Vernissage in Santa Ponça: Tsantekidou & Safronow in der Galería de Arte Minkner

Santa Ponça atmet Kunst: Minkner-Galerie feiert Vernissage mit Tsantekidou & Safronow

Santa Ponça atmet Kunst: Minkner-Galerie feiert Vernissage mit Tsantekidou & Safronow

Großer Andrang in Santa Ponça: In der Galería de Arte Minkner trafen am Donnerstagabend lokale Besucher und Urlaubsgäste auf zwei international arbeitende Künstler. Eine warme, ungezwungene Vernissage — noch bis 23. Mai zu sehen.

Santa Ponça atmet Kunst: Minkner-Galerie feiert Vernissage mit Tsantekidou & Safronow

Stühle, Sektgläser und leise Gespräche – die Galerie wird wieder zum Treffpunkt

Am Donnerstagabend füllte sich die Galería de Arte Minkner in Santa Ponça; die Luft draußen roch nach Meer, drinnen klapperten Gläser, und aus der Nähe der Promenade war noch das Rauschen der Wellen zu hören. Viele Besucher – Mallorquiner, Bewohner aus Calvià und ein paar Urlauber – blieben länger als geplant, weil die Arbeiten etwas hielten, das man nicht sofort wieder loslassen wollte: eine Mischung aus Ruhe, Figurenstudien und farbigen Momentaufnahmen.

Gezeigt werden neue Arbeiten von Ira Tsantekidou und Wlad Safronow. Die Vernissage verlief entspannt, lebhaft und persönlich: bei Vino und Cava entstanden Gespräche direkt vor den Bildern, Künstler und Besucher standen Tür an Tür, und man merkte, dass die Galerie hier mehr ist als ein Schaukasten – sie ist Treffpunkt und Gesprächsraum zugleich.

Galerieinhaber Lutz Minkner brachte es auf den Punkt: „Ohne Kunst kann man nicht leben – ganz gleich, ob es sich um Tanz, Musik oder Malerei handelt.“ Das war kein leerer Satz an diesem Abend, sondern der rote Faden hinter vielen Gesprächen. Sammler blätterten in künstlerischen Notizen, Nachbarn aus der Straße tauschten Plaudereien, und eine junge Schülerin nahm sich Zeit, um den Pinselstrichen wirklich nachzuspüren.

Zu den Künstlern: Ira Tsantekidou, Jahrgang 1967, begann mit einer fundierten Ausbildung an einer Schule für Bildende Kunst, studierte später Kunst und Architektur und arbeitete zunächst als Architektin. Seit 1992 ist sie freischaffend tätig; ihr Atelier in Thessaloniki besteht seit Mitte der 90er-Jahre. In ihren Bildern sucht sie nach den »leisen, flüchtigen Momenten menschlicher Existenz« – Strandimpressionen, Stadtansichten und eindringliche Frauenporträts, die mit einer filigranen Emotionalität spielen.

Wlad Safronow, geboren 1965 in Charkiw, hat seine Wurzeln in der akademischen Lehre: Studium an der Kunst- und Designakademie, später Lehrtätigkeit für Malerei und Grafik, Leitung einer Künstlergruppe und Arbeit als Galeriefachmann. Seit den 1990er-Jahren lebt er in Deutschland und arbeitet als freier Künstler; sein Stil pendelt zwischen sorgfältigem Realismus und einer fast märchenhaften Bildsprache. Menschen, Tiere und urbane Szenen geben seinen Arbeiten eine erzählerische Tiefe.

Die Ausstellung bietet eine angenehme Bandbreite: von zarten, atmosphärischen Skizzen bis zu kräftig kolorierten Bildern, die eine Weile im Kopf nachhallen. Wer an jenem Abend nicht dabei sein konnte: Die Schau ist bis zum 23. Mai in der Galería de Arte Minkner zu sehen — ein guter Anlass für einen abendlichen Spaziergang entlang der Santa-Ponça-Promenade, gefolgt von einem Blick in die Galerie.

Für Santa Ponça sind solche Abende wichtig. Die Gemeinde lebt vom Meer, vom Tourismus und von kleinen, verlässlichen Treffpunkten. Eine Galerie, die künstlerische Gespräche fördert, bringt Nachbarn zusammen, gibt jungen Leuten Zugang zu Kunst und sorgt dafür, dass der Ort nicht nur als Sonnenplatz wahrgenommen wird, sondern auch als Kulturraum.

Mein persönlicher Eindruck an der Bar der Galerie: Ein älteres Ehepaar diskutierte über Farbwahl, ein Student machte Fotos von Details für sein Skizzenbuch, und draußen schlenderte ein Verkäufer mit mediterranen Kräutern vorbei. Das ist die Art von Echtheit, die man in keiner Pressemitteilung kaufen kann — sie entsteht, wenn Kunst und Alltag zusammentreffen.

Wer Lust hat: Planen Sie einen Abend in Santa Ponça ein. Die Ausstellung lädt ein, länger zu bleiben, Fragen zu stellen und vielleicht ein kleines Werk mit nach Hause zu nehmen. Solche Vernissagen erinnern daran, dass Mallorca nicht nur Strände und Feste ist, sondern auch Orte, an denen Nachbarn, Touristinnen und Kunstschaffende zusammenfinden — ganz leise, aber nicht weniger bedeutsam.

Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle

Ähnliche Nachrichten