
Palma am Wochenende: Sperrungen, Umleitungen und was Anwohner wissen sollten
Plaça Pere Garau ist ab Samstagmittag dicht, dazu zieht die Cursa Nocturna durchs Zentrum. Welche Straßen betroffen sind, welche Buslinien umgeleitet werden – und wie man die größten Ärgernisse vermeiden kann.
Wo die Sperrkegel stehen und warum Palma kurz auf Durchzug schaltet
Am Wochenende wird die Plaça Pere Garau wieder zum Schauplatz für Jahrmarktgeruch, Zuckerwatte und Hupen: Auf dem Platz findet die kleine Kirmes Fira del Variat statt und am Abend läuft die Cursa Nocturna Sa Murada durch Teile der Altstadt. Das Ergebnis sind zeitweise geschlossene Straßen, Umleitungen und volle Parkhäuser – ein Muster, das man in Palma inzwischen bestens kennt.
Die wichtigsten Zeiten auf einen Blick
Pere Garau: Ab Samstag 15:00 Uhr ist die Plaça komplett für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Absperrung bleibt bis Montagmorgen gegen 03:00 Uhr bestehen. Wer am Sonntag früh los muss, sollte das Auto rechtzeitig anderswo parken.
Nachtlauf (Cursa Nocturna): Zwischen 19:30 und 22:30 Uhr sind Teile der Innenstadt betroffen. Konkret: die Carrer Antoni Maura (zwischen Zollgebäude und Plaça de la Reina) sowie Abschnitte der Conquistador und Palau Reial Richtung Mirador. Auch die Ausfahrt aus dem Parkhaus am Parc de la Mar über die Antoni Maura bleibt währenddessen geschlossen.
Welche Buslinien anders fahren
Die EMT hat mehrere Linien umgeleitet oder mit Haltestellenentfall angekündigt. Betroffen sind unter anderem L5, L27, L28, L39, L40, Nit Bus 3 sowie die Linie 25 (vor allem am Abend des Laufs). Wichtig für Pendler: Die Haltestellen 210, 211, 209 und 1319 im Bereich Pere Garau entfallen vorübergehend. Linie 25 weicht während des Laufs auf die Avinguda Argentina – Jaume III – Plaça de la Reina aus. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel über Palma am Sonntag.
Was Anwohner, Lieferdienste und Besucher beachten sollten
Mein Tipp aus der Nachbarschaft: Wenn Sie es einrichten können, lassen Sie das Auto stehen. Zu Fuß oder mit dem Rad sind viele Innenstadtrechtecke am Samstag oft schneller zu erreichen als im Taxi — das hektische Tuten und die lange Schlange an der Einfahrt zum Parkhaus kennt hier jeder.
Lieferfirmen und Dienstleister sollten die Hinweise der EMT ernst nehmen und ihre Touren nach vorne verlegen. Besonders Menschen mit eingeschränkter Mobilität müssen vorplanen: Fragen Sie bei Veranstaltern nach Zugangswegen oder reservierten Parkplätzen, denn improvisierte Lösungen werden hier selten toleriert.
Leitfrage: Haben solche Sperrungen Platz in einer lebendigen Stadt — und wie lassen sie sich verträglicher gestalten?
Es ist eine Binsenweisheit: Stadtfeste und Läufe beleben Palma, sie bringen Menschen auf die Straße und schaffen Atmosphäre. Gleichzeitig sorgen die kurzen, wiederkehrenden Sperrungen für Stress bei Pendlern, Lieferketten und Bewohnern. Die zentralere Frage lautet deshalb: Wie können wir Feierlichkeit und Alltag besser verknüpfen, ohne dass eine Gruppe ständig ausbremst?
Weniger beachtete Probleme — und konkrete Vorschläge
1) Informationslücken: Viele Ärgernisse entstehen nicht durch die Schließung selbst, sondern durch mangelnde, zielgruppengerechte Kommunikation. Lösung: Einfache, frühzeitige Hinweise per SMS für angemeldete Anwohner, klarere Beschilderung an Zufahrtsstraßen und eine Karte mit den temporären Haltestellen online.
2) Lieferlogistik: Die Paketzustellung kollabiert oft, weil keine temporären Ladezonen vorgesehen sind. Lösung: Kurzzeit-Ladezonen an den Rändern der Sperrzone mit klaren Zeitfenstern und Anmeldeoption für Lieferdienste.
3) Barrierefreier Zugang: Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind leicht übersehen. Lösung: Vorab-Registrierung für Zugangsberechtigungen und ein kleines, beschildertes Management-Team an den Sperrgittern, das beim Passieren hilft.
4) ÖPNV-Priorisierung: Busse rollen Umwege, verlieren Fahrzeit. Lösung: Temporäre Busspuren und koordinierte Ampelschaltungen während Großereignissen – das entspannt den Verkehr und macht den ÖPNV attraktiver.
Praktische, sofort umsetzbare Tipps
- Prüfen Sie am Freitagabend die Verkehrsmeldungen und die EMT-App. Ein kurzer Blick spart morgen Nerven.
- Parken Sie etwas weiter außen (z. B. in Parkhäusern entlang des Passeig) und rechnen Sie Zeit für die letzte Meile ein.
- Wenn Sie Anwohner sind: Informieren Sie Nachbarn über Fahrzeugbewegungen, damit niemand plötzlich vor einer Absperrung steht.
- Ein kurzer Spaziergang über die Fira kann nett sein — aber planen Sie, dass Sie nicht einfach mit dem Auto zurück zu Ihrem Abstellplatz gelangen.
Am Ende ist Palma an diesen Tagen gleichzeitig lauter und wärmer, mit dem Geruch von gebratenen Mandeln in der Luft und dem Klappern der Absperrketten. Mit etwas Vorplanung und den richtigen organisatorischen Änderungen könnten diese Ereignisse jedoch weniger zur Belastung und mehr zum entspannten Stadtvergnügen werden. Weitere Einblicke finden Sie in unserem Artikel über Palma dicht.
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