Palma bestellt elf neue 18‑Meter Elektro‑Gelenkbusse für die EMT

Palma setzt noch stärker auf Strom: Elf neue Gelenk‑E‑Busse für die EMT

Palma setzt noch stärker auf Strom: Elf neue Gelenk‑E‑Busse für die EMT

Die Stadt Palma stockt die Elektroflotte der städtischen Busse auf: Elf 18‑Meter‑Gelenkbusse werden bestellt – ein weiterer Schritt im Flottentausch von 2025 bis 2029.

Palma setzt noch stärker auf Strom: Elf neue Gelenk‑E‑Busse für die EMT

Flottentausch läuft weiter – mehr Platz, weniger Lärm, grüneres Stadtbild

An einem grauen Morgen an der Plaça d'Espanya hört man inzwischen weniger Dieselmärm und öfter das leise Surren von Elektromotoren. Die Stadtverwaltung hat den Weg frei gemacht für die Anschaffung von elf weiteren 18 Meter langen Gelenkbussen mit vollelektrischem Antrieb. Die Bestellung ist Teil des Rahmenvertrags, den die städtische Verkehrsgesellschaft EMT im März 2025 gestartet hat und der den Austausch alter Fahrzeuge über die Jahre 2025 bis 2029 vorsieht.

Finanziell gesehen beträgt der Höchstpreis für diese Charge rund 10,64 Millionen Euro. Damit wächst die elektrische Flotte weiter: Nach der Lieferung der bereits im November 2024 vergebenen Fahrzeuge – insgesamt 57 Busse, davon 34 im 18‑Meter‑Format und 23 in der 12‑Meter‑Klasse – kommt Palma mit den neuen Gelenkbussen auf 68 Elektrofahrzeuge. 45 von ihnen sind dann 18 Meter lang, 23 messen zwölf Meter. Weitere Informationen zur Flottenerneuerung in Palma finden Sie in unserem Artikel über 57 E‑Busse und neues Depot in Son Rossinyol.

Der stellvertretende Bürgermeister für Mobilität, Toni Deudero, sieht den Flottentausch als greifbaren Fortschritt: Im ersten Jahr des Rahmenvertrags sei ein Drittel der vorgesehenen Erneuerung geschafft worden. Für die täglichen Fahrgäste bedeutet das vor allem komfortablere, ruhigere und sauberere Verbindungen – auf Linien, die morgens durch den Passeig del Born rollen oder abends die Avinguda Argentina entlangziehen.

Ein erwähnenswerter Teil der Finanzierung für die aktuellen elf Busse kommt aus EU‑Mitteln: der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Balearen. Die bereits im vergangenen Jahr vergebenen 57 Fahrzeuge werden aus einem Bündel von Förderprogrammen und lokalen Mitteln bestritten, darunter der nationale Investitionsplan für die Energiewende sowie Beiträge aus der Übernachtungssteuer und Eigenmitteln der EMT. Für weitere Details zu den finanziellen Aspekten, siehe unseren Artikel zu Gratis-Bussen in Palma.

Insgesamt summieren sich die bisherigen Investitionen auf rund 59,6 Millionen Euro – knapp 60 Prozent des zur Verfügung stehenden Budgets des laufenden Rahmenvertrags. Die Ausschreibung für die neuen Gelenkbusse ist eröffnet; teilnehmen können die fünf Anbieter, die im Vertrag zugelassen sind: Daimler Buses España, BYD Motores Iberia, Solaris, Iveco und Irizar. Kriterien bei der Auswahl sind Preis und Lieferfristen, nach Abschluss wird der Vorschlag dem Verwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die stetige Entwicklung der EMT bekräftigt sich auch in der Diskussion, dass Palmas Straßen weiterhin verstopft bleiben.

Für die Menschen auf der Insel heißt das: weniger Abgase in den Straßenschluchten von La Llotja, geringere Lärmbelastung in Wohnvierteln wie Santa Catalina und bessere Kapazitäten auf stark frequentierten Linien. In den vergangenen Monaten sah man bereits, wie Fahrgäste beim Einsteigen überrascht waren von der ruhigen Fahrt: Gespräche sind wieder hörbar, einzelne Senioren atmen auf, Kinder zeigen auf die glänzenden, neuen Wagenteile.

Die geplante Flottenerneuerung umfasst bis zu 113 Elektrobusse in den kommenden vier Jahren. Wenn alles wie geplant läuft und die anstehenden Lieferungen Anfang 2026 eintreffen, hat Palma nicht nur moderneren Nahverkehr, sondern auch ein stärkeres Argument für nachhaltigen Tourismus: Gäste erleben eine Stadt, die aktiv die Verkehrswende gestaltet. Für weiteren Einblick in die Planungen des EMT, lesen Sie unseren neuen EMT-Fahrplan in Palma.

Der Ausblick ist pragmatisch: Neue Haltekultur, ein Stromnetz, das sukzessive auf mehr Ladeinfrastruktur vorbereitet werden muss, und eine EMT, die ihre Betriebsabläufe an andere Fahrzeugtypen anpasst. Für alle, die täglich mit dem Bus unterwegs sind, ändert sich spürbar etwas – leiser, sauberer, mehr Platz. Und wer an einem windigen Nachmittag über den Passeig Mallorca flaniert, hört jetzt öfter dieses leise Summen statt das Rumpeln alter Motoren. Kleine Soundkulissen, große Wirkung.

Warum das gut für Mallorca ist: Die Maßnahme reduziert lokale Emissionen, verbessert die Lebensqualität in dicht bewohnten Vierteln und schafft moderne Verbindungen für Pendler und Besucher. Außerdem signalisiert die Investition: Palma nimmt die Mobilitätswende ernst und plant langfristig – das kommt allen zugute.

Häufige Fragen

Wie entwickelt sich Palmas Nahverkehr mit den neuen Elektrobusen?

Palma baut seine Elektrobus-Flotte weiter aus und setzt damit stärker auf leisere und emissionsärmere Fahrzeuge. Für Fahrgäste bedeutet das mehr Komfort im Alltag und weniger Lärm auf stark genutzten Linien. Die Umstellung läuft schrittweise über mehrere Jahre, damit ältere Busse nach und nach ersetzt werden können.

Sind Busfahrten in Palma mit Elektrobusen leiser und angenehmer?

Ja, Elektrobusse sind im Stadtverkehr deutlich ruhiger als klassische Dieselbusse. Das macht die Fahrt für viele angenehmer, besonders auf längeren Strecken durch Palma. Auch für Anwohner in dicht bebauten Vierteln ist das leise Fahrgeräusch ein spürbarer Unterschied.

Wann kommen die neuen E-Busse für die EMT Palma in den Einsatz?

Die neuen Busse sind Teil einer mehrjährigen Erneuerung der EMT-Flotte, die bis 2029 angelegt ist. Ein Teil der Fahrzeuge soll bereits Anfang 2026 eintreffen. Der Austausch läuft also nicht auf einmal, sondern Stück für Stück im laufenden Betrieb.

Welche Vorteile bringen Gelenkbusse in Palma im Alltag?

Gelenkbusse bieten mehr Platz und sind auf stark frequentierten Linien besonders praktisch. In Palma helfen sie vor allem dort, wo morgens und abends viele Menschen unterwegs sind. Für Pendler und Besucher kann das weniger Gedränge und einen ruhigeren Ein- und Ausstieg bedeuten.

Wie wird der neue Busausbau in Palma finanziert?

Die Finanzierung kommt aus mehreren Quellen, darunter EU-Mittel, nationale Förderprogramme und eigene Mittel der EMT. Auch die Übernachtungssteuer spielt bei Teilen der Investitionen eine Rolle. So verteilt Palma die Kosten auf verschiedene Fördertöpfe und kommunale Budgets.

Welche Auswirkungen haben Elektrobusse auf die Luftqualität in Palma?

Elektrobusse stoßen im Betrieb keine lokalen Abgase aus und können damit die Luft in stark befahrenen Straßen entlasten. In einer Stadt wie Palma ist das vor allem in dicht bebauten Vierteln wichtig. Der Effekt ist nicht sofort überall gleich sichtbar, aber langfristig kann der Umstieg die Stadt spürbar sauberer machen.

Wo merkt man die neuen Elektrobusse in Palma besonders?

Besonders auffällig ist der Unterschied dort, wo viel Verkehr unterwegs ist und Busse dicht an Wohnhäusern vorbeifahren. In Palma zählen dazu vor allem zentrale Straßen und stark genutzte Linien durch die Innenstadt. Dort fällt das leisere Fahrgeräusch im Alltag am ehesten auf.

Ist der Bus in Palma eine gute Alternative zum Auto?

Für viele Strecken in Palma kann der Bus eine praktische Alternative sein, vor allem im dichten Stadtverkehr. Mit der wachsenden Elektroflotte wird das Fahren oft ruhiger und angenehmer. Wer in der Innenstadt unterwegs ist, spart sich außerdem die Suche nach einem Parkplatz.

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