
Mehr Platz im Bus: TIB stellt 14 neue Gelenkfahrzeuge vor
Mehr Platz im Bus: TIB stellt 14 neue Gelenkfahrzeuge vor
Das Überlandnetz bekommt Verstärkung: 14 neue CNG-Gelenkbusse mit bis zu 75 Plätzen, USB-Anschlüssen und Rampen sollen Fahrten entspannter machen – ein kleiner Alltagsgewinn für Inselpendler und Tourist:innen.
Mehr Platz im Bus: TIB stellt 14 neue Gelenkfahrzeuge vor
Mit mehr Sitzplätzen, USB-Anschlüssen und Barrierefreiheit aufs Land
Am Mittwochvormittag auf dem Parkplatz neben dem Son-Moix-Stadion standen sie in Reih und Glied: glänzende, lange Busse, die sich merklich von den üblichen Fahrzeugen im TIB-Fuhrpark unterscheiden. Die Verkehrsagentur hat 14 neue Gelenkbusse übernommen, die ab sofort auf den Überlandlinien zum Einsatz kommen sollen – weitere Busse sind im Laufe des Jahres geplant, sodass sich die Gesamtzahl der neuen Fahrzeuge auf 26 erhöhen wird.
Was auffällt: Die meisten Fahrzeuge fahren mit komprimiertem Erdgas (CNG) statt mit Diesel. Ein Modell misst 15 Meter und hat 53 Sitzplätze; die übrigen sind 18 Meter lang und bieten zwischen rund 50 und 75 Personen Platz, je nachdem wie das Platzangebot für Stehende genutzt wird. Praktisch für Kurzstreckenfahrer und Pendler: USB-Anschlüsse an den Sitzen. Für Eltern, ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität gibt es Hebevorrichtungen und Auffahrrampen. Kameras sollen zusätzliche Sicherheit und Überblick bringen.
Die Investition kam nicht aus dem Nichts: Für die Anpassung der Konzessionen und die Flottenerneuerung stellte die Balearische Regierung zusätzliche Haushaltsmittel bereit – ein Betrag in der Größenordnung von fast 150 Millionen Euro, der den Ausbau möglich machte. Mobilitätsminister José Luis Mateo war bei der Präsentation präsent; die neuen Wagen sind für Verbindungen in den Norden, Westen und Osten der Insel vorgesehen.
Für alle, die täglich den Bus benutzen, ist das mehr als nur eine hübsche Parade: Volle Gelenkbusse auf beliebten Strecken sind ein bekanntes Bild, vor allem in den Morgen- und Abendstunden. Mehr Sitze und etwas größere Kapazität bedeuten weniger Gedränge, weniger Stehplatzstress und oft eine ruhigere Fahrt. Auf dem Weg von der Estació Intermodal in Palma aus, wenn morgens die ersten Busse ausrücken, sieht man oft Feriengäste mit Rollkoffern, Studierende mit Rucksäcken und ältere Anwohnerinnen mit Einkaufstüten – für all diese Gruppen bringen die neuen Fahrzeuge kleine, spürbare Verbesserungen.
Und noch ein Alltagsdetail: USB-Ports sind keine Spielerei. Auf der Insel, wo Busfahrten gern auch mal länger dauern können, ist es beruhigend, das Handy unterwegs laden zu können – für Einheimische wie Tourist:innen gleichermaßen. Rampen und Hebevorrichtungen wiederum erleichtern das Ein- und Aussteigen, wenn Kinderwagen, Rollatoren oder schwere Taschen im Spiel sind.
Die TIB-Busse sind Teil eines größeren Mobilitätsmixes auf Mallorca. Neben den regionalen Linien ergänzen die Stadtbusse der EMT in Palma, die Bahnstrecken der SFM und die städtische U-Bahn das Angebot. Wer öfter das Auto stehen lässt, wird an Tagen mit viel Verkehr merken: Ein breiteres und moderneres Busnetz entlastet Straßen, reduziert Parkplatzdruck und lässt Orte wie Valldemossa oder Alcúdia entspannter erreichen.
Kurzfristig heißt das: Wer in den nächsten Wochen auf einer der stark genutzten Überlandlinien unterwegs ist, kann mit mehr Komfort rechnen. Mittelfristig könnte die Investition dazu beitragen, dass noch mehr Menschen Bus statt Auto wählen – vorausgesetzt, Takte und Anschlüsse passen. Ein Tipp aus dem Alltag: Fahrpläne und Linieninformationen immer vorab online prüfen; die Estació Intermodal bleibt zentraler Knotenpunkt für Anschlüsse.
Auf dem Parkplatz von Son Moix, zwischen hupenden Touristenbussen und dem Kreischen einer Möwe, wirkte die Szenerie am Mittwoch fast optimistisch: Keine Lösung für alle Verkehrsprobleme der Insel, aber ein handfester Schritt, der den Alltag vieler Menschen leichter machen kann. Und das ist auf einer Insel, die im Sommer so viel Verkehr kennt, mehr wert als man auf den ersten Blick denkt.
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