
TaPalma 2025: Palmas Gassen duften wieder nach Tapas – Morralla holt den Titel
Die TaPalma-Tapaswochen starten in Palma: Mehr als 30 Lokale bieten fast 70 Mini-Gerichte. Gewinner ist erneut das Restaurant Morralla mit der kreativen "Croa Lamar".
TaPalma 2025: Eine Woche, in der Palma nach kleinen Freuden duftet
Heute Morgen hing noch leichter Nebel über der Plaça de Cort, als ich einen Abstecher zum Mercat de l’Olivar machte. Die Stände schliefen noch halb, doch in den Küchen herrschte schon geschäftiges Treiben: Messerklirren, das leise Zischen von Öl und Köche, die ein letztes Detail an ihren Tapas justierten. Ab heute verteilt TaPalma wieder kleine Kunstwerke auf Tellergröße durch Palmas Altstadt – mehr als 30 Bars und Restaurants sind dabei, zusammengerechnet fast 70 verschiedene Tapas. Das ist genau die Art von Trubel, die die Gassen lebendig macht.
Was Sie erwarten dürfen
Zwischen 2 und 4 Euro kostet die meisten Tapas, einige Lokale packen ein kleines Getränkepaket dazu. Abends, so ab 19 Uhr, füllen sich die Straßen: Stimmengewirr an der Carrer de Sant Miquel, Besteckklirren, eine Handvoll Straßenmusiker, die mit Gitarre und Kastagnetten für Atmosphäre sorgen. Wer es ruhiger mag, geht am frühen Nachmittag – zwischen 15 und 17 Uhr sind die Chancen auf einen freien Platz deutlich besser. Und ganz ehrlich: ein sonniger Nachmittag in der Altstadt, mit dem Geruch von frisch gebratenem Fisch in der Nase, hat auch seinen Charme.
Morralla triumphiert wieder – die "Croa Lamar" erklärt
Zum zweiten Mal in Folge holte das kleine, aber resolute Restaurant Morralla die Jury-Auszeichnung. Die Sieger-Tapa heißt "Croa Lamar" und ist ein verblüffendes kleines Kunstwerk: zarte Calamares, in Bier geschmort, ruhen auf einem buttrigen Mini-Croissant. Die Kombination ist unkonventionell, schmeckt nach Meer und malziger Tiefe, dazu ein Hauch Süße vom Gebäck – eine Erinnerungstapa, die man nicht so schnell vergisst. Ich konnte nicht widerstehen und probierte sie gestern Abend: salzige Meeresnoten, leichte Bitterkeit vom Bier, und das Gebäck als versöhnende Basis. Hand aufs Herz: cleverer geht’s kaum.
Praktische Tipps für Ihre TaPalma-Route
Ein paar Hinweise für den Rundgang: Gehen Sie in kleinen Gruppen, teilen ist fast Pflicht – so probiert man mehr und bleibt bei Kräften. Viele Tapas sind nur in begrenzter Stückzahl erhältlich, also lieber früh los. Eine Papierkarte der Altstadt hilft, aber das Smartphone tut es auch; die echten Fundstücke verstecken sich oft in den Seitengassen. Trinken Sie außerdem genug Wasser zwischen den Stationen – einige Tapas sind erstaunlich deftig, und Salz will ausgeglichen werden. Wer auf Nummer sicher gehen will: planen Sie eine erste Runde für Klassiker und eine zweite für Entdeckungen.
Warum TaPalma mehr ist als Essen
TaPalma ist keine sterile Food-Show, sondern echtes Straßenfest-Feeling: Nachbarn, Geschäftsleute, Touristen und ein paar Stammgäste mischen sich, und aus winzigen Küchen kommen große Ideen. Die Mischung macht den Reiz: traditionelle Tapas, moderne Mini-Experimente, kleine Lokale mit drei Tischen und einem Chef, der seine Neuinterpretation persönlich serviert. Und ja, manchmal steht auch ein lokales Fernsehteam halb versteckt in der Ecke und filmt die Aufregung – sehr mallorquinisch, diese Mischung aus Gelassenheit und Stolz.
Mein Plan für's Wochenende – und Ihre Einladung
Ich ziehe am Samstag noch einmal los: Start vermutlich an der Plaça Major, dann Richtung Hafen, dort wo die Luft nach Meer und gegrilltem Fisch riecht. Wenn Sie Empfehlungen möchten, schreiben Sie kurz – ich teile gern meine Top-3, sobald ich mehr gekostet habe. Also Schuhe an, App auf und los geht’s: gute Laune, ein bisschen Neugier und Freunden dabei – das ist das beste Rezept für ein gelungenes Tapas-Wochenende. Buen provecho – oder wie wir sagen: bon profit!
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