
Drei Feste, ein Wochenende: Alcúdia, Alaró und die süße Versuchung in Esporles
Marktstände, Pferdeparade und Naschwerk: Dieses Wochenende pulsiert die Insel. Von Alcúdia über Alaró bis Esporles – unsere Tipps für entspannten Besuch, Fotos und die beste Ensaimada.
Endlich Wochenende: Die Insel schmeckt, klingt und riecht nach Feier
Mallorca hat an diesem Wochenende das, was die Insel am besten kann: Straßen voller Stimmen, Musik an jeder Ecke und dieses kleine Glück, wenn irgendwo in der Luft frisch gebratene Sobrasada mit Bratwurstduft kämpft. Ich war am Nachmittag in Alcúdia und schon der Passeig roch nach Markttagen: Holzstände, Lampions, Stimmengewirr. Die Fira d’Alcúdia startet heute um 17:30 Uhr und läuft bis Sonntag – ideal, um den Abendbummel mit einem Glas Wein zu beginnen.
Alcúdia: Markt, Musik und die besondere Pferdenacht
Die Altstadt zeigt sich herausgeputzt. Marktstände ziehen sich vom Port bis zur Plaça Major, Straßenmusiker setzen rhythmische Akzente und in den Bars prostet man sich zu. Morgen ist die große Pferdenacht, ein Spektakel, das im Dämmerlicht besonders gut wirkt. Die Tierausstellungen beginnen um 12:00 Uhr — perfekt für Familien mit Kindern oder alle, die gern näher ran wollen. Die Reiterparade startet voraussichtlich gegen 20:30 Uhr; das Licht ist dann weich, die Schatten lang, und wer fotografiert, bringt am besten ein Objektiv für Porträts mit.
Alaró: Handwerk, Herz und die Feria Gremial
Am Sonntag lohnt sich ein Abstecher nach Alaró. Die Feria Gremial hat dieses Jahr wieder traditionelle Handwerksstände: Holz- und Steinarbeiten, Glas, handgeschmiedeter Schmuck. Alles im Schatten der Dorfkirche, mit dem leisen Kirchenglockengeläut als Hintergrundmusik. Die Verkäufer sind oft plauderfreudig — ein flotter Spruch hier, eine Geschichte zu einem Stück dort. Tipp: Früh kommen, denn die enge Carrer de la Llibertat füllt sich rasch und das Stöbern macht mit ein wenig Abstand am meisten Spaß.
Esporles: Für Naschkatzen die Fira Dolça
Wer Süßes liebt, sollte am Sonntagmorgen in Esporles sein: die Fira Dolça beginnt um 10:30 Uhr. Bunyols, Ensaimadas, Mandelkekse und Tische voller Desserts – eine kleine kulinarische Landkarte der Insel. Die kleinen Bäckereien bringen oft ihre besten Rezepte mit, und man schmeckt sofort, dass hier Tradition zählt. Parken kann eng werden; der Rat lautet: zu Fuß, mit Bus oder mit Geduld anreisen. Oder einfach früh da sein und die erste Ensaimada noch warm teilen.
Überall sind lokale Bands und DJs unterwegs – mal folkloristisch, mal moderner Beat. Für Familien sind die Märkte gut vorbereitet: Kinderkarussells, Spielecken und oft eine Ecke mit Tieren zum Streicheln. Das macht die Feste entspannt für Eltern und laut vor Freude für die Kleinen.
Wettertechnisch bleibt es freundlich: eine milde Brise aus Nordwest, tagsüber angenehm, abends etwas kühler. Packt eine dünne Jacke ein – besonders für die Pferdenacht in Alcúdia, wenn die Temperatur beim Sonnenuntergang spürbar fällt.
Praktische Hinweise: Wer mehrere Orte ansteuern will, sollte Zeitpuffer einplanen. Auf den Zufahrtsstraßen nach Alcúdia und nach Alaró kann es zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen. Parkplätze füllen sich früh; wer entspannt bleiben will, nimmt Busse oder teilt Fahrten. Bargeld ist auf manchen Märkten noch willkommen, aber die meisten Stände akzeptieren inzwischen Karten.
Mein persönlicher Tipp: Nicht hetzen. Ein gemütlicher Plan — morgens in Esporles zum Süßen, gegen Mittag ein Spaziergang in Alaró und der Abend in Alcúdia für die Pferdenacht — ergibt das schönste Wochenende. Und wenn alles andere fehlt: irgendwo am Straßenrand eine warme Ensaimada teilen. Das Geräusch von Kakao und Lachen, die Gassenlichter, der leichte Wind — so fühlt sich Mallorca-Wochenende an.
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