
Arbeitslosigkeit auf den Balearen fällt im Dezember unter 30.000
Arbeitslosigkeit auf den Balearen fällt im Dezember unter 30.000
Im Dezember waren auf den Balearen rund 29.300 Menschen arbeitslos gemeldet – etwa 900 weniger als im November. Der Dienstleistungssektor zählt weiterhin die meisten Betroffenen (ca. 22.300).
Arbeitslosigkeit auf den Balearen fällt im Dezember unter 30.000
Dezemberzahlen zeigen leichte Entspannung, Dienstleistungssektor bleibt prägend
Am frühen Morgen in Palma, wenn die Kaffeedüfte aus den Cafés an der Plaça Major in die kühle Luft ziehen und Lieferwagen die ersten Regale am Mercat de l’Olivar beliefern, zeigt sich ein kleines Zeichen von Erholung: Die Arbeitslosenzahl auf den Balearen ist im Dezember wieder unter die Marke von 30.000 gefallen. Konkret waren rund 29.300 Menschen arbeitslos gemeldet – ungefähr 900 weniger als noch im November.
Wer durch die Einkaufsstraßen von Porto Cristo oder entlang des Paseo Marítimo spaziert, merkt es an kleinen Details: Mehr Personal in Bäckereien, eine weitere Servicekraft in der Bar an der Cala Major, ein Aushang für Aushilfskräfte in einer Boutique an der Avenida Jaime III. Diese Signale spiegeln die Statistik wider. Der Großteil der Arbeitslosen – rund 22.300 Personen – bleibt im Dienstleistungssektor verortet. Das ist wenig überraschend auf einer Insel, deren Alltag und Einkommen stark vom Tourismus, vom Gastgewerbe und vom Einzelhandel geprägt sind.
Die kurze Entspannung am Jahresende lässt Hoffnung aufkeimen. Die Behörden rechnen damit, dass die Beschäftigungsspitzen im kommenden Sommer noch einmal höher liegen könnten: Für Juli wird ein neues Allzeithoch an Beschäftigten erwartet. Das bedeutet für viele Familien, für kleine Betriebe und für die vielen Saisonkräfte, die auf Mallorca leben, Planungssicherheit und Perspektive – zumindest für die Monate mit hohem Besucheraufkommen.
Was das konkret für Mallorca heißt: Mehr Aufträge für Handwerker, zusätzliche Schichten für Servicekräfte, Einnahmen für lokale Märkte und Taschengeld für Studierende, die im Sommer jobben. Die Straßencafés füllen sich, Taxifahrer melden belebtere Nächte, und die kleinen Supermärkte entlang der Landstraßen sehen wieder öfter volle Einkaufswagen. Für die Inselwirtschaft sind solche Impulse wichtig, weil sie das ganze Geflecht aus Dienstleistern, Zulieferern und Familienbetrieben stärken.
Wer diesen Aufschwung nutzen möchte, kann aktiv werden: Weiterbildungskurse in Fremdsprachen und im Gastgewerbe, kurzfristige Qualifizierungsangebote für digitale Grundkenntnisse oder angepasste Jobbörsen in den Gemeinden helfen, die Übergänge zwischen Saison- und Ganzjahresbeschäftigung zu erleichtern. Lokale Initiativen – von Kooperativen bis zu Handwerksnetzwerken – können zusätzlich dafür sorgen, dass Aufträge auf der Insel bleiben und Fachkräfte nicht abwandern.
Natürlich ist ein Rückgang um rund 900 Personen von Monat zu Monat kein Grund zum Überschwang. Trotzdem sind es genau diese kleinen Bewegungen, die auf einer Insel mit stark saisonal geprägter Wirtschaft einen Unterschied machen: für den Café-Besitzer in Inca, die Rezeptionistin in einem Familienhotel in Cala d’Or oder den Bootsverleiher in Port de Sóller. Wenn im Juli ein neues Beschäftigungsplus registriert wird, spüren es deutlich mehr Menschen in ihrer täglichen Arbeit.
Im Moment, bei mildem Winterlicht und dem Rauschen des Meeres, wirkt die Nachricht entschlossen positiv: Die Inselwirtschaft atmet durch, Beschäftigungswege öffnen sich wieder, und viele Arbeitgeber stellen vorsichtig Personal ein. Für die Bewohner Mallorcas heißt das vor allem eines – ein Stück mehr Stabilität im Kalenderjahr, kombiniert mit der Einladung, die Chancen der Nebensaison besser zu nutzen.
Ausblick: Die Dezemberzahlen geben Anlass zur Zuversicht. Wenn Kommunen, Bildungsanbieter und Unternehmen jetzt zusammenarbeiten, könnte die erwartete Sommerbelebung nicht nur kurzfristig Jobs bringen, sondern langfristig mehr Menschen in feste, verlässliche Beschäftigungsverhältnisse führen.
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