
Alarm bei Uber-Fahrern auf Mallorca: Sicherheit offenbar aufs Spiel gesetzt
Fahrer berichten von abgefahrenen Reifen, unzuverlässigen Bremsen und fehlenden Reaktionen des Unternehmens. Wer trägt Verantwortung — und was muss jetzt passieren, damit Fahrgäste nicht aufs Spiel gesetzt werden?
Alarm bei Uber-Fahrern auf Mallorca: Sicherheit offenbar aufs Spiel gesetzt
Früh am Morgen, wenn der Tramuntana-Breeze noch die Feuchtigkeit von den Palmenblättern weht und an der Avinguda de Gabriel Roca die Baustellenlampen blinken, steigen Menschen in Taxis, Mietwagen und auch in Uber-Wagen. Auf den ersten Blick wirken viele dieser Autos unauffällig – aber hinter dem Lenkrad erzählen mehrere Fahrer eine andere Geschichte: stark abgefahrene Reifen, Bremsen mit langer Reaktionszeit, rote Kontrollleuchten, die dauerhaft glimmen. Die zentrale Frage ist plötzlich klar: Wer setzt auf Mallorca Gesundheit und Leben aufs Spiel — und warum passiert so wenig? Ein Artikel über Mängel bei Uber-Fahrzeugen beleuchtet die Problematik.
Konkrete Mängel, konkrete Sorgen
Mehrere Fahrer haben Fotos und Notizen geschickt: Profil, das an Sommerreifen von vor fünf Jahren erinnert, Bremsleitungen mit Oberflächenrost, Kontrolllämpchen, die sich nicht erklären lassen. "Ich habe einmal gedacht, ich hätte einen Platten — es war aber die Bremse, die nachgab", sagt ein Fahrer, der seit Jahren zwischen Portixol und Playa de Palma pendelt. Solche Sätze wiederholen sich in Telefonaten und auf Parkplätzen, wo man sich nach Schichten trifft. Das Geräusch von Packpapier-artigen Bremsen und das Flackern der Straße in der Dämmerung sind hier keine abstrakten Bilder, sondern Alltag. Ein aktueller Vorfall mit Reifenplatzer in Sevilla verdeutlicht, wie wichtig solche Themen sind.
Wer trägt die Verantwortung?
Gewerkschaften und Betriebsrat zeigen mit dem Finger nicht nur auf einzelne Werkstätten, sondern auf strukturelle Versäumnisse: Ein Führungswechsel in der Firma habe offenbar Prioritäten verschoben; Wartungspläne wurden reportedly vernachlässigt, Reklamationen vertraulich registriert, aber nicht abgearbeitet. Die Fahrer sagen, sie hätten oft keine Wahl: Ihr Gewerbe erlaubt ihnen, Fahrzeuge zu nutzen, die formal angemeldet sind — doch die praktische Wartung liegt in einer Grauzone. Ist die Plattform nur Vermittler oder Arbeitgeber mit Sorgfaltspflicht? Diese Frage geht über Einzelfälle hinaus und trifft die Regulierung digitaler Mobilitätsdienste auf Mallorca und ganz Spanien. Dies wird auch in den neuen Taxi-Regeln auf Mallorca thematisiert.
Was in der Debatte zu kurz kommt
Wenig diskutiert wird, wie die ökonomische Logik Druck erzeugt: Fahrer stehen unter Zeit- und Preisdruck, die Anreize für kurzfristige Reparaturen statt gründlicher Instandhaltung sind hoch. Ebenso oft unerwähnt: die Rolle der Versicherungen. Wenn ein Airbag nicht auslöst oder Bremsen versagen, stehen schnell komplexe Haftungsfragen im Raum — und die Versicherer schauen genau hin, ob regelmäßige Inspektionen nachgewiesen werden. Auch die Praxis mit Miet- oder Leasingfahrzeugen und Subunternehmern sorgt für Lücken in der Verantwortlichkeit.
Konkrete Schritte, die jetzt nötig sind
Die Forderung an die Arbeitsinspektion, Prüfbesuche vorzunehmen, ist richtig — aber nur ein Anfang. Konkrete Maßnahmen könnten sein:
- Verpflichtende digitale Wartungsprotokolle: Einsichtlich für Fahrer, Behörden und Versicherer.
- Regelmäßige, unangekündigte Kontrollen: Nicht nur Papierkram, sondern tatsächliche Probefahrten und Sichtprüfungen.
- Klarere Kostenverteilung: Wer zahlt für Verschleißteile — Plattform, Halter oder Fahrer?
- Subventionierte Wartungsprogramme: Kooperationen zwischen Plattformen und lokalen Werkstätten auf Mallorca, um schnelle, transparente Reparaturen zu ermöglichen.
Was Fahrgäste und Fahrer jetzt tun können
Fahrgäste: Achten Sie auf Geräusche, prüfen Sie bei Unsicherheit die Beleuchtung des Armaturenbretts oder steigen Sie lieber aus. In Palma, wenn die Lichter am Passeig flackern, zählen Sekunden.
Fahrer: Dokumentieren Sie Mängel schriftlich, fordern Sie Kopien von Wartungsnachweisen und stellen Sie formelle Beschwerden an die Arbeitgebervertretung und die Arbeitsinspektion. Gemeinsam mit dem Betriebsrat lässt sich oft mehr erreichen als allein.
Chance für Veränderung
So unangenehm die Situation klingt, sie bietet zugleich eine Chance: Eine transparente Wartungsarchitektur könnte Mallorca sicherer machen — für Einheimische wie Gäste. Werkstätten könnten feste Partnerverträge mit Mobilitätsdiensten schließen, Versicherer Wartungsrabatte gewähren und die Insel könnte als Beispiel dienen, wie Tourismus, Arbeitsschutz und Verkehrssicherheit zusammengebracht werden. Bis dahin gilt: Sensibilität statt Ignoranz. Und ja, der Kaffee am Hafen schmeckt gleich besser, wenn man sicher weiß, dass die Rückfahrt nicht nur dem Glück überlassen ist.
Unsere Redaktion bleibt dran: Wir beobachten die Entwicklung und berichten, sobald die Arbeitsinspektion Ergebnisse vorlegt oder das Unternehmen reagiert. Sicherheit ist kein Luxus — sie ist tägliche Pflicht.
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