
Cala Millor bekommt Anschluss an die Via Verde: Mehr Platz fürs Fahrrad
Cala Millor bekommt Anschluss an die Via Verde: Mehr Platz fürs Fahrrad
Sant Llorenç plant neue Verkehrswege: Der Camí de Son Moro soll Fahrrad- und Fußverkehr sicherer machen und über eine direkte Verbindung an die Via Verde führen. Kosten: knapp 4,2 Millionen Euro, größtenteils mit EU-Förderung.
Cala Millor bekommt Anschluss an die Via Verde: Mehr Platz fürs Fahrrad
Über 4 Millionen Euro für neue Rad- und Fußwege – der Camí de Son Moro soll Verbindung ins Inselinnere werden
Am frühen Morgen, wenn die ersten Bäckereien in Cala Millor ihre Türen öffnen und der Geruch von Kaffee über der Promenade liegt, sieht man sie wieder: Urlauber auf Leihrädern, Einheimische mit Einkaufstaschen, Senioren mit Nordic-Walking-Stöcken. Bislang teilen sie sich oft schmale Straßen mit dem Autoverkehr. Das soll sich ändern.
Die Gemeinde Sant Llorenç hat zwei Bauprojekte ausgeschrieben, die Via Verde anbinden sollen – die ehemalige Bahntrasse zwischen Manacor und Artà, die heute als grüne Naherholungsroute dient. Insgesamt sind dafür 4,19 Millionen Euro vorgesehen; die Finanzierung erfolgt überwiegend aus europäischen Fördermitteln. Konkret sind für den Ausbau des Camí de Son Moro rund 3,1 Millionen Euro eingeplant, für die Verbindung zur Via Verde etwa eine Million Euro.
Geplant ist am Camí de Son Moro ein komplett neu geordneter Straßenraum: zwei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr, dazu ein separater Radweg sowie bessere Bereiche für Fußgänger. Zusätzlich entsteht eine direkte Verbindung, die Radfahrenden und Spaziergängern einen weniger befahrenen Zugang zur Via Verde ermöglicht. Für Aktivurlauber bedeutet das: von der Strandpromenade schneller und sicherer ins Landesinnere – ohne ständig Autos ausweichen zu müssen.
Die Idee für dieses Netz reicht zurück bis 2019; Ende 2025 wurde die erforderliche Genehmigung erteilt, und im Januar 2026 gab es die endgültige Freigabe. Auf dem Weg dorthin mussten lokale Bebauungspläne angepasst und notwendige Grundstücksübernahmen im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens abgesichert werden. Die Ausschreibungen der Bauarbeiten sind nun veröffentlicht.
Wer morgens auf dem Markt von Cala Millor einkauft, hört gelegentlich den leiseren Takt: weniger Hupen, mehr Vogelstimmen. Genau das erhoffen sich die Befürworter der Maßnahme. Die Gemeinde hebt hervor, dass die geplante Infrastruktur den Rad- und Fußverkehr stärken und die Belastung durch Fahrzeuge verringern soll. In der Praxis heißt das: sicherere Verbindungen für Familien, Radtouristen und ältere Menschen, die heute große Umwege oder unsichere Straßenabschnitte meiden.
Aus lokaler Perspektive bringt die Anbindung an die Via Verde ein Stück Freiheit für Ausflüge: Die ehemalige Bahntrasse verläuft durch ruhigere Landschaften als die Küstenstraße und bietet für Freizeitradler angenehme, weitgehend autofreie Abschnitte. Vorbei an hügeligen Feldern und Ölbäumen lässt sich das andere Mallorca erkunden, ohne lange Anfahrten mit dem Auto.
Baustellen bringen immer Lärm und Schmutz mit sich. Viele Ladenbesitzer und Vermieter in Cala Millor werden aufmerksam beobachten, wie die Arbeiten organisiert werden, damit die Hauptsaison nicht beeinträchtigt wird. Gute Koordination bei den Bauzeiten, klare Umleitungspläne und regelmäßige Informationen an die Bevölkerung werden aus der Nachbarschaft als wichtige Bedingungen genannt.
Die Verbindung ist nicht nur für Urlauber ein Gewinn: Alltagswege könnten kürzer werden, Kinder sicherer zur Schule radeln, und Pendler hätten eine zusätzliche, entspanntere Route. Gleichzeitig eröffnet das Projekt die Chance, Mobilitätsgewohnheiten zu ändern: weniger Kurzstrecken mit dem Auto, mehr Bewegung vor der Haustür.
In den kommenden Monaten wird man auf der Insel sehen, wie die Ausschreibungen vergeben und die ersten Bagger auffahren. Wer jetzt schon Fahrrad fährt, kann sich vorstellen, wie entspannter ein Morgenradler zur Via Verde pedalen wird: Meeresrauschen links, Olivenhaine rechts, und eine Trasse, die Platz für alle lässt.
Für Cala Millor ist das mehr als ein neues Stück Asphalt: Es ist eine Einladung, die Insel vom Sattel aus zu erleben. Wenn Planung und Bau praxisnah umgesetzt werden, gewinnt die Region nicht nur an Sicherheit, sondern auch an Lebensqualität – und ein paar Kilometer mehr Strecke, die man mit einem Lächeln radeln möchte.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Anbindung von Cala Millor an die Via Verde für Radfahrer?
Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Vorteile bringt der neue Rad- und Fußweg für Familien und Senioren?
Wann beginnen die Bauarbeiten und wie wird die Hauptsaison beeinflusst?
Wie verändert der Anschluss an die Via Verde das Erkunden der Insel?
Welche Kleidung und Packtipps eignen sich für eine Radtour ab Cala Millor?
Wie wirkt sich der Ausbau auf Lärm und Lebensqualität aus?
Welche Mobilitätsgewohnheiten könnten sich künftig ändern?
Ähnliche Nachrichten

Leitfrage: Sind Mallorcas Städte und Infrastruktur auf solche Kaltfronten vorbereitet?
In der Nacht zum Mittwoch brachte eine scharfe Kaltfront Blitz, Donner und viel Regen auf die Insel. AEMET hält die Unwe...

Austern, 800 PS und ein Spendenherz: Private Greens Business Cup in Canyamel
Rund 120 Geschäftsgäste spielten Anfang Oktober auf dem Golf de Canyamel, probierten einen 800‑PS‑McLaren und sammelten ...

Ryanair verlässt Bremen – was das für Mallorca-Verbindungen und die Insel bedeutet
Ryanair stellt die Flüge von Bremen nach Mallorca ab April ein. Für Urlauber fallen mehrere Verbindungen weg, der Bremer...

Fahrbahn bricht ein in Palma: Wer schützt die Hauptzufahrten der Stadt?
Ein Loch auf der Avenida Gabriel Alomar hat drei Fahrspuren Richtung Paseo Marítimo gesperrt. Buslinien werden umgeleite...

Boutique-Hotel-Ranking: Zwei Mallorquiner in Spaniens Top 25
Ein neues Ranking auf Basis von Gästebewertungen bringt zwei Hotels von Mallorca unter Spaniens 25 beste Häuser mit weni...
Mehr zum Entdecken
Entdecke weitere interessante Inhalte