Kusmagks starten neu: Von Mallorca zur Kanaren-Rückkehr ohne Camper

Neuanfang ohne Camper: Die Kusmagks ziehen weiter — und Mallorca bleibt Teil der Geschichte

Neuanfang ohne Camper: Die Kusmagks ziehen weiter — und Mallorca bleibt Teil der Geschichte

Janni und Peer Kusmagk haben eine schwere Zeit hinter sich: kaputter Wohnwagen, kranke Kinder, ein verstorbener Hund und ein beängstigendes, leer stehendes Haus. Jetzt kündigt Janni eine Rückkehr nach Spanien an — auf die Kanaren. Was das mit Mallorca zu tun hat und warum die Insel trotzdem profitiert.

Neuanfang ohne Camper: Die Kusmagks ziehen weiter — und Mallorca bleibt Teil der Geschichte

Nach Rückschlägen in Norddeutschland und Dänemark planen Janni und Peer Kusmagk einen Neuanfang auf den Kanaren

Am Passeig Mallorca, wenn die frühen Busse noch muffig nach Diesel riechen und die Möwen über der Bucht nach Frühstück suchen, reden die Leute gern über Menschen, die die Insel hinter sich lassen — und manchmal wieder zu ihr zurückfinden. So ein Kapitel ist das der Familie Kusmagk: Janni, Peer und die drei Kinder haben in den vergangenen Monaten eine Reihe von Pechsträhnen erlebt, die sie nun zu einem Ortswechsel veranlassen. Statt weiter mit einem Camper durchs Land zu ziehen, haben sie angekündigt, es auf den Kanaren noch einmal zu versuchen. Das wirkt wie eine Abschiedsmusik an ein Leben mit viel Auf und Ab.

Die Fakten sind knapp, aber deutlich: Der geplante Reise- und Camper-Alltag scheiterte mehrfach, weil der Van reparaturbedürftig wurde und gesundheitliche Überraschungen die Familie zurückwarfen. Ein Hund starb, die Kinder nahmen merkwürdige Dinge in einem kurzzeitig bezogenen, leerstehenden Haus wahr – laute Geräusche, sich öffnende Fenster, seltsame Gerätschaften. Diese Erlebnisse haben die Eltern offenbar so verunsichert, dass sie das Haus verlassen haben. Für viele hier auf Mallorca klingt das wie eine Warnung vor hastigen Umzügen; für andere ist es einfach eine menschliche Geschichte über das, was Familien aushalten müssen.

Was an dieser Geschichte warm stimmt: Janni bleibt optimistisch. In einem Instagram-Post schrieb sie, die Familie kehre "back to the roots" zurück auf die Kanaren und die Zukunft werde "richtig schön" — nicht für immer dieselbe Insel, aber ein Neuanfang. So ein Satz hat Gewicht, weil er zeigt, dass trotz Verluste und Pannen der Wille zur Veränderung bleibt. In Palma kennt man solche Wendungen: Menschen ziehen fort, kommen wieder, suchen Ruhe oder Abenteuer. Es ist Teil des Lebens auf dieser Insel, das ständige Hin und Her zwischen Festhalten und Loslassen.

Eine kleine Alltagsbeobachtung: An einem kalten, etwas wolkigen Vormittag (Palma-Angabe: rund 10°C) sitzt man im Café an der Plaza und hört Familien sprechen, wie sie Ferien planen oder ein Haus entrümpeln. Die Stories der Kusmagks landen dort genauso wie die Anekdoten von Surfern, die auf Fuerteventura aufgewachsen sind und dann Offerten rund ums Mittelmeer annehmen. Janni, die aus einer Surferfamilie stammt und früher auf Fuerteventura lebte, ist so eine Figur, die Inseln und Meere verbindet. Solche Biografien lassen Mallorca nicht als bloße Station erscheinen, sondern als Ort, der Menschen prägt.

Warum ist das gut für Mallorca? Weil Geschichten wie diese die Insel als Teil eines größeren Lebensnetzes zeigen: Als Ausbildungsort, als Etappe für Familien und als Hintergrund für persönliche Neuanfänge. Eltern, die hier aufgewachsen sind, tragen Erfahrungen fort, die wiederum anderen erzählen, wie es ist, hier zu leben. Das hält Aufmerksamkeit auf Mallorca — nicht nur als Urlaubsziel, sondern als Lebensraum mit Ecken, die Mut machen, Entscheidungen zu treffen. Außerdem profitiert die lokale Surf- und Outdoor-Community, wenn Profis wie Janni in Erzählungen auftauchen; solche Verbindungen bringen Nachwuchs, Austausch und manchmal auch Projekte, Workshops oder wenige, ehrliche Geschichten über echte Alltagsprobleme.

Konkrete Folgerung: Wer umziehen oder Reisen plant, sollte prüfen, ob das Fahrzeug technisch wirklich reisefertig ist, ob eine lokale Schule erreichbar ist und wie man Kinder bei Veränderungen begleitet. Klarer Rat, aber aus solchen Erzählungen wachsen oft praktische Ideen: Ersatzpläne für Unterkünfte, kleine Checklisten für Reparaturen, Netzwerke von Familien, die sich gegenseitig kurzzeitig unterstützen. Auf Mallorca kennt man Nachbarschaftslisten in WhatsApp-Gruppen, man teilt gern Werkzeuge und Kontakte — das ist ein Vorteil gegenüber anonymen Städten.

Der Blick nach vorne bleibt freundlich. Janni und Peer tauschen Camperträume gegen die Chancen, die Inselgruppen wie die Kanaren bieten: stabileres Klima, Meere, die weniger stürmisch sind, und eine Surfvergangenheit, die Janni gut kennt. Für Mallorca heißt das nicht Verlust: Wer einmal hier war, trägt die Insel im Gepäck. Vielleicht kehren die Kusmagks nie dauerhaft zurück — vielleicht tun sie es. Für die Menschen, die sie hier kannten, bleibt die Erinnerung an Jahre, in denen Mallorca Teil ihrer Familie war.

Mein Fazit: Keine Sensationslust, sondern ein kleines Durchatmen. Geschichten von Verlust und Neustart sind nicht neu — sie gehören zum Alltag. Die Kusmagks zeigen, dass man Pläne ändern darf, dass Kinder und Ruhe wichtiger sind als das perfekte Reisebild. Für Mallorca ist die Nachricht trotzdem ein bisschen gute Werbung: Eine Insel, die prägt, bleibt im Gespräch. Und das, wenn man hier auf der Plaça sitzt und der Wind vom Meer kühlt, ist mehr wert als jeder Click.

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