstützung für Gewerbetreibende entlang der Route, Zugangsregelungen für Anwohner, transparente Entschädigungsmechanismen, wenn Zufahrten eingeschränkt werden.

5) Finanzierungsmix: Mögliche Mittel sollten regional, staatlich und europäisch geprüft werden; auch Public-Private-Partnerschaften sind denkbar, müssen aber an klare Auflagen zur sozialen Verträglichkeit gebunden werden.

6) Mehrwerträume statt reiner Grünflächen: Die geplanten Dachflächen sollten nicht nur Rasen sein. Multifunktionale Räume mit Spielplätzen, urbanem Gemüseanbau und kleinen Mobiliäroasen schaffen echte Verbindungen zwischen Vierteln, statt nur ein symbolisches Band über eine Autobahn zu legen.

Warum das wichtig ist: Die Ma-20 zerschneidet Stadtquartiere seit Jahrzehnten. Eine bloße ästhetische Aufwertung reicht nicht, wenn die Verkehrsströme an anderer Stelle neue Belastungen erzeugen. Gute Planung müsste Verkehrstechnik, Sozialpolitik und städtebauliche Visionen zusammenbringen.

Was die Studie liefern muss, damit das Projekt glaubwürdig wird:

- Zeitpläne mit realistischen Bauzeiträumen und Belastungsprognosen für Anwohner.
- Szenarien für Verkehrsentlastung und -verlagerung.
- Konkrete Beteiligungsformen für Anwohnerinnen und lokale Unternehmen.
- Maßnahmenkatalog für Umwelt- und Gesundheitsschutz während und nach dem Bau.

Pointiertes Fazit: Der Beschluss zur Machbarkeitsstudie ist ein notwendiger erster Schritt, kein Ja zur Komplettvergrabung der Ma-20. Wer in Palma auf bessere Verbindungen zwischen Son Gotleu, Nou Llevant und La Soledat hofft, sollte darauf drängen, dass die Studie nicht nur Architektenentwürfe liefert, sondern belastbare Antworten auf Baufolgen, Mobilitätsverlagerung und soziale Folgen. Und ein letzter, banaler Wunsch an die Planer: Bevor großflächig Gras gesät wird, sollten Bus und Rad sicher fahren können – sonst bleibt über dem Tunnel nur ein hübsches Band, das unter dem Asphalt weiterstaut.

Häufige Fragen

Warum will Mallorca Teile der Ma-20 unter die Erde verlegen?

Die Idee dahinter ist, die Ringautobahn in Palma an einzelnen Stellen zurückzubauen und so Lärm, Abgase und die Trennung zwischen den Vierteln zu verringern. Über den künftigen Tunnelabschnitten könnten Grünflächen, Fußwege und Radwege entstehen. Ob das im Alltag wirklich hilft, soll jetzt eine Machbarkeitsstudie klären.

Wie könnte sich der Umbau der Ma-20 auf den Verkehr in Palma auswirken?

Während der Bauzeit dürfte sich der Verkehr in Palma spürbar verändern, weil einzelne Achsen eingeschränkt und Umleitungen nötig werden. Besonders wichtig ist, dass Ausweichverkehr nicht einfach in Wohnstraßen oder ins Zentrum gedrückt wird. Deshalb müssten Verkehrslenkung, Busangebote und sichere Alternativen von Anfang an mitgedacht werden.

Lohnt sich Mallorca als Reiseziel, wenn man viel draußen unterwegs sein will?

Mallorca eignet sich sehr gut für Menschen, die gern zu Fuß, mit dem Rad oder einfach draußen unterwegs sind. Gerade in Palma und in den Stadtvierteln rund um die Ma-20 zeigt sich aber auch, wie wichtig sichere Wege, weniger Lärm und bessere Verbindungen sind. Für Reisende macht das die Insel vor allem dann angenehm, wenn Mobilität und Aufenthaltsqualität zusammenpassen.

Was soll auf den begrünten Flächen über der Ma-20 entstehen?

Geplant sind nicht nur einfache Grünstreifen, sondern Flächen, die mehrere Funktionen erfüllen können. Im Gespräch sind Parks, Fuß- und Radwege sowie Bereiche, die die umliegenden Viertel besser miteinander verbinden. Ob daraus wirklich nutzbare Stadträume werden, hängt stark von der weiteren Planung ab.

Wie lange könnte ein Tunnelbau an der Ma-20 dauern?

Ein Tunnelbau in einem dicht genutzten Stadtgebiet wie Palma wäre voraussichtlich ein mehrjähriges Projekt. Die genaue Dauer hängt davon ab, wie viele Abschnitte verlegt werden und wie aufwendig Bau, Sicherheit und Verkehrsumleitung ausfallen. Entscheidend ist deshalb ein realistischer Zeitplan mit klaren Bauphasen.

Welche Stadtteile in Palma könnten von der Ma-20 profitieren?

Besonders im Blick stehen Son Gotleu, Nou Llevant und La Soledat, weil die Ma-20 diese Bereiche bisher stark trennt. Wenn die Straße dort teilweise unter die Erde verlegt würde, könnten Wege zwischen den Vierteln einfacher und angenehmer werden. Ob das im Alltag wirklich ankommt, hängt aber davon ab, wie die Übergänge und Zugänge geplant werden.

Wie können sich Anwohner in Palma gegen Verkehrsprojekte wie die Ma-20 einbringen?

Sinnvoll ist ein Verfahren mit echter Beteiligung, damit Anwohner und lokale Betriebe ihre Sorgen früh einbringen können. Gerade bei einem Projekt wie der Ma-20 geht es nicht nur um Architektur, sondern auch um Lärm, Zufahrten, Umleitungen und mögliche Belastungen im Alltag. Ohne Austausch entstehen oft Pläne, die an den Bedürfnissen vor Ort vorbeigehen.

Ist Mallorca auch im Frühling schon gut zum Baden?

Mallorca ist im Frühling oft schon angenehm für Strandtage, aber das Wasser kann je nach Zeitraum noch frisch sein. Wer baden möchte, sollte sich eher auf wechselhafte Bedingungen einstellen und nicht auf Hochsommerwetter vertrauen. Für viele Besucher ist die Jahreszeit trotzdem ideal, weil es milder ist und man Strände, Städte und Ausflüge entspannter kombinieren kann.

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