Mit dem Presseboot durch die Copa del Rey: Eindrücke aus der Bucht von Palma

Den Seglern so nah: Mit dem Speed-Boot durch die Copa-del-Rey-Bucht

Den Seglern so nah: Mit dem Speed-Boot durch die Copa-del-Rey-Bucht

Wer die Copa del Rey wirklich spüren will, muss runter ans Wasser – oder gleich in ein Presse-Schlauchboot steigen. Eindrücke aus der Bucht von Palma: Motoren, Staub von Salzwasser und der König an Bord.

Den Seglern so nah: Mit dem Speed-Boot durch die Copa-del-Rey-Bucht

Wie sich Regattageschehen anfühlt, wenn man mitten drin statt nur dabei ist

Es riecht nach Diesel und Sonnencreme, irgendwo brummt eine Kaffeemaschine im Café am Passeig Marítim, und über der Bucht zieht eine Traube von Möwen ihre Kreise. Auf dem Wasser ist alles anders: Motorlärm, ein schlagendes Bug, und dahinter – Segelspannungen, die man fast sehen kann. An einem ersten Regattatag Anfang August war ich im Presse-Schnellboot unterwegs, knapp an der Wasserlinie, um zu erleben, wie groß diese Boote in Fahrt wirklich wirken.

Die Regattaflächen sind in ,,Alpha‘‘ und ,,Beta‘‘ eingeteilt, und unser Chefziel war die Alpha-Zone, wo unter anderem die ORC-A-Yachten starten. Diese Schiffe messen typischerweise zwischen etwa 11,5 und 15 Metern und geben im Wind ein deutliches Signal: Geschwindigkeit trifft Eleganz. Wenn mehrere davon mit ausgebaumten Spinnakern parallel laufen, ist das Bild eine Kombination aus Farbe und Vortrieb, die man so schnell nicht vergisst.

Auf dem Presseboot wurde der Motor öfter hochgedreht, als es bequem war. Die Wellen schlugen gegen den Bug, Spritzwasser zog wie feiner Schleier über die Gesichter, und die Fotografen an Bord suchten ständig die optimale Position. Ziel sind die gelben Wendebojen – weithin sichtbar, über zwei Meter hoch – an denen die Manöver entschieden werden. Wer dort zuerst ankommt und die engsten Linien fährt, hat oft den Vorteil.

Besonders auffällig war ein Boot, das erstmals in Palma segelte: das Nachfolgeboot des bekannten Aifos, unter anderem genutzt vom spanischen Königshaus. Es lag nicht versteckt in der Eskorte; zwischen den übrigen Yachten war es gut sichtbar. Auffällig war außerdem, dass kein auffälliges Begleitboot der Guardia Civil in unmittelbarer Nähe wahrgenommen wurde – das fiel einigen Mitfahrenden auf.

Die Teilnehmerliste zeigt die Bandbreite der Copa del Rey: neben heimischen Crews messten sich Teams aus Deutschland – mit Booten wie der ,,Halbtrocken 4.5‘‘ und der ,,Red Bandit‘‘ – sowie Schiffe aus der Schweiz, Frankreich, Brasilien und den USA. Neben ORC A sind in dieser Woche auch die Klassen ORC 0, ORC B, ORC C und die Clubswan 42 unterwegs; darüber hinaus läuft eine Frauenregatta mit 15 Teams.

Wenn die Yachten bei einer Wende nahe zusammenrücken, wird es eng auf dem Wasser; das spürt man im RIB körperlich: Der Ruck, wenn ein Boot die Gischt wegnimmt, die kleinen, entschlossenen Kommandos an Bord, manchmal in Spanisch, manchmal in Englisch oder Deutsch. Das hat etwas Theaterhaftes, aber vor allem viel Sport in sich. Vor der Pandemie waren hier auch die großen Maxi-72-Yachten zu sehen, fast 25 Meter lang; und einige Jahre lang machten die GC-32-Tragflügelboote mit ihren spektakulären Flugmanövern Schlagzeilen. Heute ist das Feld etwas kompakter, aber keineswegs weniger spannend.

Für Palma und die Menschen entlang der Uferpromenade bedeutet die Regatta mehr als nur schöne Bilder: Hotels, Booteigner, Werkstätten für Rigg und Takelagen, Hafencafés – sie alle profitieren, und zugleich erinnert das Ereignis an die lange Segeltradition der Insel. Junge Segler, die morgens am Moll Vell den Wind testen oder später einen Blick von der Hafenmauer werfen, sehen Sport und Handwerk zugleich und finden vielleicht neue Vorbilder.

Ein normaler Sommertag in Palma – warm, Landgeruch von Pinien an der Küste, das Klappern von Bootsleinen – bekommt durch Wettkampf eine eigene Schärfe. Wer nicht selbst aufs Wasser will: Am Paseo Marítimo, auf der Hafenmauer beim Moll Vell oder von den Terrassen am Real Club Náutico aus gibt es gute Sicht auf Start- und Zielbereiche. Zugelassene Begleitboote und offizielle RIB-Touren bieten eine Alternative für jene, die das Adrenalin auch ohne Presseakkreditierung spüren möchten.

Die Copa del Rey läuft noch bis Samstag, 8. August 2026, und wer in diesen Tagen an der Bucht entlanggeht, kann leicht in die Regattawelt hineingeraten: ein Ruck über die Wasseroberfläche, ein aufgerolltes Segel, Applaus auf der Mole – und das leise Versprechen, das nächste Mal selbst näher dran zu sein.

Häufige Fragen

Wie fühlt sich die Copa del Rey in Palma atmosphärisch an, wenn man nah am Boot ist?

Man spürt die Kraft der Boote, den Rhythmus der Wellen und das Gischtfeeling. Es riecht nach Diesel und Sonnencreme, und der Wind wirkt greifbar, wenn Spinnaker sich gegen den Himmel legen. Die gelben Wendebojen markieren die entscheidenden Manöver, und die Action ist direkt spürbar.

Welche Bootsklassen fahren bei der Copa del Rey in Palma und wie unterscheiden sie sich grob?

In Palma starten Klassen wie ORC A, ORC B, ORC C und ORC 0, dazu die Clubswan 42. Die ORC-A-Boote liegen oft zwischen längenmäßig festgelegten Spannen und liefern im Wind klare Signale, während andere Klassen unterschiedliche Aufbau- und Takelungstypen zeigen.

Wo lässt sich Start- und Zielbereich der Regatta in Palma am besten beobachten?

Gute Sicht bietet der Bereich am Paseo Marítimo, von der Hafenmauer am Moll Vell oder von Terrassen des Real Club Náutico. Die gelben Wendebojen helfen dabei, die Manöver nachzuvollziehen.

Wie kann man das Regattagefühl auch ohne Presseakkreditierung erleben?

Für Nähe zur Action sorgen zugelassene Begleitboote und offizielle RIB-Touren am Regattagebiet. Damit kommt man nah an die Boote, ohne akkreditiert zu sein.

Gibt es besondere Boote oder Auffälligkeiten, die dieses Jahr in Palma auffielen?

Besonders sichtbar war das Nachfolgeboot des Aifos, das unter anderem genutzt wird. Außerdem fiel auf, dass kein auffälliges Guardia-Civil-Begleitboot unmittelbar in der Nähe zu sehen war.

Welche Auswirkungen hat die Copa del Rey auf Palma und das Hafenumfeld?

Hotels, Bootseigner, Werkstätten und Hafencafés profitieren von der Regatta, und die Veranstaltung erinnert an die lange Segeltradition der Insel. Junge Segler finden hier Sichtbarkeit und Inspiration.

Wie ist das Wetter am Regattatag in Palma und was sollten Besucher beachten?

Es ist typischerweise ein warmer Sommertag in Palma mit viel Sonnenschein und Pinenduft an der Küste. Packen Sie Sonnenschutz, Wasser und bequeme Kleidung ein und planen Sie etwas Zeit zum Flanieren am Paseo.

Gibt es familienfreundliche oder jugendliche Zugänge, um die Regatta in Palma zu erleben?

Ja, junge Segler testen morgens am Moll Vell den Wind und zeigen Sport und Handwerk. Familien finden entlang der Bucht gute Sichtlinien, und offizielle Touren bieten praxisnahe Einblicke.

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