
Calvià plant Abriss von elf leerstehenden Läden in Magaluf
Das Rathaus von Calvià will in Magaluf elf seit Langem geschlossene Ladenlokale aufkaufen und abreißen – auf einer 2.600 m² großen Fläche soll mehr öffentlicher Raum entstehen. Kostenpunkt: rund zwei Millionen Euro, beantragt über die Tourismussteuer.
11 leerstehende Ladenlokale sollen Platz für öffentlichen Raum machen
Wer in der Gegend um die Punta Ballena in Magaluf spaziert, kennt die Reihe verwaister Schaufenster: Türen verriegelt, Rollläden herunter, Staub in den Ecken. Jetzt hat die Gemeindeverwaltung von Calvià einen Plan vorgestellt, der diese Ecke verändern könnte: Elf seit längerer Zeit geschlossene Läden sollen gekauft und abgerissen werden. Diese Maßnahme steht im Kontext von weiteren Projekten, wie dem Abriss von zwei Hotels, die auch Raum für Grünflächen für Paguera und Magaluf schaffen sollen.
Was genau ist vorgesehen?
Auf dem rund 2.600 Quadratmeter großen Areal will die Gemeinde mehr Raum für die Öffentlichkeit schaffen. Konkrete Nutzungen stehen noch nicht fest – denkbar sind eine kleine Grünfläche, Sitzgelegenheiten oder ein Platz für Märkte und Veranstaltungen. Wichtig ist: es geht nicht um Neubauten im klassischen Sinn, sondern um Freifläche statt Bausubstanz, die schon seit Jahren vor sich hin schlummert. Projekte wie der Boulevard in Peguera zeigen, dass solche Entwicklungen möglich sind.
Kosten und Finanzierung
Die Rechnung: Gut zwei Millionen Euro. Calvià hat demnach eine Förderung aus Mitteln der Tourismussteuer beantragt, um den Ankauf und Abriss zu bezahlen. Für die Kommune ist das ein mittlerer Betrag, aber in Zeiten knapper Kassen muss so ein Projekt dann doch gut begründet werden. Auch die Verwaltung hat die Möglichkeit, von erfolgreichen Projekten wie im historischen Park Finca Torrenova zu lernen.
Warum jetzt?
Die Ladenzeile steht lange leer und gilt als Schandfleck, sagen Anwohner. Gleichzeitig hat die Gemeinde Interesse, das Stadtbild von Magaluf aufzuräumen und mehr öffentlich nutzbaren Raum zu schaffen – besonders in den Wintermonaten, wenn es ruhiger ist. Ein nicht unwichtiger Nebeneffekt: weniger verfallene Flächen können auch das Sicherheitsgefühl verbessern.
Reaktionen aus der Nachbarschaft
Beim Bäcker an der Ecke hört man verschiedene Stimmen: Einige Anwohner begrüßen die Idee, andere fragen nach Perspektiven für lokale Gewerbetreibende. Ein paar Hoteliers befürchten, dass eine Umgestaltung kurzfristig keine Lösung für strukturelle Probleme im Ort ist. Insgesamt: Skepsis, aber auch Neugier – wie das Projekt am Ende aussieht, bleibt abzuwarten.
Die Verwaltung will in den kommenden Wochen die Details klären – Genehmigungen, ein möglicher Zeitplan für den Abriss und Gespräche mit Eigentümern stehen auf der Agenda. Wenn alles glattläuft, könnten die ersten Arbeiten im nächsten Jahr beginnen. Bis dahin schauen Spaziergänger weiter auf dieselben verschlossenen Schaufenster – und hoffen auf Leben statt Leerstand.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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