
Königin Letizia und Töchter beim sommerlichen Kinoabend im Rivoli
Ein lauer Abend in Palma: Königin Letizia und ihre Töchter besuchten das charmante Rivoli-Kino zur Premiere eines Dokumentarfilms beim Atlàntida-Festival. Ein schönes Signal für Mallorcas Kulturszene.
Königlicher Kinoabend mitten in Palma
Ein warmer Sommerabend, das Zirpen der Zikaden mischt sich mit dem entfernten Rauschen der Bucht — und mitten hinein schlenderten Spaniens Königin Letizia und ihre Töchter, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía, ins kleine, aber feine Rivoli-Kino. Anlass war die Vorführung von Pep Bonets Dokumentarfilm „En un lugar de la mente“ im Rahmen des Atlàntida-Festivals. Für viele Gäste war es ein überraschend vertrautes Bild: drei Frauen, sommerlich gekleidet, lächelnd, als wären sie zufällig auf der Suche nach einem Film für den Abend.
Rivoli: Retro-Foyer, moderne Leinwand
Das Rivoli ist ein Stück Palma mit eigener Persönlichkeit. Die Foyers erzählen in warmen Farben von den 60er- und 70er-Jahren, das Knistern alter Lampen, der Duft von Popcorn und eine leichte Brise, die durch geöffnete Fenster vorbeizieht — all das schafft eine Atmosphäre, in der Filmfreunde gern verweilen. Die Säle selbst sind inzwischen zeitgemäß: bequeme Sitze, gute Akustik, moderne Projektion. Dass hier eine Königin Platz nimmt, verleiht dem Ort keinen Museumscharakter, sondern macht ihn plötzlich noch greifbarer für alle, die an diesem Abend im Dunkel nebeneinandersitzen.
Ein Sommeraufenthalt mit Tradition
Die royale Präsenz auf Mallorca ist keine Überraschung: Der Marivent-Palast dient der Familie seit Jahren als Sommerhaus, und König Felipe VI. ist ebenfalls auf der Insel — derzeit bei der Copa del Rey Mapfre-Regatta in der Bucht von Palma. Solche Besuche sind Teil des Sommers auf der Insel, sie bringen ein leises, aber spürbares Interesse mit sich. Spaziergänger am Paseo Marítimo, Cafés, in denen Gläser aneinandertönen, und manchmal auch neugierige Blicke, wenn eine königliche Limousine an einer Ecke hält — das gehört in den Sommermonaten einfach dazu. Weitere Informationen über royalere Veranstaltungen finden Sie in unserem Artikel über die Familien-Premiere im Marivent.
Warum das mehr bedeutet als ein Promi-Spot
Auf den ersten Blick mag ein Kinobesuch der Royals wie ein nettes Foto für die Boulevardseiten wirken. Doch die Bedeutung geht tiefer. Festivals wie Atlàntida profitieren von solcher Sichtbarkeit: Medieninteresse weckt Neugier, Besucherzahlen steigen, und damit auch die Aufmerksamkeit für lokale Kinos und Filmemacher. Ein Dokumentarfilm, der an einem lauen Palma-Abend gezeigt wird — begleitet von Gesprächen im Foyer und dem Klang ferngesteuerter Motorboote in der Bucht —, wird eher zum Gesprächsthema in Bars, an Markständen und in Kulturforen der Insel. Weitere Details dazu finden Sie in unserem Artikel über Prinzessin Leonor und ihre Aktivitäten in Palma.
Ein ermunternder Ausblick für Mallorcas Kulturszene
Solche Momente sind auch eine Einladung: an Veranstalter, noch mehr Open-Air-Vorstellungen, Gesprächsrunden und Begegnungen zwischen Publikum und Filmschaffenden zu organisieren; an junge Talente, ihre Projekte sichtbarer zu machen; an Einheimische und Gäste, Kino wieder als gemeinschaftliches Erlebnis zu entdecken. Ein königlicher Abend im Rivoli erinnert daran, dass Kultur hier kein Elfenbeinturm ist, sondern auf den Straßen, in den kleinen Kinos und unter dem mediterranen Himmel stattfindet. So wie im Fall von Infantin Elena, die entspannt in Palma eine Eisdiele besuchte.
Und während die letzten Gäste nach der Vorstellung in die laue Nacht hinausgehen — begleitet vom Plätschern der Fontänen und dem entfernten Motorenklang der Segelboote — bleibt das Gefühl, dass Mallorca mehr ist als Strand und Party: eine Insel mit Herz für Kultur, die manchmal sogar königliche Gesellschaft anlockt. Ein weiteres Beispiel für besuchenswerte royale Auftritte bietet unser Bericht über den kurzen Abstecher von Infantin Cristina unter Mallorcas Radar.
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