
Warnstufe Orange: Starkregen und Gewitter treffen vor allem den Norden Mallorcas
Dunkle Wolken über dem Passeig, nasser Asphalt und für viele Orte im Norden Warnstufe Orange – wir schauen, wie heftig der Donnerstag wird, welche Orte besonders gefährdet sind und was Kommunen und Bewohner jetzt tun sollten.
Was heute auf Mallorca zu erwarten ist
Der Donnerstag beginnt mit dem Geruch von nassem Asphalt auf dem Passeig Mallorca: erste Tropfen gegen 6 Uhr, das Klopfen von Regen auf den Terrakotta-Dächern und vereinzeltes Donnergrollen in der Ferne. Aemet hat für den Norden und Nordosten der Insel Warnstufe Orange zwischen 6 und 16 Uhr ausgegeben. Besonders betroffen sind die Küstenorte Cala Millor, Artà, Can Picafort und Alcúdia – dort melden Meteorologen kräftige Schauer, Gewitter und örtlich sogar Hagel.
Welche Gebiete sind am stärksten betroffen?
Kurz gesagt: Regen zieht über fast die ganze Insel, doch die intensivsten Ereignisse erwarten wir nördlich der Serra de Tramuntana und entlang der Nordküste. Für den Rest Mallorcas gilt eine gelbe Warnstufe – Aufmerksamkeit ist angesagt, Panik nicht. Die größten Schauer werden am Vormittag erwartet; gegen Abend sollte der Druck nachlassen und die Insel lässt wieder mehr Sonne zu.
Eine zentrale Frage: Sind wir auf solche Starkregenereignisse vorbereitet?
Das ist die Frage, die man auf den Märkten am Morgen hört, wenn Händler Planen über Kisten ziehen und ältere Nachbarn vorsichtige Blicke zum Himmel werfen. Kurzfristig helfen einfache Dinge: Dachziegel prüfen, Balkonmöbel sichern, Autos nicht in Senken parken. Langfristig aber zeigt sich ein anderes Bild: Manche Straßen und Ortskerne haben Schwachstellen bei Abflussrinnen und überlaufenden Kanälen. Wenn Niederschläge in kurzer Zeit stark werden, haben viele Gemeinden nur begrenzte Möglichkeiten, das Wasser schnell abzuleiten. Daher sollten alle Betroffenen informiert bleiben, wie im AEMET-Artikel beschrieben.
Konkrete Risiken und wenig beachtete Aspekte
Lokale Unterschiede sind groß: ein Platz, der in einem Jahr trocken bleibt, kann im nächsten Jahr vollgelaufen sein. Besonders kritisch sind:
- Urbanes Sturzflut-Risiko: Kopfsteinpflaster in Altstädten, enge Gassen und verstopfte Ablaufgitter führen zu lokalem Überfluten.
- Landwirtschaft und Ernte: Starkregen kann frisch gepflanzte Felder verwässern und Böden abtragen – ein Thema, das oft nur am Rande diskutiert wird.
- Verkehr: Landstraßen zwischen Felanitx und Manacor oder entlang der Nordküste können schnell unpassierbar werden; Aquaplaning ist nicht ungewöhnlich. Es gibt immer wieder Berichte über solche Bedingungen, wie in dem Artikel über die Sintflutartigen Regenfälle.
Was Gemeinden, Betriebe und Anwohner jetzt praktisch tun können
Es gibt kein Hexenwerk, wohl aber pragmatische Schritte, die helfen:
- Kanal- und Gully-Reinigung: Vorfronten sollten die Abflüsse prüfen. Kleine Maßnahmen verhindern großen Ärger.
- Mobile Warnketten: Nachbarschaftstelefone, WhatsApp-Gruppen oder Aushänge auf Marktplätzen erreichen oft Menschen schneller als Sirenen.
- Schutz für Märkte und Stände: Planen, schnelle Abdeckungen und erhöhte Stellflächen vermindern Schäden an Waren.
- Verkehrslenkung: Sperrung bekannter Problemstellen bei Starkregen, Information an Taxifahrer und Busunternehmen.
Tipps für den Alltag an diesem Donnerstag
Für die Vormittagsstunden bleiben Vorsicht und gute Schuhe sinnvoll. Beim Fahren: Abstand vergrößern, in Kurven langsam machen und besonders auf Landstraßen das Tempo reduzieren. Wer im Norden wohnt, prüft lose Dachplatten und sichert Balkonmöbel. Beim Spaziergang: nicht unter Bäumen aufhalten, bei Donnergrollen Schutz suchen. Öffentliche Märkte könnten durchnässt sein – Einkauf eventuell verschieben oder Regenschutz mitnehmen.
Ausblick und Chancen
Die Modelle sagen eine Beruhigung bis Freitag vorher, das Wochenende bleibt wechselhaft mit einem freundlicheren Samstag und einem möglichen Regenschauer am Sonntag im Norden. Solche Ereignisse sind unangenehm, bieten aber auch die Chance, lokale Strukturen zu überprüfen: Abflussreinigung, bessere Beschilderung von Gefahrenstellen und klare Kommunikationswege zwischen Rathäusern, Bauern und Gewerbetreibenden machen die Insel resilienter.
Eine Erinnerung zum Schluss: Regen fällt punktuell; was in Alcúdia harmlos ist, kann zehn Kilometer weiter für nasse Keller sorgen. Augen auf bei Warnmeldungen von Aemet, Nachbarn informieren, und die Natur mit etwas Geduld warten lassen — nach Regen kommt wieder Sonne, und Mallorca klingt dann noch schöner, wenn die Straßen nach nassem Asphalt riechen und Zypressen im Wind rauschen.
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