Club de Mar in Palma: Neuer Anstrich für die Hafenfront – Glas, Gärten, Marsalada

Neue Optik am Hafen: Der Club de Mar gibt Palma ein frisches Gesicht

Neue Optik am Hafen: Der Club de Mar gibt Palma ein frisches Gesicht

Nach fünf Jahren Bauzeit und rund 84 Millionen Euro steht der neue Club de Mar am Porto Pi: moderne Glasfassaden, hängende Gärten, vier Restaurants, 97 Parkplätze und die Rückkehr der Diskothek Marsalada. Ein Spaziergang zeigt: die Ecke atmet auf.

Neue Optik am Hafen: Der Club de Mar gibt Palma ein frisches Gesicht

Wenn man am Paseo Marítimo Richtung Porto Pi schlendert, hört man zuerst das Meer, dann die Schritte von Spaziergängern und, in der Ferne, das gelegentliche Hupen auf der Avenida Gabriel Roca. Genau dort, unweit des deutschen Konsulats, fällt jetzt ein neues Ensemble ins Auge: nach fünf Jahren Baustelle ist der Komplex des Club de Mar fertiggestellt – Ergebnis einer rund 84 Millionen Euro teuren Neugestaltung.

Glas, Metall und grüne Wände

Die Gestaltung stammt vom Architekturbüro Entresitio aus Madrid. Auffällig sind die großen Glasflächen und die Metallakzente, die dem Bau eine luftige, moderne Anmutung verleihen. Zum Gegensatz werden an mehreren Stellen dichte, hängende Gärten eingeflochten: kleine grüne Vorhänge an den Fassaden, die den nüchternen Materialmix auflockern und eine Verbindung zum frisch begrünten Paseo Marítimo herstellen.

Bei meinem Spaziergang habe ich festgestellt, dass noch nicht alle Innenräume möbliert sind. Ein breiter Fußweg durch den Komplex ist teilweise noch durch Plastikbarrieren abgesperrt, und manche Terrassen wirken noch wie Baustellen, obwohl die äußere Hülle bereits sehr präsent ist. Drei der Hauptbauten sind untereinander durch Stege verbunden; man sieht, wie sich die neue Anlage später in den Fluss der Hafenpromenade einfügen wird.

Was kommt rein — und was bleibt exklusiv

Der neue Club de Mar wird ein Bündel an Angeboten vereinigen: mehrere Geschäfte, Cafés, Eisdielen, ein Fitnessstudio, ein Spa, Schwimmbecken, einen Kinderclub, Verleiher für Boote, Makler, Läden für Damen- und Bademode sowie Konferenzräume. Insgesamt sind vier Restaurants geplant. Die obere Etage des Hauptgebäudes wird – wie früher schon üblich – bestimmten Clubmitgliedern vorbehalten sein.

Eines der Restaurants, die Bar de la Marina, hat bereits einen Betreiber: die Firmengruppe rund um die Schuhmarke Camper, die auf der Plaça Gomila kein Unbekannter ist. Diese Adresse verspricht eine große Terrasse mit Blick auf den Hafen und einen Cafetería- und Frühstücksservice. Das Hauptrestaurant sitzt in einem vollständig verglasten Bereich des Komplexes. Betreiber für das dritte Lokal stehen noch aus, allerdings ist von einer gehobenen Gastronomie die Rede. Und überraschenderweise wird die bekannte Diskothek Marsalada zunächst als Brasserie eröffnen, bevor sie später wieder als Nachtlokal in Betrieb geht.

Parken, Promenade, Perspektive

Neu ist auch ein zweistöckiger, in eines der Gebäude integrierter Parkraum mit 97 kostenpflichtigen Stellplätzen. Eine Fußgängerbrücke verbindet den Komplex direkt mit der Hafenpromenade – angenehme Nachricht für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Was hier entsteht, ist mehr als ein einzelnes Bauprojekt: zusammen mit dem aufgewerteten Paseo Marítimo verändert der Club de Mar die Bildqualität dieser Ecke. Wo einst eine unansehnliche Betonbrücke und ein etwas chaotischer Verkehrsbetrieb dominierten, ist jetzt eine deutlich fußgängerfreundlichere Haltung zu erkennen. Das bedeutet: mehr Ruhe, bessere Wege und mehr Raum für Menschen, die am Wasser verweilen wollen.

Kurz beobachtet — und ein Blick nach vorn

Am frühen Nachmittag sitzt eine ältere Dame auf einer Bank, ihr Hund im Schatten, und ein Paar diskutiert über die neuen Cafés. Möwen kreisen, Bauarbeiter räumen Werkzeuge weg. Offiziell ist die Einweihung für Juni oder Juli geplant. Bis dahin bleibt Zeit, die letzten Details zu vervollständigen und den neuen Raum mit Leben zu füllen.

Für Palma heißt das: ein weiterer Abschnitt der Hafenfront, der sich modernisiert und zugänglicher wird. Wer morgens hier entlang joggt, hat künftig vielleicht einen Cappuccino zur Hand; abends könnten Terrassenlicht und Blick aufs Wasser mehr Laufkundschaft anlocken. Es ist kein radikaler Umbruch, aber eine spürbare Aufwertung: sauberere Linien, mehr Grün und ein Stück Hafen, das wieder einlädt.

Unser Tipp: Ein Spaziergang am späten Nachmittag, wenn die Sonne flacher steht und das Glas der Fassaden warm leuchtet. Nach der offiziellen Eröffnung lohnt es sich, die neue Balkonterrasse der Bar de la Marina auszuprobieren – Sitzplatz, Hafenblick, frischer Wind. Das ist Mallorcas Ufer in neuer Form.

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