TIB startet Sommerlinien: Mehr Busse zu Cala d'Or, Cala Rajada und AeroVerbindungen

Mehr Bus, weniger Stau: TIB startet Sommerlinien – Cala d'Or und Cala Rajada dabei

Mehr Bus, weniger Stau: TIB startet Sommerlinien – Cala d'Or und Cala Rajada dabei

Elf Sommerlinien des TIB rollen ab 27. März wieder – neue Großbusse, mehr Fahrten und erweiterte Airport-Verbindungen sollen das Pendeln auf Mallorca erleichtern.

Mehr Bus, weniger Stau: TIB startet Sommerlinien – Cala d'Or und Cala Rajada dabei

Reichen die Maßnahmen, um Staus zu lindern?

Am Freitag, den 27. März, standen an einigen Inselhaltestellen früh mehr Menschen als sonst: Pendler mit Tüten, Rentner mit Stirnband, Touristinnen mit Karte in der Hand. Die Stadt roch nach Espresso von der Bar um die Ecke, über dem Hafen hingen vereinzelte Wolken und auf der Anzeige am Paseo Marítimo stand plötzlich mehr grün als gewohnt. Elf Sommerlinien des Überlandnetzes TIB sind wieder angelaufen – und zwar mit spürbaren Änderungen, wie in den neuen TIB-Fahrplänen beschrieben.

Was sich konkret tut: Strecken zu beliebten Küstenorten und Ferienzentren wurden reaktiviert, gleichzeitig kommen größere Fahrzeuge und zusätzliche Fahrten zum Einsatz. Wer dem Fahrplan über die Schulter schaut, findet etwa die Verbindung Port de Sóller–Palma mit einem neuen 15-Meter-Bus und 53 Sitzplätzen. Die Takte auf manchen Abschnitten wurden gestrafft: In vielen Zeitfenstern verkürzen sich die Wartezeiten von rund 30 auf etwa 25 Minuten, weil einzelne Linien nun mehrere zusätzliche Abfahrten pro Richtung fahren.

Am östlichen Küstenband erhöht die Linie Cala Millor–Palma die Kapazität durch neue 18-Meter-Fahrzeuge mit je 75 Sitzplätzen; auch die Verbindung Can Picafort–Alcúdia–Palma bekommt mehrere dieser großen Busse. Dies steht im Kontext von mehr Busverbindungen, die in den letzten Wochen angekündigt wurden. Damit reagieren die Verantwortlichen auf die Spitzen im Tourismusverkehr, aber auch auf das tägliche Pendelaufkommen in Arbeitszeiten.

Im Südwesten bedeutet das für Magaluf und Santa Ponça eine spürbare Entlastung: Auf der Linie Magaluf–Palma kommen zwei zusätzliche 18‑Meter-Busse, Santa Ponça erhält werktags drei zusätzliche Verbindungen und an Sonn- und Feiertagen vier weitere Abfahrten. In Santa Ponça wird außerdem eine spätere letzte Fahrt eingerichtet – Abfahrt um 1 Uhr nachts – und eine neue Haltestelle in das Netz integriert. Für Nachtschwärmer und Schichtarbeiter kann das einen echten Unterschied machen.

Auch die Airport-Anbindungen werden ausgebaut. Der Aerotib-Dienst ist dieses Jahr fester Bestandteil des Sommerprogramms: Strecken wie Port d'Alcúdia–Flughafen und Manacor–Flughafen werden verlängert, weitere Verbindungen nach Can Picafort und Cala Bona fahren neu zum Terminal. Dazu passt der Beitrag zu ganzjährig zum Airport. Der Süden bleibt mit der Linie Campos–Flughafen stärker im Angebot und im Westen startet eine Linie nun in Camp de Mar statt in Peguera – begleitet von zusätzlicher Kapazität.

Die Neuigkeiten wurden von Vertretern der regionalen Verkehrsplanung vorgestellt: Neben dem zuständigen Minister waren auch die Generaldirektorin für Mobilität und die Leitung des Verkehrsverbunds bei der Vorstellung der Maßnahmen anwesend. Kernbotschaft: Mehr Busse sollen eine echte Alternative zum Auto bieten – in der Hoffnung, Staus zu lindern und Parkdruck in den Küstenorten zu verringern.

Im Alltag heißt das: Auf dem Weg vom Plaça de Cort Richtung Hafen hört man in den kommenden Wochen öfter das tiefe Brummen längerer Busse, sieht weniger zweifelhaft geparkte Autos an den Zufahrten zu den kleinen Buchten und trifft am frühen Morgen mehr Berufspendler, die sich für den Bus statt fürs eigene Lenkrad entschieden haben. Für Urlauber sind die klareren, regelmäßigen Verbindungen ein Plus: Kein langes Grübeln mehr über Taxipreise, kein Raten mehr, wann der letzte Rückweg klappt.

Natürlich ist das Ausbauen von Linien nur ein Schritt. Wer langfristig etwas verändern will, braucht bessere Fahrgastinformation, klare Tarifsysteme und abgestimmte Umsteigezeiten – also praktische Details, die einen Umstieg auf Busse angenehm machen. Eine Anregung wäre etwa, in touristischen Zentren deutlich sichtbare Übersichtstafeln anzubringen und mehr digitale Echtzeitinformationen an den größeren Knotenpunkten bereitzustellen.

Fazit: Die Wiederaufnahme der elf Sommerlinien samt neuen Großbussen und zusätzlichen Fahrten ist ein spürbarer, gut sichtbarer Ausbau des Angebots. Es ist das kleine Gerüst für ein größeres Ziel: mehr Platz auf den Straßen, weniger Stress beim Parken und eine Insel, die auch im Sommer nicht nur mit dem Auto funktioniert. Wer in den nächsten Tagen an einer Haltestelle steht, kann das selbst sehen und hören – und wer mag, steigt einfach ein.

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