
Rupert Friend dreht 'Youth' in Sant Elm – Filmglanz zwischen Fischerbooten und Café-Tischen
Rupert Friend dreht 'Youth' in Sant Elm – Filmglanz zwischen Fischerbooten und Café-Tischen
In Sant Elm sorgte ein HBO-Team um Rupert Friend für Aufsehen: Auf Mallorca laufen Dreharbeiten zur Serie "Youth", inszeniert von Dawn Shadforth und produziert mit lokaler Beteiligung.
Rupert Friend dreht 'Youth' in Sant Elm – Filmglanz zwischen Fischerbooten und Café-Tischen
HBO-Produktion mit Palma Pictures bringt Kamera- und Gastgeberpraxis zusammen
Gestern Nachmittag verwandelte sich das sonst so ruhige Sant Elm kurz in ein kleines Filmset: Lastwagen mit Equipment, Scheinwerfer, Kabel, Stimmen über Lautsprecher und aufgeregte Spaziergänger, die stehenbleiben und schauen. Mitten im Trubel bereitete sich der britische Schauspieler Rupert Friend auf Szenen der neuen HBO-Serie "Youth" vor; die Produktion arbeitet dabei mit der lokalen Firma Palma Pictures zusammen.
Wer morgens am Hafen seinen Kaffee trinkt, kennt den Klang der Boote, das Fernweh in der Luft und den Geruch nach Meer. Das Set reiht sich unaufgeregt in diese Kulisse: Techniker, Beleuchter, Pritschenwagen, aber auch Nachbarinnen, die weiter ihre Einkäufe schleppen. Es ist keine große Show mit roten Teppichen, sondern ein konzentriertes Arbeiten zwischen Steg und Caféterrassen – und eben das, was einen kleinen Ort kurz lebhaft macht.
Die Serie, an deren Produktion sich das Team hier beteiligt, erzählt von einer Frau um die fünfzig, die neue Wege nach einer Trennung sucht, sich zugleich um ältere Eltern kümmert und mit einem erwachsenen Sohn ringt, der noch nicht wirklich auf eigenen Füßen steht. Regie führt die britische Künstlerin Dawn Shadforth; das Tonbild der Serie soll laut Ankündigungen eine Mischung aus scharfsinnigem Humor und ehrlicher Familienbetrachtung bieten.
Für Mallorca heißt das: An Tagen wie diesen profitieren kleine Unternehmen. Hotels beheimaten zusätzliche Crewmitglieder, Restaurants liefern Catering, lokale Handwerksbetriebe helfen bei Bauten und Requisiten. Die Anwesenheit einer internationalen Produktion bringt zwar kurzzeitig Verkehr und Verkehrsregelungen mit sich, schafft aber zugleich Einnahmen und Erfahrung für Dienstleister vor Ort.
Passanten berichteten von einem unkomplizierten Umgang der Filmleute mit dem Ort: Absperrungen wurden erklärt, Wege freigehalten und Termine so gelegt, dass der Fischerbetrieb kaum gestört wurde. Junge Techniker aus Palma mischten sich mit internationalen Kolleginnen und Kollegen, und der Anblick eines bekannten Schauspielers wie Rupert Friend war für viele eine nette Abwechslung im Alltag.
Dass Produktionen Mallorca als Drehort wählen, hat darüber hinaus einen Imageeffekt. Szenen, die hier entstehen, zeigen die Insel nicht nur als Urlaubskulisse, sondern auch als lebenden Arbeitsort mit Handwerk, Gastronomie und Menschen, die hier ihren Alltag haben. Solche Eindrücke können sich später in Reputation und in neuen Projekten niederschlagen – ein kleiner kultureller Export, wenn man so will. Wie nachhaltig und vielschichtig solche Effekte sind, diskutieren auch lokale Beiträge zur Frage von Drehs und Nachhaltigkeit, etwa in Berichten über Drehs und Nachhaltigkeit auf Mallorca.
Natürlich bleibt die Balance wichtig: Bewohnerinnen und Bewohner wollen ihren Rhythmus behalten, und die Produktion muss Rücksicht nehmen. Aus den Beobachtungen vor Ort wirkte das Gleichgewicht am Drehtag erstaunlich pragmatisch: Crew und Einheimische fanden Wege, miteinander auszukommen, und die Geräusche der Technik wurden so dosiert, dass der Jonk-Tag in Sant Elm nicht zum Ausnahmezustand wurde. Über die Abwägung zwischen Chance und Belastung gibt es weitere Einordnungen, wie in Beiträgen über das Verhältnis von Dreharbeiten und Inselalltag zu lesen ist (wann Dreharbeiten Chance und wann Belastung sind).
Eine positive, fast banale Beobachtung: Kinder, die am Strand Steine werfen, blieben stehen und zeigten auf die Kameras; die Besitzer des kleinen Cafés an der Plaza servierten weiter Sandwiches und Cola; abends kehrte Ruhe zurück, als die Scheinwerfer ausgingen und die Techniker zur nächsten Location fuhren. Solche Szenen sind es, die den Drehtag für viele zu einem netten Erinnerungsstück machen.
Für die Inselbewohnerinnen und -bewohner kann die Begegnung mit Filmteams auch inspirierend sein: Workshops, kurzfristige Jobs oder Kontakte zu Kreativen entstehen nicht selten nebenbei. Wer in der Nachbarschaft arbeitet, lernt Abläufe kennen, von Logistik bis Maske – kleine Lerneffekte, die über einen einzigen Drehtag hinaus Bestand haben können.
Ausblick: In den kommenden Tagen werden weitere Szenen erwartet. Für Sant Elm bedeutet das, dass man sich auf erneute Tage mit filmischem Treiben einstellen kann – diesmal vielleicht mit anderen Einstellungen des Lebensmittels, anderen Figuren, aber demselben Grundgefühl: Eine Insel, die arbeitet und dabei zutiefst sie selbst bleibt.
Und für die, die gestern zufällig vorbeigingen: Der Abend klang ganz normal aus, mit Meeresrauschen und dem Duft von gegrilltem Fisch. Nur manche erzählten noch länger von einem Mann, der heute einen Auftritt vor der Kamera hatte – und davon, dass Mallorca eben auch Platz für Seriengeschichten bietet.
Häufige Fragen
Warum wird in Sant Elm auf Mallorca für eine Serie gedreht?
Wie stark stören Filmaufnahmen in kleinen Orten auf Mallorca den Alltag?
Was bringt eine Filmproduktion für Mallorca wirtschaftlich?
Welche Rolle spielt Palma Pictures bei Dreharbeiten auf Mallorca?
Warum sind Dreharbeiten in Sant Elm für Einheimische trotzdem interessant?
Kann man beim Dreh einer Serie auf Mallorca einfach zuschauen?
Ist Mallorca ein typischer Drehort für internationale Serien?
Wie bleibt der Fischerbetrieb in Sant Elm während Dreharbeiten geschützt?
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