
Kellerlokal in Inca: Maria Solivellas erweckt den Celler Ca'n Marron zu neuem Leben
Kellerlokal in Inca: Maria Solivellas erweckt den Celler Ca'n Marron zu neuem Leben
Ein historischer Weinkeller im Herzen von Inca bekommt eine neue Küche: Die mit einem Grünen Michelin-Stern ausgezeichnete Köchin Maria Solivellas übernimmt das Celler Ca'n Marron und plant die Wiedereröffnung Anfang 2026 – mit regionalen Produkten und einem modernen Blick auf Tradition.
Kellerlokal in Inca: Maria Solivellas erweckt den Celler Ca'n Marron zu neuem Leben
Ein historisches Steingewölbe, regionale Produkte und ein Konzept, das die Insel atmet
Wenn man durch die Straßen von Inca geht, hört man morgens das Klappern der Marktstände, das Rufen der Händler und den Geruch von frischem Brot, der aus den Gassen weht. Genau in diesem Umfeld liegt ein Haus aus dem 17. Jahrhundert, dessen Gewölbe seit Jahrzehnten Menschen zum Essen und Trinken zusammengebracht hat. Das Celler Ca'n Marron stand zuletzt leer – bald aber soll hier wieder Leben einkehren.
Die Köchin Maria Solivellas, Jahrgang 1970 aus Palma, übernimmt das Projekt. Solivellas ist auf der Insel bekannt und trägt einen Grünen Michelin-Stern für ihre Arbeit mit saisonalen, lokalen Zutaten. In den kommenden Wochen wird das Innere des Lokals behutsam überarbeitet: Wände, Beleuchtung und Küche erhalten ein Update, der rustikale Charakter des Cellers bleibt erhalten. Die Vorbereitungen zielen darauf ab, den Speisesaal und die Herzküche an die heutige Gastroszene anzupassen, ohne dem Raum seine Seele zu nehmen.
Ein „celler“ ist hierzulande mehr als nur ein Keller: Es ist ein Ort, an dem Wein, Olivenöl und Konserven ihren Platz hatten und später Gäste zu einfachen, ehrlichen Gerichten zusammenkamen. Solivellas plant, genau an diesem Gedanken anzuknüpfen. Erwartet werden keine lauten Experimente, sondern Gerichte, die die Produkte der Insel in den Mittelpunkt stellen: Gemüse und Kräuter vom Markt, Käse und Wurstwaren von Erzeugern aus der Nähe, eine Sparte für eingelegte Spezialitäten und natürlich eine Auswahl an lokalen Weinen.
Für Inca als Ort ist das mehr als eine neue Adresse auf der Karte. Das Projekt bringt Arbeitsplätze, sorgt für Zulieferungen aus der Region und stärkt das gastronomische Angebot abseits der Touristenzentren. Wer nach Ruhe sucht und Wert auf Herkunft legt, wird hier künftig richtig sein – perfekte Voraussetzungen für alle, die abseits der Hauptströme essen möchten.
Die Renovierung beschränkt sich auf den Innenbereich; die Aussenfassade und das historische Gewölbe bleiben sichtbar und erkennbar. Technisch bedeutet das auch: eine modernere Küche, die effizienter mit lokalen Rohwaren arbeitet, und ein Speisesaal, der kleine Gruppen ebenso aufnehmen kann wie einzelne Genießer. Solivellas kündigt an, die Grundzüge des Konzepts Anfang 2026 öffentlich vorzustellen.
Alltagsbeobachtung: An kalten Tagen klickt in Inca oft der Herd in den Küchen der Nachbarn, und die Plaça füllt sich mit Menschen, die nach Arbeit und Einkäufen einen Kaffee trinken. Genau solche Momente will das neue Celler aufnehmen – ein Ort, an dem man sich trifft, ein Stück Heimat auf dem Teller findet und die Inselküche neu denkt.
Warum das gut für Mallorca ist? Weil kleine, authentische Projekte lokale Kreisläufe stärken. Produzenten profitieren, traditionelle Rezepte bleiben sichtbar, und Reisende finden jenseits der Strandpromenaden eine Verbindung zur Insel. Außerdem ist der Erhalt historischer Räume ein Beitrag zur Identität unserer Orte: Wenn ein 17.‑Jahrhundert-Keller mit moderner Küche bespielt wird, bleibt Geschichte lebendig statt zu einem musealen Relikt zu verkümmern.
Für die Besucher bedeutet das: ruhige Atmosphäre, saisonale Speisen, ein Augenmerk auf nachhaltige Beschaffung. Für Inca bedeutet es: ein weiterer Treffpunkt im Stadtkern und ein Zeichen dafür, dass Gastronomie hier nicht nur auf Masse setzt, sondern auf Qualität und lokale Vernetzung.
Ausblick und Inspiration: Wer selbst in der Küche mit lokalen Produkten arbeiten möchte, kann sich vom Ansatz hier etwas abschauen — kurze Lieferketten, Respekt vor der Jahreszeit und die Bereitschaft, alte Zubereitungen neu zu interpretieren. Das Celler Ca'n Marron könnte so zu einer kleinen Schule des guten Handwerks werden, in der Geschmack und Herkunft zusammenfinden.
Man muss nicht auf offizielle Eröffnungsdaten warten, um neugierig zu werden: Ein Spaziergang durch Inca, ein Blick auf das alte Gewölbe und das leise Hämmern der Handwerker genügt, um zu ahnen, dass hier etwas Gutes entsteht. Anfang 2026 sollen die Pforten wieder öffnen. Bis dahin gilt: Die Stadt bleibt ein Ort, an dem sich traditionelle Strukturen und neue Ideen begegnen – und wer das sucht, wird im Celler künftig genau an der richtigen Adresse sein.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
Ähnliche Nachrichten

Direkt zum Sand: Aufzug in Cas Català ab Juli wieder offen
Gute Nachrichten für Strandgänger: Der Aufzug am kleinen Strand von Cas Català in Calvià wird nach Reparaturen voraussic...

Christliches Yoga in S'Arenal: Pfarrerin verbindet Körper und Glaube
Im Gemeindehaus von S'Arenal trifft sich eine bunte Mischung aus Residenten und Gästen: Pfarrerin Olivia Scheib bietet e...

Seegras und Strandreinigung: Wie neue Regeln Mallorcas Küsten verändern
Ein neues Dekret aus Madrid schränkt das Entfernen von angespülter Posidonia ein. Was bedeutet das für Gemeinden, Touris...

Ostern auf Mallorca: Sonne ja, warmes Meer eher nicht
Am Osterwochenende scheint die Sonne und Mallorca riecht nach Frühling. Wer ins Meer will, sollte aber warme Kleidung un...

Große Anzeigetafel vor Sicherheitskontrolle am Flughafen Palma: Mehr Info oder nur Show?
Vor der Sicherheitskontrolle in Palma ist eine neue, deutlich größere Anzeigetafel installiert worden. Schöne Optik — do...
Mehr zum Entdecken
Entdecke weitere interessante Inhalte

Erleben Sie beim SUP und Schnorcheln die besten Strände und Buchten auf Mallorca

Spanischer Kochworkshop in Mallorca
