Deniz Gülpen und Tochter starten kreatives Projekt in Palma

Neustart in Palma: Deniz Gülpen und Tochter Kiana setzen auf Tattoo, Kunst und Mode

Neustart in Palma: Deniz Gülpen und Tochter Kiana setzen auf Tattoo, Kunst und Mode

Nach dem Ende ihres Ballermann-Lokals sucht die Auswanderin Deniz Gülpen zusammen mit ihrer Tochter eine Ladenfläche in Palma. Kein Restaurant mehr – stattdessen ein kreativer Raum für Tätowierungen, Atelierschau und Mode.

Neustart in Palma: Deniz Gülpen und Tochter Kiana setzen auf Tattoo, Kunst und Mode

Aus der Gastronomie in einen kreativen Laden – Mutter und Tochter suchen Raum in der Innenstadt

An einem kühlen Dezembermorgen, wenn der Regen leise auf die Pflastersteine der Plaça Major trommelt und die letzten Weihnachtseinkäufer über die Carrer de Sant Miquel schlendern, sitzt eine Auswandererfamilie erneut am Zeichenbrett. Deniz Gülpen, die seit einigen Jahren auf Mallorca lebt, will gemeinsam mit ihrer 18‑jährigen Tochter Kiana beruflich neu anfangen – und dieses Mal ohne Herd und Gasflasche.

Die Idee ist simpel und doch facettenreich: Ein Laden in Palma, der Tätowierkunst, bildende Kunst und kleine Modeprojekte unter einem Dach verbindet. Kiana, die bereits Modelerfahrung auf der Insel und in New York gesammelt hat und sich künstlerisch weiterentwickelt hat, bevorzugt eine Innenstadtlage. Deniz wiederum schaut pragmatisch auf Fläche und Umfeld: Erst wenn das richtige Objekt steht, soll das Konzept finalisiert werden.

Wer an das frühere Lokal an der Playa de Palma denkt, dem sei gesagt: Die Phase mit Gulasch und Stimmengewirr an der Strandpromenade ist vorbei. Nach der Schließung des Restaurants vor zwei Jahren hat sich das Berufsbild der Familie verschoben. Die Küche weicht Leinwand, Tattoo‑Nadel und Nähmaschine. Gastronomie steht diesmal nicht auf dem Plan – eine bewusste Entscheidung, sagt Deniz, die in den vergangenen Jahren viel gelernt hat, nicht zuletzt darüber, wie unterschiedlich Geschäftsmodelle auf der Insel laufen. Ähnliche Neuanfänge wie bei Deniz und Kiana sind beispielsweise bei Yvonne zu beobachten, die ebenfalls auf der Insel ein neues Leben beginnt.

Für Palma wäre ein solcher Raum ein Gewinn: Mehr Vielfalt für die Innenstadt, Arbeitsmöglichkeiten für junge Kreative und ein weiterer Treffpunkt abseits reiner Touristenpfade. In den Gassen rund um Passeig del Born und dem Viertel La Lonja gibt es bereits kleine Ateliers und Tattoo‑Studios, die regelmäßig von Einheimischen und Gästen besucht werden. Ein neues Konzept, das Ausstellung, Atelierbetrieb und handgemachte Mode verbindet, könnte Besucherströme entzerren und neue Synergien schaffen.

Praktisch heißt das: flexible Ladenflächen, modular eingerichtete Arbeitsbereiche und regelmäßige Öffnungszeiten für Termine, Workshops und kleine Pop‑Up‑Shows. Denkbar sind Kooperationen mit lokalen Künstlern, temporäre Modenschauen oder Tattoo‑Tage, an denen verschiedene Tätowierer zu Gast sind. Solche Formate bringen nicht nur Umsatz, sondern auch Gespräche auf die Straße – genau das, was Palmas Innenstadt in ruhigeren Monaten braucht. Ähnliche Projekte, die den kreativen Austausch fördern, finden auch woanders auf Mallorca statt, wie etwa bei einer ehemaligen PR-Frau, die ein neues Konzept für ihre Kunst entwickelt.

Die Geschichte dahinter ist auch eine persönliche: Deniz zog mit der Familie 2020 nach Mallorca. Das Leben am Meer, Spaziergänge an der Playa und die Umstellung auf ein Inselleben haben ihr gezeigt, wie sich Prioritäten verschieben können. Die Trennung vom früheren Partner hinterließ Spuren, aber auch Raum für Neues. Jetzt steht der Wunsch im Vordergrund, etwas Eigenes mit der Tochter aufzubauen, etwas, das Kreativität, Handwerk und Gemeinschaft verbindet. Ähnlich wie andere Auswanderer, die auf Mallorca neu anfangen, und von denen zwei Paare ein inspirierendes Beispiel sind.

Für Nachbarn und Passantinnen bedeutet das: ein offenes Schaufenster, ein Platz für Ausstellungen, vielleicht ein paar junge Menschen, die mit Pinseln und Nadel arbeiten, während draußen die Busse in Richtung Hafen hupen. Die Situation ist typisch mallorquinisch: Erst Standort suchen, dann das Angebot an die Umgebung anpassen. Diese Flexibilität könnte das Projekt auch resilient gegenüber saisonalen Schwankungen machen.

Ein kleiner Rat aus dem Alltag in Palma: Mitmachen statt nur zuschauen. Wer lokale Kreative unterstützt, gibt ihnen Luft zum Atmen. Wenn Deniz und Kiana tatsächlich den richtigen Laden finden, könnten offene Tage, Einführungs‑Workshops oder gemeinsame Aktionen mit Nachbarsläden den Start erleichtern. Für die beiden ist es nicht nur ein Businessplan, sondern ein Neuanfang mit viel Herz und handwerklichem Anspruch. Ähnliche Erfahrungen hat auch Peter Klein gemacht, dessen kreatives Projekt auf der Insel viel Aufmerksamkeit erhält.

Am Ende bleibt die Stadt selbst der Resonanzboden: Palma, mit seinen lauten Taxis, seinen Kaffeehäusern am Passeig und den Künstlern auf dem Plaça del Mercat, bietet Raum für solche Geschichten. Wir werden in den kommenden Monaten beobachten, wo genau Mutter und Tochter ihre Türen aufmachen – und hoffen auf ein kreatives Stück Palma mehr.

Häufige Fragen

Wie ist das Wetter auf Mallorca im Dezember und Januar?

In den Wintermonaten kann es auf Mallorca kühl und wechselhaft sein, besonders wenn Regen und Wind dazukommen. Tagsüber sind die Bedingungen oft mild genug für Spaziergänge, aber am Abend fühlt es sich deutlich frischer an. Für einen Stadtbummel in Palma lohnt sich deshalb meist eine leichte Regenjacke oder ein warmer Pulli.

Kann man im Winter auf Mallorca noch am Strand spazieren gehen oder baden?

Spazieren am Strand ist auf Mallorca auch im Winter gut möglich, gerade an ruhigeren Tagen mit Sonne und wenig Wind. Zum Baden ist das Meer für die meisten Menschen in dieser Jahreszeit eher zu kühl, auch wenn es immer Ausnahmen gibt. Wer draußen aktiv sein möchte, nutzt den Winter auf der Insel meist eher für Spaziergänge als für längere Schwimmeinheiten.

Welche Kleidung sollte man im Winter für Mallorca einpacken?

Für Mallorca im Winter ist am besten Kleidung im Zwiebellook geeignet. Tagsüber können leichte Sachen reichen, doch morgens, abends und bei Regen wird es schnell ungemütlich. Eine Jacke, geschlossene Schuhe und etwas für wechselhaftes Wetter gehören deshalb ins Gepäck.

Ist Palma auch außerhalb der Hauptsaison für einen Stadtbummel interessant?

Ja, Palma lohnt sich auch außerhalb der Hauptsaison, weil die Innenstadt dann oft ruhiger und angenehmer wirkt. Rund um Plaça Major, Carrer de Sant Miquel oder Passeig del Born kann man entspannt durch die Stadt gehen, Schaufenster anschauen und Cafés entdecken. Gerade im Winter zeigt Palma eine alltagstauglichere Seite als in der Hochsaison.

Wo findet man in Palma kreative Läden und kleine Ateliers?

In Palma gibt es mehrere Gegenden, in denen kleine Ateliers, Designläden und kreative Werkstätten gut aufgehoben sind. Besonders rund um Passeig del Born und La Lonja trifft man öfter auf unabhängige Konzepte mit Kunst, Handwerk und Mode. Wer solche Orte sucht, wird in der Innenstadt meist eher fündig als in reinen Einkaufsstraßen.

Lohnt sich ein Tattoo-Studio in Palma auch für Einheimische?

Ein Tattoo-Studio in Palma kann durchaus auch für Einheimische interessant sein, wenn es sauber arbeitet und ein eigenständiges Konzept hat. Viele Menschen in der Stadt suchen nicht nur ein Motiv, sondern auch einen Ort mit Persönlichkeit und vertrauensvoller Atmosphäre. Gerade in Kombination mit Kunst oder Ausstellungen kann so ein Laden mehr sein als nur ein klassisches Studio.

Kann man in Palma Kunst, Mode und Tattoo in einem Laden verbinden?

Ja, in Palma sind solche Mischkonzepte durchaus denkbar, vor allem in der Innenstadt. Wenn Fläche, Lage und Ablauf gut zusammenpassen, kann ein Laden für Tattoos, Kunst und kleine Modeprojekte funktionieren. Wichtig ist, dass der Raum flexibel bleibt und das Angebot zur Umgebung passt.

Wie gelingt ein Neuanfang als Auswanderer auf Mallorca?

Ein Neuanfang auf Mallorca gelingt oft dann am besten, wenn man flexibel bleibt und das eigene Vorhaben an die Insel anpasst. Viele merken erst vor Ort, dass Standort, Saison und Zielgruppe viel stärker über den Erfolg entscheiden als der erste Plan. Wer etwas Eigenes aufbauen will, braucht deshalb Geduld, Realismus und meist auch einen langen Atem.

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