
Supermond über Mallorca: Am 5. November lohnt sich der Blick nach oben
Ein nächtliches Schauspiel: Am 5. November steht der Mond im Perigäum und erscheint als Supermond über Mallorca. Tipps für gute Beobachtungsplätze, Fotohinweise und warum die Insel jetzt besonders stimmungsvoll wirkt.
Supermond am 5. November: Ein Himmelsereignis, das die Insel verzaubert
Wenn abends der Wind vom Meer ein bisschen schärfer durch die Gassen weht und die Promenaden nach dem Tag ruhiger werden, lohnt sich dieses Mal ein Blick nach Osten: Am 5. November 2025 nähert sich der Mond der Erde so stark, dass er als sogenannter Supermond auffällt. Auf Mallorca, wo die Straßenlaternen oft mit dem Klang der Wellen konkurrieren, wirkt dieses Licht plötzlich ganz anders — klarer, größer, fast so, als hätte jemand die Kontraste aufgedreht.
Wann und wo Sie ihn am besten sehen
Rechnen Sie mit einem Aufgang kurz nach 17:15 Uhr. Wirklich eindrucksvoll zeigt er sich meist etwa eine Stunde nach Mondaufgang, wenn die Dämmerung verblasst und der Himmel dunkel genug ist, aber noch genug Umrisse bleiben, um Häuser und Olivenbäume im Vordergrund zu erkennen. Für eine schnelle Aussicht genügt der Paseo Marítimo in Palma — ein paar Schritte vom Hafen und schon hat man den Mond überm Meer. Wer mehr Ruhe sucht, dem empfiehlt sich das Castell de Bellver mit seinen Kiefernrändern, die im Wind rauschen, oder eine Fahrt in den Norden: Cap de Formentor bietet weite Horizonte, im Osten die Bucht von Cala Millor oft glattes Wasser und weniger Lichtstörung.
Auch die ländlichen Ecken zeigen sich von ihrer besten Seite: Serra de Tramuntana, Santanyí oder die Küstenstraße bei Llucmajor haben nachts weniger künstliches Licht — ideal, wenn man Sterne und eventuell auch die eine oder andere Sternschnuppe sehen möchte.
Warum der Mond größer wirkt
Der Grund ist astronomisch schlicht: Im Perigäum, dem erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn, ist der Mond etwa 357.000 Kilometer entfernt. Das lässt ihn sichtbar größer erscheinen — Experten sprechen von bis zu 14% größer und bis zu 30% heller gegenüber einem durchschnittlichen Vollmond. Für uns heißt das: ein deutlich stärkeres Mondlicht, längere Schatten und Fotomotive, die selbst vertraute Plätze plötzlich filmreif aussehen lassen. Keine schlechte Ausrede also, noch einmal abends spazieren zu gehen.
Mehr als nur ein großer Mond: Sternschnuppen und Traditionen
Der November bringt oft noch mehr himmlische Gäste: Mehrere Meteorschauer können das Spektakel ergänzen, vor allem wenn die Nacht klar bleibt. In den Bauernhöfen und kleineren Orten hört man dann manchmal nur Grillengezirpe und das Knacken von Kiefern, während der Mond über den Feldern wacht. In anderen Ländern hat der Novembervollmond Namen wie den „Biber-Mond“ — auf Mallorca erinnern diese Bezeichnungen eher an lange Abende, offene Kamine und den ersten kräftigen Tramuntana-Böen.
Praktische Tipps für Beobachter und Fotografen
Wer ein Foto machen will: Ein Teleobjektiv bringt Details auf die Sensorfläche, ein Weitwinkel mit kurzer Belichtungszeit zeigt Landschaft und Mond zusammen. Stativ nicht vergessen — und warme Kleidung: Küstenabende können überraschend frisch sein, ein Thermobecher mit Kaffee oder heißer Schokolade schadet nie. Achtung beim Parken: Aussichtspunkte füllen sich schnell, viele halten spontan am Straßenrand. Bitte Rücksicht nehmen und nicht auf Zufahrten stehen bleiben.
Tipp: Blickrichtung Osten — der Supermond steigt auf und bleibt bis in die frühen Morgenstunden sichtbar. Wenn Sie ihn beim Untergang an der Westküste sehen möchten, planen Sie einen langen Abend ein, es lohnt sich.
Kurz gesagt: Der 5. November bietet eine schöne Gelegenheit, den Nachthimmel Mallorcas neu zu entdecken. Mit etwas Glück wird das Zusammenspiel aus Mondlicht, Meergeräuschen und kalter Novemberluft zu einem dieser ruhigen Inselmomente, die man gerne festhält — mit Kamera oder einfach nur im Kopf. Weitere Infos finden Sie in unserem Artikel über die totale Mondfinsternis und wie Sie das Himmelsballett der Aurora über Mallorca erleben können.
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