Perseiden über Mallorca: Die besten Plätze und Tipps

Perseiden-Glanz: So erleben Sie Mallorcas Sternschnuppen

In klaren Augustnächten ziehen die Perseiden über Mallorca wie flüchtige Funken. Wo Sie die besten Sichtplätze finden, warum die Sternschnuppen entstehen und welche Ausrüstung wirklich hilft — ein praktischer Guide für Wunschzettel und Nachthimmel.

Wenn Mallorca den Himmel anzündet

Es gibt Abende, da reicht ein Blick nach oben – und die Insel fühlt sich größer an. In diesen Augustnächten sind die Perseiden wieder unterwegs. Keine Esoterik, sondern Natur: winzige Staubteilchen treffen die Atmosphäre und verglühen in 80–100 Kilometern Höhe. Für uns sehen sie aus wie schnelle, helle Striche, manchmal sogar als kräftige Feuerbälle.

Wann Sie nach oben schauen sollten

Die Nacht vom 12. auf den 13. August gilt als Höhepunkt, doch die Aktivität zieht sich über mehrere Nächte. Die beste Zeit ist nach Sonnenuntergang bis in die frühen Morgenstunden, mit einem Sweetspot zwischen 23:00 und 04:00. Mein Alltagstipp: Wer nach Mitternacht bleibt, wird belohnt. Durch die Erdrotation „fährt“ die Nachtseite Mallorcas eher in das Staubfeld, und die Rate an sichtbaren Sternschnuppen steigt. Wer mehr über den Himmel über Mallorca erfahren möchte, kann sich hier informieren.

Warum das alles so wunderbar aussieht

Die Herkunft ist simpel und schön: Reste eines Kometen hinterlassen beim Vorbeiflug winzige Körner. Trifft die Erde auf dieses Feld, verglühen die Körnchen in Windeseile und hinterlassen Lichtspuren. Manche sind hauchdünn, kaum zu sehen, andere knallen richtig hell – und das Erlebnis entscheidet oft das Wetter und die Dunkelheit vor Ort.

Die besten Plätze auf der Insel

Stadtrand und künstliches Licht sind die natürlichen Feinde jeder Sternenshow. Gut ist, wer in den Schatten Palmas kommt und die Fenster der Großstadt hinter sich lässt. Ein paar Stellen, die ich immer wieder empfehle:

Cúber und Gorg Blau in der Serra de Tramuntana: hohe Lage, kühle Luft, oft klares Seeing. Wenn die Zikaden verstummen, ist der Himmel frei.

Cap de Formentor: Meer links, Himmel überall. Der Wind pustet die feuchte Luft weg und die Lichtverschmutzung ist gering.

Cala Mesquida und kleine Buchten im Osten: Sand, Wellenrauschen und nur wenige Laternen. Ideal für Decke und Thermoskanne. Auch kleine Straßen Richtung Llevant oder abgelegene Plätze im Süden funktionieren gut. Hauptsache: dunkel und ruhig. Weitere Tipps zu Mondereignissen finden Sie hier.

Was in die Tasche gehört

Eine Decke und ein kleines Kissen sind Gold wert; Mallorca kühlt nachts, selbst im August. Eine Thermoskanne mit Tee oder etwas Warmem ist sympathisch und hält wach. Vermeiden Sie grelles Licht: Eine Stirnlampe mit rotem Licht schont die Augen. Weißes Licht zerstört die Dunkeladaptation sofort.

Kein Fernglas nötig. Das freie Auge erfasst mehr Feld und fängt die zarten Spuren besser ein. Mückenmittel einpacken, besonders in den feuchteren Küstenbereichen. Und ja: eine Sternen-App kann beim Erkennen von Sternbildern helfen — aber für die Perseiden reicht das spontane Staunen.

Kleiner Realismus-Check

Ein heller Mond kann viele schwache Schnuppen überstrahlen. Wolken sowieso. Und wer sehr zentral in Palma bleibt, sieht deutlich weniger. Trotzdem: Selbst hinter Palmas Randbezirken kann ein einzelner, kräftiger Feuerball das Herz hüpfen lassen. Manchmal sind es die kurzen, unvorhersehbaren Momente, die lange nachklingen. Weitere Informationen über Mondfinsternisse auf Mallorca finden Sie hier.

Fazit: Ein bisschen Planung, eine dunkle Stelle und die Gelassenheit zu warten — mehr braucht es nicht. Die Insel gibt uns diese kleinen himmlischen Geschenke, begleitet vom Zirpen der Grillen, dem Rauschen des Meers und dem frischen Duft der Kiefern. Wünsche nicht vergessen. Ob sie wahr werden? Na ja, ein Grund mehr, nochmal nach oben zu schauen. Für weitere lokale Ereignisse sollten Sie auch diesen Artikel lesen.

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