
Neue Verkehrsschilder auf Mallorca: Kleineres Design, klarere Signale
Seit diesem Sommer tauchen auf Mallorca neue Verkehrszeichen auf: schlichtere Piktogramme, kleinere Tafeln und Hinweise zu Ladesäulen oder Wasserstoff an Tankstellen. Was das für Einheimische, Radfahrer und Touristen bedeutet – ein lokaler Blick.
Warum plötzlich andere Schilder auf den Straßen auftauchen
Wer in den letzten Wochen morgens mit einem Espresso in der Hand über die Ma-20 zur Redaktion gefahren ist, hat es vielleicht bemerkt: Die Schilder sehen anders aus. Erst ein einzelnes, dann mehrere — am Kreisverkehr bei S’Arenal, auf der Abfahrt Richtung Palma, sogar entlang der Carretera de Sóller. Kein plakatives Großprojekt, eher kleine, fast unaufgeregte Änderungen. Die neue Verkehrszeichen-Verordnung Spaniens, beschlossen im Juni, bringt ein moderneres, sparsameres Erscheinungsbild auf unsere Insel.
Was genau ist neu?
Short: Weniger Schnörkel, klarere Linien. Viele Piktogramme wurden vereinheitlicht. Die Symbole für Fahrradwege, Bahnhöfe oder Tankstellen sind einfacher und leichter lesbar. Besonders praktisch für die Insel: Tankstellen-Schilder zeigen jetzt an, ob dort Ladesäulen, Wasserstoff oder andere Alternativen angeboten werden. Ein kleines Schild sagt also künftig mehr — ein Plus für E-Auto-Fahrer, Mietwagenkunden und die immer größer werdende Zahl an Touristen mit Elektrofahrzeugen. Informationen zum Thema Ladesäulen finden Sie in unserem Artikel über E-Autos auf Mallorca.
Die Tafeln sind insgesamt kleiner. Das ist kein rein ästhetischer Schritt, sondern ein Ressourcen- und Platzgewinn: weniger Material, weniger Gewicht, geringere Produktionskosten. Auf schmalen Straßen rund um Fornalutx oder in den Altstadtgassen von Palma ist das durchaus sinnvoll. Sie können mehr über neue Wegweiser am Flughafen Palma erfahren.
Neutralere Figuren, weniger Klischees
Eines der auffälligeren Details: Warn- und Hinweisschilder verzichten auf klassische Vater‑Mutter‑Kind-Motive und zeigen neutralere Silhouetten. Für manche ein kosmetischer Eingriff, für andere ein sichtbares Zeichen gesellschaftlicher Entwicklung. Ich erinnere mich an den ersten Blick am Passeig Marítim — kurz irritiert, dann wieder der Alltag: Man gewöhnt sich, so wie an das Klappern der Fischernetze im Hafen von Portixol.
Keine sofortige Umgestaltung — und das ist gut so
Wer jetzt an eine flächendeckende Umrüstung denkt, darf durchatmen. Alte Schilder bleiben noch hängen, bis sie ersetzt werden müssen oder Schaden nehmen. Das heißt auch: Fahrstunden und die Theoriefragen für den Führerschein bleiben vorerst stabil. Die Umstellung erfolgt schrittweise — eine pragmatische Lösung für eine Insel, die in der Hochsaison vor allem gut funktionieren muss. Wer sich für das Thema Umrüstung interessiert, findet in unserem Artikel neue Verkehrsschilder.
Was bringt das den Menschen auf Mallorca?
Für Einheimische bedeutet es vor allem: weniger Rätselraten an Kreuzungen, klarere Hinweise in touristischen Hotspots wie dem Mercat de l’Olivar oder am Hafen. Für Fahrradfahrer und E‑Roller‑Nutzer sind präzisere Piktogramme ein Gewinn — auf engen Wegen an der Playa de Palma oder entlang der Promenade merkt man schnell, wie eine kleine Bildänderung die Orientierung verbessert.
Auch touristisch ist die Änderung sinnvoll. Viele Besucher verstehen Symbole schneller als Text in einer Fremdsprache; ein klares Icon spart Zeit und erhöht die Sicherheit — besonders an Übergängen zur Serra de Tramuntana oder bei Abfahrten in Richtung Andratx. Informationen zu weniger Touristen finden Sie in unserem Artikel über Rückgänge bei deutschen Touristen auf Mallorca.
Ein kleiner Tipp für den Alltag
Beim nächsten Marktbesuch oder Spaziergang durch die Altstadt einfach mal die Augen offenhalten. Die neuen Schilder erzählen kleine Geschichten über Wandel und Nachhaltigkeit: kleinere Tafeln, Hinweise zu Ladesäulen, neutrale Figuren — und ganz nebenbei ein Zeichen dafür, dass auch auf Mallorca kleine Veränderungen leise stattfinden.
Wer möchte, kann den Austausch nutzen: Städte und Gemeinden könnten bei der Erneuerung gleich problematische Stellen verbessern. Ein neuer, klarer Hinweis am Kreisverkehr bei S’Arenal könnte zum Beispiel den morgendlichen Berufsverkehr entspannen. Eine unspektakuläre, aber nützliche Chance — typisch mallorquinisch: pragmatisch, ein bisschen langsam, aber meist mit gutem Ende.
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