
Vier Tonnen Müll aus dem Meer vor Sant Elm geborgen — Hoffnung für Sa Dragonera
Vier Tonnen Müll aus dem Meer vor Sant Elm geborgen — Hoffnung für Sa Dragonera
Taucherteams, Gemeinde Andratx und Save the Med holen rund vier Tonnen Sperrmüll aus dem Bereich Cala Conills. Ein kleiner Sieg für die Küsten um Sa Dragonera — und eine Erinnerung daran, wie viel noch zu tun ist.
Vier Tonnen Müll aus dem Meer vor Sant Elm geborgen — Hoffnung für Sa Dragonera
Am frühen Morgen, wenn die Fischerboote noch leise über die Bucht von Sant Elm tuckern und am Ufer die Cafés den ersten Kaffee ausschenken, war an einem Abschnitt bei Cala Conills ungewöhnlich viel Betrieb: Tauchboote, Gummiboote und ein paar stumme Helfer an Land. Teams der Gemeinde Andratx, die Stiftung Save the Med und professionelle Taucher zogen in einer gemeinsamen Aktion rund vier Tonnen Sperrmüll aus dem Meer — schweres Stückgut, das sich auf dem Meeresboden angesammelt hatte.
Was genau vorgefunden wurde
Die Helfer stießen nach eigenen Angaben auf deutlich mehr Abfall, als sie erwartet hatten. Matratzen, Autoteile, Metallrahmen und andere sperrige Gegenstände lagen dort, wo normalerweise Posidonia-Wiesen und Fische leben. Solche Lasten sind nicht nur eine optische Belastung: Sie können Meereslebensräume mechanisch zerstören und für Schwimmer sowie Boote eine Gefahr darstellen.
Warum das für Mallorca wichtig ist
Die Fundstelle liegt im Schutzgebiet um die Insel Sa Dragonera — ein Bereich, den viele Mallorquinerinnen und Mallorquiner mit langen Wochenenden, Bootsfahrten und Familienausflügen verbinden. Sauberes Wasser ist nicht nur ein Stück Lebensqualität; es ist wichtig für die Arten, die dort leben, für die lokale Fischerei und auch für die Freunde des Meeres, die hier tauchen oder schnorcheln. Ein freigeräumter Meeresboden verbessert außerdem die Sicherheit beim Ankern und reduziert das Risiko, dass Müll an Strände gespült wird.
Ein Alltagsszene aus Sant Elm
Wer am Hafen von Sant Elm steht, hört das gelegentliche Klappern der Netze, den Ruf der Möwen und das entfernte Hupen von Booten Richtung Sa Dragonera. An einem Nachmittag nach der Aktion sah man Kinder am Ufer Muscheln sammeln und ältere Anwohner, die ihre Spaziergänge auf der Hafenmauer machten — sie alle atmeten sichtbar auf, als Kähne mit vollbeladenen Containern anlegten. Solche kleinen, fast banalen Szenen zeigen, wie eng das Meer mit dem Alltag hier verknüpft ist.
Was jetzt zu tun bleibt
Die Bergung allein löst das Problem nicht. Damit die Meere rund um Mallorca langfristig weniger Müll sehen, braucht es mehrere Schritte: bessere Abfallverwertung an Land, regelmäßige Überwachungs- und Reinigungsmaßnahmen, Aufklärung bei Touristen und Bootsleuten sowie technische Unterstützung für Taucherteams. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, NGO und Profi-Tauchern ist ein gutes Modell — es müsste nur häufiger stattfinden und besser finanziert werden.
Konkrete Anregungen
Wer vor Ort mithelfen will, kann sich bei lokalen Gemeinden oder bei Organisationen wie Save the Med über geplante Aktionen informieren. Bootsbesitzer sollten an Bord besser sichern und Müll fachgerecht an Land entsorgen. Restaurants und Hotels an der Küste können Gäste aktiv informieren, wie Abfall vermieden und korrekt entsorgt wird.
Fazit: Vier Tonnen sind ein sichtbarer Erfolg — und eine Erinnerung. Sant Elm und die Gewässer um Sa Dragonera profitieren unmittelbar von der Bergung. Wichtig ist jetzt, die Anstrengungen zu verstetigen: regelmäßige Kontrollen, stärkere Prävention an Land und mehr Unterstützung für die Teams, die sich unter Wasser um unsere Küste kümmern.
Bild: Balearenregierung
Häufige Fragen
Warum wird das Meer vor Sant Elm regelmäßig von Müll befreit?
Ist das Baden bei Sant Elm und Sa Dragonera noch sicher?
Lohnt sich ein Ausflug nach Sa Dragonera trotz der Müllprobleme?
Was wurde vor Sant Elm aus dem Meer geholt?
Wie schädigt Müll auf dem Meeresboden die Küste von Mallorca?
Wann ist die beste Zeit für einen ruhigen Besuch in Sant Elm?
Kann man rund um Sant Elm gut schnorcheln oder tauchen?
Wie kann man auf Mallorca selbst bei Müllaktionen mithelfen?
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