
Ein Himmel wie ausgemalt: Mallorcas Abend in Farben
Gestern Abend brannte der Himmel über Mallorca in Rot- und Orangetönen. Von Playa de Palma bis Cala Rajada staunten Einheimische und Urlauber gleichermaßen — ein kleiner Tipp für Fotofreunde inklusive.
Wenn Mallorca Abend macht: Farben, die man nicht vergisst
Gestern Abend gegen 20:10 Uhr bin ich von der Promenade an der Playa de Palma ein Stück ins Viertel hineingeschlendert, nur um frische Luft zu holen. In der Ferne spannte sich ein Himmel, als hätte jemand eine extra Portion Farbe über die Insel gekippt: kräftiges Rot, warmes Orange, dazwischen ein schimmerndes Gelb. Die Wellen wirkten wie flüssiges Licht, Möwen kreisten, und irgendwo klirrte das Besteck aus einem Straßencafé – ein Abend, der sofort hängen bleibt.
Vom Paseo bis zur Cala: überall dasselbe Staunen
Nicht nur an der Playa de Palma sah man das Schauspiel. Aus Son Servera und Cala Rajada kamen Nachrichten und Bilder, sogar Freundinnen von der Ostküste schickten Fotos aus kleinen Buchten. Manche Bilder zeigten schroffe Klippensilhouetten, andere eine glatte Spiegelung auf dem Meer. Auf dem Paseo standen Touristen mit Handys neben einheimischen Rentnern, die den Sonnenuntergang mit ruhigen Augen genossen – eine sehr mallorquinische Mischung aus Neugier und Gelassenheit.
Solche Abende verbinden Orte. Man hört an entfernten Ufern dasselbe leise Gespräch, das Taste-Klingeln eines Fahrradkorbs, die Stimme eines Verkäufers, der die letzten in Plastik verpackten Croissants anbietet. Und dann dieses Licht: manchmal hat man das Gefühl, die Insel atmet tief durch. Ein Beispiel für solche beeindruckenden Erlebnisse findet man auch in unserem Artikel über seltenes Naturkino.
Warum die Farben so intensiv wirkten
Wer sich für Wolkenkunde interessiert, kann jetzt auf Staub aus der Sahara oder bestimmte Wolkenschichten verweisen – und ja, beides kann einen Sonnenuntergang verstärken. Für den Spaziergänger reicht meist der simple Genuss: der Kontrast von warmem Himmel und kühlem Meer, das Flirren der Luft über Asphalt und Promenadenlichtern. Nach einem milden Tag mit leichter Brise wirken die Farben oft am besten. Ein upcoming Event, das nicht nur die Farben, sondern auch den Himmel über Mallorca transformieren wird, ist der Supermond, der am 5. November zu beobachten sein wird.
Ein Nachmittag für die Kamera – und für die Seele
Viele teilten ihre Fotos in den sozialen Netzwerken, denn Bilder wie diese bleiben gern hängen. Wer ein gutes Bild machen will: etwas früher da sein, weil Parkplätze gegen Sonnenuntergang schnell besetzt sind; einen erhöhten Punkt suchen (eine kleine Mauer, ein Balkon, der Hafenmolenrand) und etwas Abstand zu anderen Fotografen halten. Manchmal ist ein schlichter Vordergrund – ein Fahrrad, eine Plastikbank, eine alte Ziegelmauer – das, was dem Foto Tiefe gibt.
Für alle, die mitmachen möchten: markiert eure schönsten Aufnahmen mit #Inselhimmel oder schickt eine Mail an post@inselstimmen.com. Ich sammele gern besondere Perspektiven für eine kleine Galerie – nicht auf Hochglanz, sondern mit den echten Momenten: dem Lachen, dem Wind, den nassen Haaren nach einem Sprung ins Meer. Für Interessierte gibt es auch faszinierende Naturphänomene, die über Mallorca tanzen, wie die Aurora – mehr darüber findet ihr hier: Wenn die Aurora über Mallorca tanzt.
Ein kleiner Tipp zum Schluss
Wenn die Vorhersage milde Abende verspricht, lohnt sich ein kurzes Zeitfenster vorm Schlafengehen. Fünf Minuten eher losgehen, das Handy entsichern, durchatmen. Und: den Augenblick nicht nur als Foto, sondern auch ohne Bildschirm aufnehmen. Solche Abende, mit dem Rauschen des Meeres im Ohr und einer Tasse Kaffee in der Hand, sind die, an die wir uns später mit einem Lächeln erinnern. Ein solcher Abend könnte auch von nächtlicher Blitzflut begleitet werden, wie in diesem Artikel beschrieben: Nächtliche Blitzflut.
Morgen? Vielleicht wieder. Die Wetterkarten deuten auf weitere milde Abende hin. Also: Augen offen halten, Kamera bereit – und ein bisschen Zeit mitbringen. Mallorca zeigt sich manchmal von der farbenfrohsten Seite, genau dann, wenn man gar nicht viel erwartet.
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