Renzo übergibt Almare an Neffen – Ovest al Mare startet in Ciudad Jardín

Renzo übergibt: Almare wird Ovest al Mare – Onkel zieht sich zurück, Neffe bringt Berliner Herz mit

Renzo übergibt: Almare wird Ovest al Mare – Onkel zieht sich zurück, Neffe bringt Berliner Herz mit

Nach fast drei Jahrzehnten übergibt Lorenzo „Renzo“ Fricchione sein Ciudad-Jardín-Lokal an Neffe Maurizio. Das Almare heißt künftig Ovest al Mare – und bleibt ein Treffpunkt am Meer.

Renzo gibt die Lakritzdose ab: Neues Kapitel für ein vertrautes Lokal in Ciudad Jardín

Ein Wirt zieht sich zurück, sein Neffe bringt Berliner Energie an die Terrasse

Die Morgensonne fällt durch die Fächerpalmen an der Passeig‑Kante von Ciudad Jardín, eine leichte Brise trägt den Geruch von Espresso und frisch gegrilltem Fisch über die Terrasse. Hier, wo Gäste ihre Aperitivos mit Blick auf die Hafenbucht bestellen, hat Lorenzo „Renzo“ Fricchione fast drei Jahrzehnte lang das Tempo bestimmt. Nun hängt der Mann aus Casamicciola einen Schlüssel an den Haken: Er geht in den Ruhestand.

Renzo ist ein Inselkind im doppelten Sinn. Geboren auf Ischia, hat er als Jugendlicher die Koffer gepackt und ist mit einer Tante nach Berlin gezogen. Seine Karriere in der Gastronomie begann in der deutschen Hauptstadt, mit Stationen, die ihm später den Ruf eines verlässlichen Wirtes einbrachten. Ende der 1990er Jahre führte ein gesundheitlicher Aufenthalt ihn nach Mallorca. Was als Kur begann, wurde ein Neuanfang: Nach einigen Monaten auf der Insel erholte er sich, setzte sich in Palma fest und öffnete in Ciudad Jardín das Restaurant, das viele hier schlicht als das Almare kennen.

Das Almare wurde schnell mehr als eine Adresse für gute Pasta und frischen Fisch. Es wurde ein Stück Nachbarschaft, ein Ort, an dem Stammgäste frühstücken, Paare den Feierabend feiern und Familien sonntags zusammensitzen. Renzo stand oft an der Theke, schenkte Spritz ein, kannte die Vorlieben und bestellte manchmal für Gäste schon bevor sie Platz genommen hatten. Seine Handschrift lässt sich auch in kleinen Gesten nachspüren: der Teller, der länger bleibt, wenn jemand reden muss, oder die Sardelle, die plötzlich zum Gesprächsstoff wird.

Die Leitung übernimmt nun sein Neffe Maurizio Fricchione. Der 52‑Jährige hat in Berlin mehrere Lokale geführt und ist in der Hauptstadt unter anderem mit einem italienischen Konzept im KaDeWe präsent. Dass Maurizio sich für Palma entscheidet, ist kein abruptes Abenteuer: Die Familie hat Wurzeln auf Ischia, sein Lebensweg verknüpft Inseln und Städte. Maurizio sagt, er wolle keinen Austausch im Eiltempo, sondern das Lokal sensibel weiterführen – mit klassischer italienischer Küche, gutem Fisch und einem Service, der Nähe schafft.

Mit dem Wechsel ändert sich auch der Name: Aus dem Almare wird das Ovest al Mare. Die Terrassenmöbel bleiben, die Lage bleibt, viele Gesichter auch. Und Renzo? Er bleibt Teil des Hauses, nicht als Küchenchef, sondern als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft. Man wird ihn weiter auf der Terrasse sehen, seine Ruhe und seine Geschichten, wenn der Abendwind vom Meer her kommt.

Für Ciudad Jardín und die Insel ist das mehr als ein Namensschildwechsel. Solche Übergänge sind Momente des Durchatmens: Bestehendes bleibt erhalten, neue Impulse kommen hinzu. Maurizios Pläne, zwischen Berlin und Palma zu pendeln, bringen einen Austausch von Gästen und Ideen – das kann helfen, die Saison zu strecken und mehr lokale Beschäftigung zu sichern. Gleichzeitig signalisiert die Entscheidung: Wer die Insel liebt, bringt seine Erfahrung gern mit ein und investiert in den Ort.

Wer in den nächsten Wochen an der Ecke vorbeiläuft, wird vertraute Szenen entdecken: Der Kellner, der die ersten Croissants aufträgt, die Flasche, die mittags geöffnet wird, und das Lachen am Nachbartisch. Das ist der Alltag, der hier zählt. Für viele Mallorquiner und Stammgäste aus Deutschland ist es eine gute Nachricht, weil ein Stück gelebte Gastlichkeit bleibt – nur unter neuer Führung.

Ein ruhiger Sommer liegt vor dem Ovest al Mare: frisches Gemüse von den Märkten, Fische von den Booten aus der Bucht und Rezepte, die von zwei Generationen getragen werden. Die Kombination aus Renzo‑Erfahrung und Maurizios Berliner Praxis verspricht eine Küche, die bodenständig bleibt und doch offen ist für neue Töne. Und wer weiß – vielleicht steht demnächst ein neuer Klassiker auf der Karte, den man bald ebenso leiden‑ und liebenswert finden wird wie die Gerichte, die das Almare bekannt gemacht haben.

Für Ciudad Jardín bedeutet der Wechsel vor allem Kontinuität mit Herz. Der Kaffee in der Früh schmeckt gleich, die Stühle quietschen auf dieselbe Weise und das Meer bleibt, wie es immer war: eine gute Adresse für die nächsten Geschichten.

Häufige Fragen

Wie warm ist es auf Mallorca im Sommer und was sollte man für die Reise einpacken?

Im mallorquinischen Sommer sind leichte Kleidung, Sonnenschutz und bequeme Schuhe fast immer die beste Wahl. Tagsüber kann es sehr warm werden, an der Küste sorgt die Brise aber oft für etwas Erleichterung. Wer abends länger draußen sitzt, sollte zusätzlich eine leichte Schicht für spätere Stunden dabeihaben.

Kann man in Mallorca gut im Meer baden oder essen gehen direkt an der Küste?

Ja, Mallorca ist dafür sehr beliebt: Viele Orte verbinden Strand, Promenade und Restaurants ganz selbstverständlich miteinander. Besonders an der Küste lässt sich ein Badetag gut mit einem Mittagessen oder Aperitif am Wasser verbinden. Wer es ruhiger mag, findet abseits der großen Strände oft entspanntere Plätze mit Blick aufs Meer.

Ist Ciudad Jardín in Palma ein guter Ort zum Essen gehen?

Ciudad Jardín gilt in Palma als entspannte Gegend für ein Essen mit Meerblick und ruhiger Atmosphäre. Viele Lokale setzen dort auf Fisch, italienische Küche und unkomplizierten Service, der auch Stammgäste anzieht. Gerade für einen ruhigen Abend oder ein spätes Frühstück ist das Viertel eine gute Wahl.

Was ist das Ovest al Mare in Palma für ein Restaurant?

Das Ovest al Mare ist ein Restaurant in Ciudad Jardín, das aus dem früheren Almare hervorgeht. Es steht für klassische italienische Küche, Fischgerichte und eine Terrasse mit Nähe zum Meer. Der Ort bleibt vertraut, bekommt aber mit neuer Führung einen frischen Impuls.

Wer übernimmt das frühere Almare in Ciudad Jardín auf Mallorca?

Die Leitung übernimmt Maurizio Fricchione, der Neffe des langjährigen Wirts Renzo. Er bringt Erfahrung aus Berlin mit und will das Lokal behutsam weiterführen. Geplant ist kein radikaler Neustart, sondern eine Weiterentwicklung mit italienischer Küche und persönlichem Service.

Wo kann man in Palma gut frühstücken mit Blick aufs Meer?

In Küstenvierteln wie Ciudad Jardín findet man in Palma Lokale, in denen Frühstück, Espresso und Meerblick zusammenkommen. Dort geht es meist ruhiger zu als in den zentralen Vierteln, was viele für einen entspannten Start in den Tag schätzen. Besonders angenehm ist das, wenn man länger sitzen und die Atmosphäre am Wasser genießen möchte.

Lohnt sich Mallorca auch außerhalb der Hauptsaison?

Ja, Mallorca ist nicht nur im Hochsommer attraktiv. Gerade wenn es ruhiger wird, bleiben viele Orte angenehm belebt, aber weniger voll, und Essen gehen oder Spaziergänge an der Küste wirken entspannter. Wer die Insel ohne großen Trubel erleben möchte, findet dann oft die angenehmere Reisezeit.

Wie verändert sich ein bekanntes Lokal in Mallorca, wenn die nächste Generation übernimmt?

Oft bleibt das Vertraute erhalten, während neue Ideen behutsam dazukommen. Auf Mallorca ist das besonders wichtig, weil viele Gäste gerade die Mischung aus Wiedererkennbarkeit und persönlicher Handschrift schätzen. Wenn ein Familienbetrieb übergeben wird, zählen Kontinuität, gute Küche und ein Service, der den Ort nicht verfälscht.

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